Jul 01 | Fresh-Internet.net: Saure Kost für meine Hosting-Projekte und Nerven |
| geschrieben von Dominik Schuster am 1. Juli 2008 |
Webhosting als Konzentrationsübung und Nervtöter – das bietet unser langjähriger (Zweit-)Hoster und Provider Fresh-Internet, von dem wir nach mehrfachen Problemen jetzt alle Domains und Projekte abgezogen haben. Ein saurer Rückblick über unsere Beziehung zu dem Hoster mit der Zitrone.
Die Selbstbeschreibung des Berliner Hosters und Providers Fresh-Internet auf seiner Internetseite, die mit mehreren Jahren Verzögerung erst kürzlich online ging, liest sich gut:

Das hört sich nach einem serviceorientierten Hoster an, bei dem meine Internetprojekte und Domains in guten Händen sind. Und ich muss zugeben: Die Reaktionszeit ist hier wirklich sehr gut – per Telefon und eMail wurde mir schnell weitergeholfen.
Immer ansprechbar – aber keine Lösung.
Dass die Hilfe nicht immer zum Ziel geführt hat, ist eine andere Sache. So gab es einen langen Email-Wechsel, als ich das CMS-System TYPO3 installieren wollte, das aber immer wieder zu Fehlermeldungen führte. Fresh-Internet.net war bemüht mir weiterzuhelfen – schlussendlich konnte ich dann TYPO3 aber nicht installieren, weil es immer noch zu Fehlermeldungen kam. Genervt hatte ich dann das Projekt auf einen anderen Hoster ausgelagert.
Probleme mit der Abrechnung bei Fresh-Internet.net
Mehr Kopfzerbrechen und Nerven kostete mich ein anderes Problem: Fresh-Internet.net hat offensichtlich ein Problem mit seinem Abrechnungssystem. Gleich mehrfach wurden mir falsche Rechnungen zugestellt, z.B. weil Laufzeiten von Domains im System falsch eingetragen waren oder bei der Kündigungsfrist nicht beachtet wurde, dass bei mir wg. eines vorherlaufenden Vertrags bei einem anderen Provider, den Fresh-Internet.net übernommen hatte, eine andere Frist zu gelten hat. Da ist der aufmerksame Kunde gefragt: Wer nicht reklamiert, zahlt.
Für mich gibt es kaum Nervigeres als falsche Rechnungen. Ich bin es gewohnt, dass bei einem professionellen Hoster das Rechnungssystem voll automatisiert abläuft – dazu brauche ich keine “geschulten und erfahrenen Mitarbeiter”, sondern einfach ein System, das richtig läuft. Und das kann ich wohl erwarten – aber offensichtlich nicht bei Fresh-Internet …
Gleich zum Amtsgericht
Und jetzt habe ich netterweise von Fresh-Internet.net auch noch einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten. Der eingeforderte Betrag: 17,97 Euro – Gebühren: ca. 50 Euro. Grund dafür: Ich hatte eine Lastschrift von Fresh-Internet.net zurückholen lassen, weil ich im Rechnungs-Wirrwarr nicht mehr durchblickte und erst noch auf eine Gutschrift auf eine vorherige (falsche) Rechnung warten wollte. Und Fresh-Internet.net fragt nicht nach, was los ist – sondern geht gleich zum Amtsgericht. Sehr kundennah.
Fazit: Wer einen Hoster sucht, der viel persönliche Fürsorge erwartet und wer gerne seine Rechnungen genau studiert, ist bei Fresh-Internet.net gut aufgehoben. Der Hoster ist jedenfalls aus meiner Sicht nichts für schwache Nerven. Wer gute Leistung, besten Service und ein korrektes Abrechnungssystem braucht, greift zu einem größeren Hoster wie Domainfactory, mit dem wir sehr zufrieden sind.
Kleiner Tipp noch: Fresh-Internet.net ist übrigens auch nicht bei Webhostlist.de gelistet, wo Kunden Bewertungen zu Hostern abgeben können. Ich persönlich würde nur Webhoster wählen, die hier gut wegkommen. Dazu müsste man sich aber erstmal hier listen lassen …






