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Sep 01

ING-DiBa: Höhere Tagesgeld Zinsen, höhere Depotgebühren – Teil 8

geschrieben von Dominik Schuster am 1. September 2008   11:19 UhrKommentare

Die gute Nachricht zuerst: Die ING-DiBa (www.ing-diba.de) erhöht zum 1.9.2008 die Zinsen fürs Tagesgeldkonto. Die schlechte Nachricht: Die Gebühren im Depot werden erhöht. In beiden Fällen lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte.

Wenns mal wieder länger gedauert: Die größte Direktbank ING-DiBa hat sich lange Zeit gelassen mit Zinsanpassungen für ihr Tagesgeldkonto ExtraKonto (kann bei www.ing-diba.de online kostenlos eröffnet werden). Im Tagesgeld Vergleich waren die meisten Konkurrenten längst an der Bank vorbeigezogen, die beharrlich an den mageren 3,25% Zinsen fürs Tagesgeld festhielt.

Und jetzt also doch: Die ING-DiBa erhöht die Zinsen aufs Tagesgeld. Mit einer raffinierten Aktion geht die Bank wieder in die Offensive. Von der starken Zinserhöhung von 3,25% auf 5% profitiert nämlich nicht jeder: Der hohe Zinssatz gilt nur für neu angelegtes Geld. Bestandskunden profitieren davon also nur, wenn sie noch mehr Geld auf ihr Tagesgeldkonto bei der ING-DiBa aufladen. Raffiniert. Als kleinen Bonus gibts aber für bereits gelagertes Geld jetzt auch 0,25% mehr: Der Standard-Zinssatz beträgt jetzt 3,5%.

5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld – damit lässt sich natürlich gut auf der Homepage der ING-DiBa werben:

Auch im Tagesgeld Vergleich hat die ING-DiBa damit wieder Anschluss gefunden und das Produkt “Geldanlage Tagesgeld” wieder attraktiv gemacht. Und einen Tankgutschein gibts auch noch für Neukunden. Man muss aber schon etwas genauer hinschauen, um zu sehen, dass der hohe Zinssatz nur für neu angelegtes Geld gilt. Und bis Ende des Jahres befristet ist.

Heimliche Preiserhöhung im Depot?
Noch genauer hinschauen sollten alle, die bei der ING-DiBa ein Depot führen. Da hat die Bank nämlich kürzlich die Gebühren erhöht, wie ich auch nur zufällig mitbekommen habe. Neu ist jetzt eine Börsenplatzgebühr von 2,50 Euro pro Trade, die immer anfällt, wenn man nicht über XETRA ordert. Doch das ist noch nicht alles:

Auch das telefonische Ordern wird bei der Frankfurter Direktbank teurer. Bislang verlangt das Institut dafür eine Mindestprovision von 14,90 Euro; im Online-Handel beträgt diese 9,90 Euro. Ab Anfang September werden bei Telefonaufträgen nun mindestens 19,90 Euro fällig. Die maximale Provision – egal über welchen Orderweg der Kunde geht – wird von derzeit 39,90 Euro auf 49,90 Euro angehoben.

Also auch eine deutliche Preissteigerung. Die ING-DiBa ist damit zwar immer noch ein günstiger Broker (besonderer Vorteil: grundsätzlich keine Gebühr für die Depotführung) – aber ich denke, dass man seine Kunden über solche Preisänderungen besser informieren sollte. Ich möchte das nicht auf einer Nachrichtenseite lesen müssen.

Das kostenlose Wertpapier-Depot kann unter www.ing-diba.de kostenlos eröffnet werden.

Fazit: Mit den erhöhten Zinssätzen ist das ING-DiBa Tagesgeldkonto jetzt besonders attraktiv für Neukunden. Noch besser ist allerdings das Tagesgeldkonto der 1822Direktbank: Der Zinssatz ist noch etwas höher und die Zinsgutschrift erfolgt nicht wie bei der ING-DiBa nur einmal jährlich, sondern vierteljährlich, so dass man vom Zinseszinseffekt profitiert.

Das Gratis-Depot bei der ING-DiBa halte ich weiter für empfehlenswert: Es ist kostenlos – und die Ordergebühren sind immer noch recht günstig. Eine ausführliche Bewertung des Depots der ING-DiBA finden Sie auf unserer Partnerseite Bankkonto-Kostenlos.de. Wer wirklich günstig traden möchte, greift besser zum ebenfalls kostenlosen Depot von Flatex (www.flatex.de).


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4 Kommentare zu “ING-DiBa: Höhere Tagesgeld Zinsen, höhere Depotgebühren – Teil 8”

  1. Tagesgeldkonten

    Ein guter Bericht, danke. Leider hat sich inzwischen das Tagesgeld der ING Diba wieder auf 4% reduziert, inzwischen gibt es wieder bessere Anbieter, die bis 5,5% bieten. Schade, der Tagesgeldrun in Q4 2008 hatte mir gut gefallen :)

  2. » ING-DiBa: Immer mehr Tricks, immer weniger Zinsen - Teil 11 - Dontox.de - Kritische Berichte rund um Kostenloses, Geldverdienen und Geldsparen im Internet.

    [...] Gebühren im Depot: Schon im September 2008 berichtete ich über schlechtere Konditionen im (noch) kostenlosen Wertpapierdepot der ING-DiBa. Plötzlich gibt es eine [...]

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  4. tagesgeld-vergleich.net

    Die vier Prozent bei der ING-DiBa gelten ja leider nur vom 1.2. bis zum 30.4. und auch nur auf “neues” Geld. Aufs Jahr gerechnet, wirft das Konto so gerademal noch 2,61 Prozent Zinsen ab. Da gibt es in meinen Augen noch immer weit bessere Angebote.



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