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Aug 09

Willkommen im T-Com-Basar!

geschrieben von Dominik Schuster am 9. August 2007   10:40 UhrKommentare

Wer in einem Halbjahr über 1,1 Millionen Kunden verliert, muss natürlich schauen, wo er bleibt. Die Telekom hat anscheinend zwei Strategien entwickelt: Man gründe einen Discountableger (Congstar), der einfach billiger ist ohne das eigene Markenimage zu beschädigen, und man komme dem Kunden soweit wie möglich mit indvidiuellen Tarifen entgegen, wenn er nur bleibt. Ich profitiere jetzt von Zweiterem …

Langsam wird mir die T-Com doch noch symphatisch, v.a. nach meinem sehr ergebnisreichen Gespräch mit der T-Com Hotline gerade eben. Ich habe mich schon länger mit dem Gedanken getragen, unsere DSL-Leitung hier von DSL 2.000 auf DSL 16.000 zu erhöhen. Nun habe ich Nägel mit Köpfen gemacht, bei der T-Com Hotline angerufen und die neue Geschwindigkeit zusammen mit dem Paket “Call&Surf Comfort Plus” bestellt.


Verhandelbar: Die Call&Surf-Tarife der T-Com

Der alltägliche Hotline-Horror
Grundsätzlich bin ich kein großer Freund von Hotlines. Die T-Com-Hotline hat dabei sicherlich besonderen Nerv-Charakter, wenn sie auch zum Kundenvorteil über eine kostenlose 0800 Nummer läuft und ich eigentlich immer recht schnell einen Berater an der Strippe hatte (zum Vergleich: Ich habe gestern auch bei der Hotline des Hosters 1und1 angerufen und wurde 10 Minuten lang vollgedudelt bis ich schließlich aus der Leitung flog – sehr kundenfreundlich … – aber es gibt auch negative Erfahrungen mit der T-Com-Hotline (1, 2, 3, 4)).

Ich habe heute also bei der T-Com angerufen und mich durch die viel zu vielen Dialoge des Sprachcomputers gehangelt: Ja, ich möchte eine Beratung zu Internet, ja, ich habe eine Telefonnummer, die da lautet, nein, ich möchte keinen DSL-Test starten, nein, ich möchte nicht über zusätzliche Produkte informiert werden – und endlich: Sie werden jetzt zu einem Berater durchgestellt. Hat ja lange genug gedauert.

Die Beraterin war relativ kompetent. Ich habe ihr erklärt, dass wir derzeit “Call&Surf Basic” haben und nun eine höhere DSL-Geschwindigkeit benötigen. Sie meinte, dass das nur mit einem neuen Tarif gehe – dem “Call&Surf Comfort Plus” für 53,irgendwas Euro im Monat. Ich war zunächst nicht einverstanden und verstehe immer noch nicht, warum man nicht einfach seine DSL-Geschwindigkeit erhöhen kann, ohne gleich den ganzen Tarif zu ändern. Na ja, da war wohl nichts zu machen und schließlich haben wir uns nach einem DSL-Test auf den “Call&Surf Comfort Plus” geeinigt.

Verhandeln macht Spaß!
Nun war aber Kunde Dominik Schuster noch nicht zufrieden: Kopfzerbrechen bereitete mir die lange Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten und die Beraterin war etwas am Zweifeln, ob meine Fritzbox! auch für DSL 16.000 geeignet ist. Ich machte deutlich, dass ich den Tarif nur wählen würde, wenn ich innerhalb der Mindestvertragslaufzeit auch wieder in den “Call&Surf Basic” Tarif downgraden könne, wenn ich das wollte.
Das war zunächst nicht möglich – doch plötzlich hieß es, dass in meinem speziellen Fall da auch eine Ausnahme gemacht werden können und die Mitarbeiterin einen entsprechenden Vermerk machen werde, dass ich jederzeit wieder in den alten Tarif zurück gehen könne. Erstaunt, dass solche “individuellen Tarifmerkmale” bei der T-Com möglich sind, stimmte ich zu.

Und plötzlich war auch das Modem kostenlos …
Blieb noch das Hardware Problem. Die Mitarbeiterin bot mir ein DSL-Modem der T-Com an, das auf jeden Fall für DSL 16.000 geeignet ist. Das koste allerdings 30 Euro. Natürlich wollte ich das nicht zahlen. Und plötzlich: Auch diese Barriere fiel und das Modem war plötzlich kostenlos, wenn ich nur in den neuen Tarif wechseln wolle. Auch das geschafft.

Nun warte ich also auf meinen schnelleren DSL-Zugang, der bereits am nächsten Dienstag freigeschaltet werden soll. Im neuen Tarif ist auch eine deutschlandweite Telefonie-Flatrate enthalten sowie eine Hotspot-Flatrate (auch nicht schlecht für unterwegs) sowie günstige Mobilfunk-Tarife.

Die Moral von der Geschicht: Akzeptier Einheitspreise nicht!
Und was lerne ich daraus? Immer schön verhandeln – auch mit der Telekom, die anscheinend alles daran setzt, Kunden zu halten. So gefällts dem Kunden. Und: Mir ist diese Strategie lieber als die Discounter-Strategie (Congstar ist mir mit seinem dämlichen Werbespruch “So einfach wie Fastfood” einfach unsympathisch …).

Wer also auch sein Glück versuchen möchte, dem kann ich nur einen Anruf bei der T-Com Hotline 0800 3301000 empfehlen. Ich freue mich über Ihre Erfahrungsberichte beim Verhandeln auf dem T-Com-Basar hier im Blog :-) . Und wer keinen Verhandlungserfolg hat, hat vielleicht trotzdem seine Freude am T-Com-Hotline Gespräch, wie man z.B. bei Hackblog nachlesen kann.


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4 Kommentare zu “Willkommen im T-Com-Basar!”

  1. ahabagi

    Dieser artikel ist sehr gut. ich bewerte es gleich mit 5, bravo!

  2. Jason

    DAS nenn ich mal geschicktes Verhandeln, was wohl passieren würde, wenn so manch einer Ihre Taktik nachahmen würde?
    Ich freue mich über Ihre Blogeinträge und von dieser Art sollten Sie nicht aufhören zu schreiben!

    Bye
    Jason

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