Aug 25 | Ewock.de: Notbremse im Anschlag |
| geschrieben von Dominik Schuster am 25. August 2007 |
Der Anbieter von bezahlten eMails Ewock.de, dem ich in diesem Blog schon mal einen Beitrag gewidmet habe, hat seine Mitglieder in einem Newsletter darüber informiert, dass es bald aus sein kann mit dem Paidmailer. Schuld daran ist, dass Ewock.de anscheinend mit dem bewussten Betrug zahlreicher Mitglieder zu kämpfen hat. Dabei müssten sich aus meiner Sicht nur die User bessern …
Der aktuelle Newsletter von Ewock.de war eine Überraschung für mich. Der Betreiber schreibt:
Hallo ewock.de User,
ewock.de gibt es seit mehr als 3 Jahren, aber erstmalig spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken ewock.de aufzugeben.
Ich habe eine Menge Zeit und Geld in diese Webseite investiert, um euch ein kleines Taschengeld und Spaß zu verschaffen.
Leider musste ich heute feststellen, nach Prüfung unzähliger Accounts, das einige durch Betrug und Fake diesem System immensen wirtschaftlichen Schaden zufügen und bereits zugefügt haben.. Es wird ganz bewusst gegen die AGB verstoßen, es wird ganz bewusst Betrug ausgeübt, um Punkte und damit Geld zu ergaunern.
Der Betreiber möchte nun alle Accounts, denen er einen Betrug nachweisen kann, löschen und evtl. sogar zivilrechtliche Schritte einleiten. Und:
In den nächsten Tagen werde ich eine Entscheidung treffen, ob ich überhaupt ewock.de fortführen werde und in welchem Rahmen. Anstehende Auszahlungen werde ich solange zurückhalten, bis jeder der eine Auszahlung beantragt hat, von mir manuell geprüft wurde.
Das hört sich natürlich schon sehr ernst an. Aber für mich tun sich auch ein paar Fragen auf. Natürlich ist Betrug wo auch immer eine Sache, die man nicht tolerieren darf – und wenn bei Ewock.de viel betrogen wird, ist das schlimm und schadet allen ehrlichen Usern, die hier etwas Geld verdienen wollen. Ich finde die Reaktion des Betreibers auch grundsätzlich gerechtfertigt: Man merkt, dass ihm der Paidmailer wirklich etwas bedeutet und er viel Zeit und Energie für den Dienst aufwendet.
Auch mal auf sich selber schauen …
Dem entgegen stehen allerdings auch meine persönlichen Erfahrungen mit dem Paidmailer Ewock.de. Für mich zählt er sicherlich nicht zu den Paidmailern, die ich zuerst empfehlen würde. Ewock.de ist zwar tatsächlich ein Anbieter, der regelmäßig auszahlt und bei dem man auch vom Betreiber eine Antwort auf Anfragen erhält. Gleichzeitig finde ich aber die Verdienstchancen recht schlecht – und ich bezweifle, dass es nur an dem “großen Betrug” der Mitglieder liegt, dass ich hier auch mit einer Vielzahl an Geworbenen weit unterdurschnittlich verdiene, obwohl ich von keinem anderen Anbieter so viele Paidmails erhalte wie von Ewock.de. Das gibt mir zu denken.
Außerdem ist Ewock.de für mich auch der Anbieter, bei dem es besonders häufig zu technischen Pannen kommt, die mich als User nicht gerade positiv an Ewock.de binden. Gerade im Moment ist es mir wieder einmal unmöglich mich einzuloggen (siehe Screenshot) – und das kommt ständig vor. Ewock.de sollte also auch mal die Probleme im eigenen Haus auf die Reihe kriegen.
Was ich auch nicht verstehe: Es gibt sicher bei allen Paidmailern Betrug – aber man sollte als Betreiber auch ausreichende Maßnahmen entwickeln, um dem vorzubeugen. Man sollte als Betreiber regelmäßig die Accounts überprüfen – offensichtlich ist das bei Ewock.de nicht geschehen, sonst wäre doch bei einer einmaligen großen Prüfung nicht so viel Betrug zu Tage gekommen.
Und noch etwas stört mich. Der Betreiber schreibt im Newsletter:
Ich habe eine Menge Zeit und Geld in diese Webseite investiert, um euch ein kleines Taschengeld und Spaß zu verschaffen.
Das mag sicherlich sein, dass der Betreiber viel Zeit und Geld in die Webseite investiert hat – aber: Ich bezweifle, dass er das aus reiner Menschenliebe getan hat. Natürlich verdient er auch mit dem Service, da ja nicht der gesamte Gewinn des Services an die Mitglieder ausgeschüttet wird. Das sollte man schon auch der Ehrlichkeit halber ergänzend anmerken.
Ich bin gespannt, wie die Ewock.de Geschichte weiter geht. Ich zähle mich jedenfalls zu den Leuten, die den Paidmailer nicht sehr vermissen würden. Es gibt genug bessere Anbieter von bezahlten eMails.





