Okt 09 | Mein Amazon Kindle Test: Neuer Star unter den Ebook Readern? – Erfahrungen |
| geschrieben von Dominik Schuster am 9. Oktober 2009 |
Ich habe mir gerade den Amazon Kindle bestellt. Kindle? Das ist ein Ebook Reader (also: ein Lesegerät für Ebooks) aus dem Hause Amazon, das seit einiger Zeit in Amerika Furore macht. Im Juni 2009 sah es noch so aus, als würde der Ebookreader den Sprung über den Atlantik nicht schaffen – und jetzt ist doch alles ganz anders: Wenige Tage vor der Frankfurter Buchmesse verkündete Amazon, dass der Amazon Kindle ab 19. Oktober international ausgeliefert wird. Beginnt jetzt die weltweite Ebook Reader Revolution? Abwarten … Mein Amazon Kindle Testbericht.
Ein großer Markt entsteht: Analysten gehen in den nächsten Jahren von einer starken Entwicklung des Marktes des digitalen Lesens aus. Der Ebook Markt boomt – und inzwischen gibt es auch von vielen, vielen Herstellern Ebook Lesegeräte. Alle wollen mitverdienen, wenn das Lesen digital wird. Nicht nur große Firmen wie Sony oder Samsung haben inzwischen ihre eBook Reader auf den Markt gebracht, auch neue Firmen wie Textr oder Irex haben inzwischen eigene Ebook Lesegeräte herausgebracht. Inzwischen ist es richtig schwer, noch den Überblick zu bewahren.
Vor einiger Zeit habe ich mir bereits einen Sony Ebookreader zugelegt, den ich zusammen mit zwei anderen Studenten auch für unser Portal www.ebook-on-tour.de getestet habe. Der Sony PRS 505 war einer der ersten Ebook Lesegeräte auf dem deutschen Markt – und kam in unseren Testberichten auch nicht immer gut weg: Die Darstellung von PDFs und Word-Dokumenten war noch mangelhaft, der Touchscreen fehlte, das Design: recht klobig und schwerfällig.
Und jetzt das hier:

Die bereits zweite Version des Amazon Kindles, die am 19. Oktober auch in Deutschland ausgeliefert wird und – davon gehe ich aus – richtig Schwung in den Ebook Reader Markt in Deutschland bringen wird. Der Preis ist heiß: 279 Dollar kostet das Teil und ist damit in etwa auf gleichem Niveau mit dem neuen Sony Ebookreader PRS 600, der jetzt auch in Deutschland für 299 Euro erscheint. Ärgerlich ist, dass ich bei der Bestellung bei Amazon aber noch zusätzlich 20 Dollar für die Lieferung bezahlen muss sowie 57 Dollar Import-Gebühren.
Besonders aber die Funktionen gefallen mit beim Amazon Kindle so gut, dass es mir den Preis wert ist. Außerdem sieht der Amazon Kindle auf den ersten Blick wirklich stylisch aus und ist so dünn wie ein Bleistift (nur etwas schwerer natürlich …). Besonders gut: Die lange Akkulaufzeit von bis zu 4 Tagen (ja, bei Ebook Readern rechnet man in Tagen, nicht mehr wie bei Notebooks in Stunden), das enorme Fassungsvermögen von bis zu 1.500 Ebooks und vor allem die besonders praktische Handhabung, die Amazon verspricht. Amazon hat nämlich eine Kooperation mit Handynetzbetreibern geschlossen, die das einfache Befüllen des Amazon Kindle mit neuer digitaler Kost ermöglichen soll. In weniger als 60 Sek. sollen neue eBook direkt aus dem Amazon Shop auf den Ebook Reader geladen werden können. Eine tolle Sache, die den Amazon Kindle auch von anderen Ebook Lesegeräten unterscheidet, in denen bisher zumeist eine USB-Verbindung nötig war.
Na, ich bin ja sehr gespannt auf den Amazon Kindle und werde in meinem Amazon Kindle Test berichten, wie ich mit dem Teil zurecht komme, sobald ich es erhalten habe. Zunächst werde ich mir allerdings nur englische Titel ansehen, nein: lesen können, da der Amazon vorerst nur englische Titel anbietet. Abgesehen von der FAZ, die es bereits im Kindle Format zu bestellen gibt.
Erste Kritikpunkte am Amazon Kindle kann ich schon vor meinem großen Amazon Kindle Testbericht formulieren: Ich finde es ärgerlich, dass Amazon bisher beim Kindle auf ein Format setzt, das andere Ebook Reader nicht unterstützen. Die meisten Ebook Reader verwenden das offene Epub Format – Amazon geht einen Sonderweg und erlaubt (neben PDF und DOC) vorerst nur das Lesen von Dateien im hauseigenen Amazon Format. Das ist ärgerlich. Wenn es auch bisher interessanterweise so ist, dass die Preise für Ebooks im Kindle Ebook-Format günstiger sind als Ebooks im Epub Format. So kostet z.B. der neue Bestseller von Dan Brown “The lost symbol” im Amazon Shop 9,99 Dollar – die Ebooks im Epub Format, die ich z.B. im Ebook Online-Shop von Hugendubel bestellen kann, sind wesentlich teurer, weil es in Deutschland einen Buchbindungspreis auch für Ebooks gibt. Einen ausführlichen Blogartikel zum Thema Ebook-Preis finden Sie u.a. auch hier bei Ebook-on-Tour.de.
Ansonsten bin ich mal gespannt, was bei meinem Amazon Kindle Test herauskommt. Bestellen kann man den Amazon Kindle vorerst übrigens nur über den englischen Amazon Shop unter Verwendung von Kreditkarte als Zahlungsmethode. Wer noch etwas wartet, kann voraussichtlich ab Dezember auch die größere Version des Amazon Kindle, den Amazon Kindle DX, bei Amazon bestellen.
Ausführliche Informationen zum Thema Ebook Reader sowie Testberichte zu vielen Ebook Lesegeräten gibt es u.a. auf der Internetseite Ebookreader-Vergleich.de, die eine gute Einstiegshilfe in den spannenden, aber auch unübersichtlichen Markt der E-Reader bietet. Besonders hilfreich ist auch das Ebook Reader Lexikon, das wichtige Begriffe rund um Ebook Reader erklärt.
Erwartungsgemäß gibt es im Internet bereits viele Erfahrungsberichte und Blog-Nachrichten rund um den Amazon Kindle, z.B. hier:
Literaturwelt.de
Lesen.net
Techfieber.de
Basicthinking





