Jan 07 | Kalter Jahresstart für Tiefpreis-Fans: Amazon kippt Garantie für Software und DVDs |
| geschrieben von Dominik Schuster am 7. Januar 2009 |
Schlechte Nachrichten für Tiefpreis-Jäger zum neuen Jahr: Amazon bietet ab sofort keine Tiefpreisgarantie mehr für Software und DVDs an. Nur bei Spielzeugwaren, Uhren, Handtaschen (??) und ein paar anderen wenig interessanten Produktkategorien gibt es weiterhin Tiefstpreise bei Amazon. Schade. Ein Nachruf auf einen guten Service.
Innerhalb von einer Stunde wusste ich in der Regel Bescheid: Meistens dauerte es nicht länger, bis ich nach Eingabe eines günstigeren Preises für ein Produkt, das unter die Tiefpreisgarantie von Amazon fällt, einen soweit ich mich erinnere immer positiven Bescheid erhielt, dass mir der Differenzbetrag gutgeschrieben wird. So stellte ich mir eine Tiefpreisgarantie vor: Schnell in der Bearbeitung (wie machen die das? Ich glaube kaum, dass jeder eingegebene Tiefpreis auch von einem Mitarbeiter überprüft wird …), unkompliziert in der Eingabe (einfach günstigeren Preis eingeben und Shop auswählen), praktisch in der Auszahlung (der Differenzbetrag wird einfach vom Bestellbetrag der nächsten Amazon-Bestellung abgezogen).
Ich habe mit der Tiefpreisgarantie einige Euro sparen können – besonders bei DVDs hat sich das teilweise wirklich gerechnet. Und die Garantie hat mein Shopping-Verhalten geändert: Statt vorher einen Preisvergleich zu starten, habe ich häufig direkt bei Amazon bestellt und erst dann im Internet nach günstigeren Preisen recherchiert. Und ich bin nie enttäuscht worden.

Gekippt: Ab sofort gilt die Tiefpreisgarantie von Amazon nur noch auf wenige Artikel
Nur jetzt die Enttäuschung groß: Amazon kippt die Tiefpreisgarantie für DVD und Software zum Jahresstart 2009. Und damit gleichzeitig auch ein gutes Argument, bei Amazon “einfach so” einzukaufen. Natürlich war die Tiefpreisgarantie auch ein gutes Argument für mich, Amazon guten Gewissens als besonders empfehlenswerten Softwareshop anzupreisen, z.B. wenn es um Steuerprogramme für die Steuererklärung 2008 geht. Das fällt nun leider weg – und ich werde mir die Alternativen gut anschauen.
Nur ein kleiner Wehrmutstropfen ist es aus meiner Sicht, dass Amazon die Tiefpreisgarantie bei wenigen Kategorien aufrechterhält. So gibt es auch in Zukunft Spielwaren, Uhren, Produkte aus den Kategorien Sport und Baby sowie Schuhe bei Amazon zum garantiert günstigen Preis. Immerhin etwas – aber die wirklich interessanten Kategorien sind das aus meiner Sicht nicht.
Fazit: Jetzt gilt wieder, erst Preise vergleichen, dann bei Amazon einkaufen, wenn hier eine DVD oder Software zum günstigsten Preis angeboten wird. Für wen der günstige Preis nicht das allein entscheidende Kaufargument ist, fährt aus meiner Sicht auch in Zukunft gut mit einem Einkauf bei Amazon: Die Lieferung ist hier (meist) sehr schnell, die Versandkosten entfallen ab 20 Euro Bestellsumme und der Kundenservice ist hervorragend.
Infos zur Tiefpreisgarantie gibts hier bei Amazon.de.






Früher musste man auch vor dem Kauf die Preise vergleichen. Ich bin deshalb nicht so stark betroffen, dass es keine Garantie auf die niedrigsten Preise bei Amazone gibt. Denn ich denke, dass es einen ganz einfachen Grund hat, dass man so was nicht mehr macht. Es sind einfach nicht mehr die niedrigsten Preise. Das ist wohl klar. Die Krise zwingt auch Amazone die Preise angemessen anzuheben bzw. anzugleichen. Denn ansonsten machen sie Verlust. Und das will kein Unternehmen. Schade ist es allemal aber nachvollziehbar.
Also ich finde es jetzt nicht sooo schlimm, dass die Garantie weg gefallen ist. Preise vergleichen ist halt immer wieder nötig, es war früher so und jetzt ist es auch so. Allerdings muss ich sagen, ich hatte letztens erst die Erfahrung, günstig eingekauft und wochenlang auf Lieferung gewartet. Mails kamen nur, wenn es darum ging, Vorkasse zu leisten, auf Anfragen bezüglich Liefertermin gar nichts. Dann gebe ich ehrlich lieber ein paar Euro mehr aus und kann mich auf pünktliche Lieferung und 1A Service verlassen.