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Nov 19

Kreditkartenaustausch: Wie sicher ist meine ING-DiBa VISA Kreditkarte? – Tipps, Links, Alternativen

geschrieben von Dominik Schuster am 19. November 2009   01:05 UhrKommentare

Egal ob Lufhansa Kreditkarte, Postbank Kreditkarten oder Sparkassen Kreditkarten: Voraussichtlich mehr als 100.000 Kreditkarten müssen in Deutschland umgetauscht werden, weil Mastercard und Visa offenbar Kartendaten gestohlen wurden. Besonders betroffen von dem Kreditkartenbetrug: Kreditkartenbesitzer, die in letzter Zeit in Spanien waren. Ich bin gespannt, ob ich auch angeschrieben werde, weil ich mit meiner VISA-Karte der ING-DiBa auch im Sommer in Spanien bezahlt habe. Mir gibt der Kreditkarten-Betrug jedenfalls zu denken und ich überlege mir eine Prepaid-Kreditkarte zuzulegen. Eine Absicherung gegen Kreditkartenbetrug? Mein Testbericht.

Inzwischen gibt es bei vielen kostenlosen Girokonten auch eine kostenlose Kreditkarte dazu, z.B. beim kostenlosen Girokonto der ING-DiBa und der DKB-Bank. Besonderer Vorteil: Mit den VISA-Karten kann man nicht nur europaweit (ING-DiBa) bzw. sogar weltweit (DKB) kostenlos an vielen Millionen Akzeptanzstellen bezahlen, sondern auch an allen Geldautomaten kostenlos Geld abheben. So sagt es zumindest die Werbung – in Wirklichkeit verweigern zahlreiche Banken in Deutschland eine Auszahlung mit der VISA Karte von DKB und der VISA-Karte von ING-DiBa, weil viele Filial-Banken etwas dagegen haben, ein Geldautomaten-Netz zur Verfügung zu stellen, dass die Internet-Banken nicht bieten können.

Aber: An den meisten Geldautomaten funktionieren die kostenlosen VISA-Karten der gratis Bankkonten. Ich selber habe mit meiner ING-DiBa Visa-Karte jedenfalls selten Probleme. Und wenn doch kann ich auf jeden Fall meine ING-DiBa EC-Karte zum Geldabheben einsetzen – wenn das dann auch Gebühren kostet.

Neben den Vorteilen meiner kostenlosen ING-DiBa VISA-Karte gibt mir jetzt aber der aktuelle Kreditkartenbetrug zu denken. Ich war im Sommer auf Mallorca und habe dort auch öfters mit meiner VISA-Karte bezahlt. Nun scheinen dem VISA-Unternehmen offenbar viele Kreditkarten-Daten “abhanden” gekommen zu sein – und das Leck wird ausgerechnet in Spanien vermutet. Für mich bedeutet das: Ich muss jetzt genau meinen Kontoauszug durchschauen, auf dem auch die VISA-Umsätze aufgeführt werden (bei ING-DiBa, DKB und Co. gibt es keine extra Kreditkartenabrechnung, sondern die VISA-Zahlungsvorgänge werden direkt übers Konto abgewickelt). Bisher habe ich noch keine Unregelmäßigkeit entdeckt. Zum Glück. Es wäre nicht das erste Mal.

Kreditkartenbetrug: Das gab es doch schon mal …
Vor einiger Zeit (lange bevor man von dem Kreditkartenbetrug erfahren hatte) war mir schon mal eine Unregelmäßigkeit bei meiner Kontoabrechnung aufgefallen: Ein Geschäft, in dem ich mit meiner ING-DiBa VISA-Karte gezahlt hatte, hatte mir den Betrag zweimal abgebucht. Ich habe mich sofort an die ING-DiBa zur Beanstandung des Kreditkartenumsatzes gewandt. Man hat mir ein Formular zugeschickt, das ich ausgefüllt an die ING-DiBa zurückgesandt habe. Am 06.10.2009 wurde mir der Eingang des Formulars zur Beanstandung des Kreditkartenumsatzes bestätigt. Innerhalb von 6 bis 8 Wochen sollte ich von VISA eine Nachricht bekommen. Bisher ist noch nichts gekommen (wird sind ja noch innerhalb der Frist) – aber es ist schon eine sehr lange Zeit, die der Dienstleister braucht, um mir einen fehlerhaften Umsatz wieder gutzuschreiben. Wenn in Folge des Kreditkartenbetrugs bald möglicherweise sehr viele Beanstandungen einlaufen, wird sich die Frist zur Bearbeitung sicherlich weiter verlängern.

Meine Meinung: Die Vorteile einer Kreditkarte, die direkt an ein Girokonto gekoppelt ist, liegen auf der Hand: Man hat alle Umsätze auf einen Blick (und kommt nicht so leicht in Versuchung Schulden aufzubauen), bekommt teilweise sogar noch einen Extra Rabatt wie bei der ING-DiBa Visakarte (50 cent Bonus pro Einkauf über 50 Euro) und kann auch noch kostenlos mit der VISA-Karte Geld abheben kann. Wenn die Kreditkarte allerdings verloren geht und man betrügerische Umsätze zurückfordern möchte, wird es aber schwierig: Es dauert lange bis man das Geld wieder bekommt – schlecht, wenn man viel Geld auf dem Girokonto hatte, von dem abgerechnet wurde. Zusätzlich kann die Bank übrigens seit Oktober 2009 bei Kreditkartenverlust oder EC-Kartenverlust bis zu 150 Euro Beteiligung an Umsätzen fordern.

Allerdings gibt es inzwischen eine Alternative zu klassischen Kreditkarten und kostenlosen Kreditkarten, die direkt mit einem Girokonto verbunden sind: Prepaid-Kreditkarten. Gegen eine jährliche Gebühr erhält man z.B. bei Mediuscard.de eine Mastercard-Kreditkarte mit echter Hochprägung – eine echte Kreditkarte ohne Schufa-Auskunft. Der Clou: Um mit der Kreditkarte zahlen zu können, muss man Guthaben aufladen (z.B. per Banküberweisung) – nur dann funktioniert die Karte. Vorteil: Wenn die Kreditkarte verloren geht, ist das “Ausfallrisiko” gering und sofort sichtbar. Ganz günstig ist die Mediuscard Kreditkarte allerdings nicht: Sie kostet knapp 40 Euro pro Jahr. Gebühren fallen z.B. fürs Geldabeben an Geldautomaten an. Eine Partnerkarte ist günstiger zu haben. In Kürze gibts auf Dontox.de einen Mediuscard Testbericht. Infos zum Thema “kostenlose Kreditkarten” gibt es auch auf Bankkonto-Kostenlos.de.

Hilfreiche Links rund um den Kreditkartenaustausch
Tagesschau: Fragen und Antworten zum Kreditkartenaustausch
RP-Online.de: Tipps zum Kreditkartenaustausch
Wiwo.de: Fragen und Antworten zum Kreditkartenaustausch


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Ein Kommentar zu “Kreditkartenaustausch: Wie sicher ist meine ING-DiBa VISA Kreditkarte? – Tipps, Links, Alternativen”

  1. Peter

    Da kann ich absolut nur zustimmen!



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