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Mai 20

Smava.de: Erste Privatkredit-Geldanlage erfolgreich – und jetzt zurück zum Tagesgeld? – Testbericht und Erfahrungen

geschrieben von Dominik Schuster am 20. Mai 2010   13:56 UhrKommentare

“Vertragskündigung eines Kreditnehmers” – so lautete der Betreff einer eMail, die ich kürzlich von der Privatkredit-Plattform Smava.de erhielt. Kündigung hört sich immer nach keiner guten Neuigkeit an, nicht so in diesem Fall: Das Smava-Mitglied “Flocke”, deren Kreditprojekt “Meine beiden Enkelkinder” ich seit Oktober 2007 mitfinanzierte, hatte den Kreditvertrag bei Smava vorzeitig gekündigt und den Restbetrag komplett an Smava überwiesen. So kann ich nun auf mein erstes erfolgreich finanziertes Kreditprojekt bei Smava zurückblicken. Zeit für einen weiteren Erfahrungsbericht zu Smava und eine Selbst-Reflexion, ob ich nochmal mein Geld hier anlegen würde … Teil 12 meiner Smava-Erfahrungsberichte.

Ein Teil des neuen Kinderzimmers von Flocke stammt nun aus meinem Geldbeutel: 250 Euro hatte ich im Oktober 2007 in das insgesamt 3.500 Euro schwere Kreditprojekt des Smava Mitglieds investiert. Im Dezember 2007 konnte ich mich dann über das Eintreffen der ersten Rate auf meinem Konto freuen und seitdem regelmäßig über neue Raten, die meinem Girokonto gutgeschrieben wurden. Insgesamt war das Kreditprojekt auf 36 Monate angelegt – durch die frühzeitige Rückzahlung ist das Kreditprojekt allerdings jetzt schon beendet worden (bei Smava.de ist eine vorzeitige Rückzahlung in Form einer Sondertilgung jederzeit kostenlos möglich). Der Restbetrag wurde meinem Konto bereits gutgeschrieben:

Smava hat alles richtig gemacht
Wie sind nun meine Smava.de Erfahrungen zu bewerten, die ich durch mein erstes Kreditprojekt bei der Privatkredit-Plattform gemacht habe? Das für mich wichtigste hat schon mal funktioniert: Ich habe den von mir ursprünglich investierten Betrag vollständig zurückerhalten. Die Abwicklung von Seiten Smavas hat einwandfrei funktioniert: Die Raten trafen immer pünktlich ein, bei Neuerungen zum Kreditvertrag (wie z.B. nun der Kündigung des Vertrags von Seiten des Kreditnehmers) wurde ich umgehend informiert, auch die für meine Einkommenssteuererklärung wichtige Steuerinformation wurde mir zeitig per Post zugesandt. Besonders geschätzt habe ich die umfangreichen Statistiken und Daten, die mir im Benutzerbereich von Smava zur Verfügung gestellt wurden: Hier konnte ich immer mitverfolgen, wie der Stand der Rückzahlungen ist, welche Raten ich noch zu erwarten habe, wie sich der Zins entwickelt.

Insgesamt sieht die Statistik meiner ersten Smava-Geldanlage so aus:

Hat sich die Geldanlage gelohnt?
Über Smava.de kann ich mich also nach Abschluss meines ersten Kreditprojekts wirklich nicht beschweren. Nicht ganz zufrieden bin ich allerdings mit dem Zinssatz, den ich für meine Anlage erhalten habe. “Flocke” hatte ihr Kreditprojekt mit einem Zinssatz von 9% ausgelobt. Insgesamt kam dann bei mir für meine Einlage in Höhe von 250 Euro ein Zinsbetrag von 25,69 Euro heraus, das entspricht einer Verzinsung von 6,3 % p.a.. Die Differenz ergibt sich daraus, dass ich 10,42 Euro in den Sicherungs-Pool der Anlagegruppe “Schufa E”, zu der auch Flocke gehört, zahlen musste und damit ausgefallene Kredite dieser Gruppe nach dem gemeinschaftlichen Absicherungs-Prinzip von Smava mitzahlen musste. Laut den Statistiken von Smava betrug die Zahlungsquote im “Pool E” in den letzten 36 Monaten insgesamt 95,1 %.

Die Verzinsung von 6,3% p.a. ist natürlich immer noch sehr gut – zumindest verglichen mit der aktuellen Verzinsung, die es auf Tagesgeld und Festgeld gibt. Zu Beginn des Kreditprojekts im Oktober 2007 war allerdings das Zinsniveau noch besser und es gab noch mehrere Tagesgeld-Banken mit 4% und mehr Zinsen. Auch beim Festgeld gab es damals noch Angebote mit 3% bis 4% Zinsen. Insgesamt habe ich also mit dem Kreditprojekt bei Smava.de eine bessere Rendite erzielt als wenn ich damals das Geld in Tagesgeld- oder Festgeldkonten gesteckt hätte – allerdings hatte ich bei Smava auch das Risiko eines zumindest teilweisen Geldverlustes, wenn meine Kreditnehmerin ihre Raten nicht vollständig gezahlt hätte. Ob es mir das Risiko wirklich wert ist?

Nochmal zu Smava?
Insgesamt würde ich glaube ich wieder Geld bei Smava.de anlegen, wenn ich nochmal Geld für die Finanzierung eines Privatkredits übrighabe. Ein Wechsel zur Privatkredit-Konkurrenz (z.B. Auxmoney.de) scheint mir nicht sinnvoll – und gerade in der aktuellen Zinssituation kann sich eine Anlage bei Smava vielleicht wirklich wieder lohnen: Derzeit gibt es für Geldanlagen bei Smava laut Marktplatstatistiken zwischen 2,3 % und 5 % Rendite – mehr als aktuelle Tagesgeldangebote bieten. Mit einrechnen muss man allerdings auch die Gebühren, die für eine Geldanlage bei Smava anfallen und die es bei Tagesgeldkonten nicht gibt: Nach der Neuregelung der Gebührenstruktur vor ein paar Tagen kostet es 1,35% vom investierten Betrag, wenn ich Geld bei Smava.de anlege (bisher waren es pauschal 4 Euro pro Anlage). Allerdings wird dieser Betrag zu 50% zurückerstattet, wenn der Kredit vom Kreditnehmer innerhalb von 6 Monaten gekündigt wird, was nicht selten passiert. Trotzdem sollte man auch diese Gebühr berücksichtigen, wenn man sich überlegt, Geld bei Smava anzulegen.

Wer es dennoch versuchen möchte, kann sich unter Smava.de kostenlos anmelden. Voraussetzung für die Teilnahme ist das Mindestalter 18 Jahre sowie Bankkonto und Wohnsitz in Deutschland. Bei der Auswahl passender Kreditprojekte kann der Anlage-Assitent helfen. Meine weiteren Testberichte und Erfahrungsberichte zu Smava finden Sie hier gesammelt bei Dontox.de.

Smava.de Vorschau:


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