Jul 13 | Mobiles Internet: Flatrate ist nicht gleich Flatrate |
| geschrieben von Dominik Schuster am 13. Juli 2008 |
In der Welt der festen DSL Anschlüsse ist das unbegrenzte Surfen und Downloaden von Daten und Multimedia- Angeboten per Flatrate längst Standard. Nur allzu gerne hätten wir Internet- User diese Freiheit zum monatlichen Festpreis und ohne jegliche Einschränkung auch im Bereich der mobilen Internet- Zugänge. Die Realität sieht jedoch etwas anders, leider vor allem komplizierter aus…
Gastartikel von Mark Boltmann von elbsenf.de
Provider mobiler Netz- Zugänge pflegen derzeit immer noch zwischen einer „echten Flatrate“ und einem, meist als „Fair Flat“ deklarierten Tarif- Modell zu unterscheiden. Potentielle Kunden kann die unter Marketing- Aspekten geschickte Bezeichnung „Fair Flat“ durchaus in die Irre führen, denn die meisten Verbraucher assoziieren mit „Flat“(rate) die uneingeschränkte Nutzung des Internets oder anderen Medien. Im Falle der „Fair Flat“ unterliegt jedoch das monatliche Download- Volumen einer klaren Beschränkung von 10 GB. Der Hinweis ist häufig im Kleingedruckten zu finden. Diese Grenze gilt für alle Fair Flat Anbieter gleichermaßen (Stand: 07/2008). Der einzig positive Aspekt für Kunden, die das Download- Volumen überschritten haben ist, dass mittlerweile nicht mehr teuer pro zusätzlich verbrauchten MB nachträglich berappt werden muss. Statt dessen wird vom Anbieter für den Rest des betreffenden Monats die Verbindungsgeschwindigkeit auf ISDN- oder GPRS-Niveau gedrosselt. Manchen User wird diese Einschränkung dennoch ärgern und zum Überdenken des Wortes Fairness in Zusammenhang mit seiner Flatrate animieren.
Echte UMTS Flatrates für einen mobilen Web Zugang werden momentan nur von BASE und e-plus für jeweils 25,00 Euro pro Monat angeboten. Base räumt Online- Bestellern zusätzlich 20% Rabatt ein, wodurch die monatlichen Kosten auf 20 Euro sinken. Klingt eigentlich ganz gut oder? Sagen wir bedingt, denn hier ist der Haken bei beiden Angeboten klar die eher geringe Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 384 kb/s. Diese Datenrate entspricht gerade einmal der 6 fachen ISDN Geschwindigkeit und kann nicht ansatzweise mit dem schnellen DSL via Kabel konkurrieren.
UMTS Fair Flatrates erhält man bei Vodafone, T-Mobile, MoobiAir, MoobiCent und neuerdings auch bei O2. Die Fair Flat mit jeweils 10 GB Download- Volumen kostet, außer bei O2, bei den Providern einheitlich 34,95 Euro pro Monat (Stand: 07/2008). Damit kann eine Übertragungsrate von bis zu 3,6 Mbit/s erreicht werden. Bei Nutzung des HSDPA Protokolls sogar je nach Ausbaustufe bis zu 7,2 Mbit/s. Der Preis von 34,95 Euro monatlich addiert sich bei Vodafone und T-Mobile noch zu einem (Sprach)- Basistarif, der für den Kunden zwingend ist. Bei MoobiAir und MoobiCent gibt es die Internet Fair Flat hingegen auch als Solo- Vertrag.
Die neue Fair Flat von O2 ist im Vergleich etwas günstiger. 25 Euro schlagen jeden Monat für das mobile Internet- Vergnügen zu Buche. O2 gewährt ebenfalls 10 GB Volumen und erreicht einen maximalen Downstream von 3,6 Mbit/s.
Fazit: Dem Wunsch vieler Internet – Nutzer nach einer “echten leistungsfähigen Flatrate“ für die mobile Webnutzung kann wohl erst zukünftig mit höherer Auslastung der Mobil- Netze entsprochen werden. Zwar gibt es im Business- Bereich solche Angebote, die Preise sind für private Verbraucher jedoch völlig indiskutabel. Also heißt es in Analogie zur Einführung der DSL Technologie: Abwarten!






Bereits in den letzten Monaten haben die meisten Anbieter von mobilen Internetanschlüssen ihre Konditionen zum positiven verändert und Ich bin mir sicher, dass die ersten Anbieter schon bald mit den ersten “echten” mobilen Flatrates werben.
Ich bin momentan Kunde bei MoobiCent und total zufrieden. Meiner Meinung nach ist eine 10 GB Flatrate großzügig genug, um dauerhaft mobil online sein zu können.
Nach endlosem Ärger mit Freenet habe ich seit gestern T-Mobile web’n'walk Connect L. Kostet mich einmalig 4,95 Euro für den USB-Stick und 24,95 Euro im Monat für die Flatrate web’n'walk Connect L, Laufzeit 2 Jahre, keine Volumenbegrenzung. So jedenfalls der Verkäufer. Online allerdings las ich gestern im Kleingedruckten, daß web’n'walk Connect L 39,95 Euro monatlich kosten soll und max 5 GB Transfer erlaubt sind:
http://blogorama.eisbrecher.net/2008/08/05/freenet-ade-webnwalk-allez/
Die Verbindung ist bis jetzt zuverlässig und ausreichend schnell, die falsche “Beratung” durch den Verkäufer und das Verstecken der Wahrheit im Kleingedruckten finde ich allerdings ärgerlich.
Auch ich habe das Kleingedruckte leider erst gelesen, nachdem ich den Tarif ein Tag hatte. Wie gesagt “leider”.
“Ab einem Datenvolumen von 5 GB pro Monat wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf Max. 64 kbit/s (Download) und 16 kbit/s (Upload) beschränkt.”