Meine Simyo Erfahrungen: Drei Monate Höhen und Tiefen im Kostenstopp Handytarif

Drei Monate nach dem Wechsel meines privaten Handytarifs von O2o in den Simyo Kostenstopp Handytarif ist Zeit für ein erstes Fazit zu meinem Netz- und Tarifwechsel. Meine Handykosten sind mit dem Wechsel tatsächlich gesunken – warum mich der Simyo Handytarif trotzdem nur teilweise überzeugt, lesen Sie hier in meinem Simyo Erfahrungsbericht.

Im Oktober 2010 gabs ihn auch bei Simyo: Den erstmal im O2-Handytarif O2o integrierten Kostenschutz, der die monatlichen Handykosten besser kontrollierbar machen sollte. Der e-Plus Discounter Simyo nannte die Funktion “Kostenstopp” und deckelte ab sofort für Neu- und Bestandskunden die Kosten für SMS, Telefonie und mobile Daten bei 39 Euro.

Als Tarifrevolution empfand ich das Ganze damals zwar nicht (war ja nichts wirklich Neues), aber der niedriger angesetzte Kostenstopp, die günstigeren Telefonie- und SMS-Preise und der in den Kostenstopp integrierte mobile Datenverkehr veranlassten mich doch Anfang des Jahres 2011 zu einem Handytarif-Wechsel. Im Februar 2011 informierte ich meine Kontakte über meinen Wechsel von O2 zu Simyo – und hoffte darauf, mit meinem neuen Handytarif gutes Geld zu sparen.


Tarifrevolution? Mitnichten – aber Sparpotenzial vorhanden: Simyo Kostenstopp Werbung

Drei Monate nach dem Wechsel: Weniger gezahlt!
Jetzt – drei Monate nach meinem Wechsel – bin ich schlauer und kann anhand meiner Simyo Erfahrungen einschätzen, ob sich der Wechsel von O2 zu Simyo wirklich gelohnt hat. Eindeutig fällt mein Urteil dabei nicht aus: Positiv ist, dass ich durch meinen Wechsel zu Simyo tatsächlich Geld sparen konnte. Bei O2o zahlte ich deutlich höhere Minutenpreise – und auch der Kostenairbag griff später.

Um die Kosten für meine mobile Daten im Griff zu halten, hatte ich bei O2o außerdem eine kleine Datenflatrate mit monatlicher Pauschale bestellt, die dank des in den Kostenschutz integrierten Datenverkehrs nun bei Simyo wegfiel (aber Achtung Smartphone-Nutzer: Mit Erreichen des Simyo Kostenstopps wird die Bandbreite des mobilen Internets gedrosselt, wenn man keine Simyo Datenflatrate bucht – das kann sehr lästig sein. Infos dazu auch hier bei Kostenschutz-Tarife.de). Die Kostenersparnis fiel mir schnell auch dadurch auf, dass ich nun – anders als bei O2o – nicht mehr nahezu jeden Monat den Kostenschutz aktivieren lassen musste.

Besonders günstig kam ich mit Simyo auch im Ausland weg – besonders auf einer längeren Israel-Reise konnte ich durch die sehr günstigen Datenpreise von Simyo im Ausland einiges Geld sparen.

Geld gespart: Ja!
Einen Vorteil hat mein Wechsel zu Simyo also auf jeden Fall gebracht: Ich zahle weniger für meine mobile Kommunikation mit dem Handy. Positive Erfahrungen habe ich daneben auch mit dem Kundenservice gemacht – auf eine Anfrage bzgl. der Integration von Gutschein-Codes wurde zügig per eMail geantwortet und mein Anliegen konnte schnell geklärt werden. Auch mit dem telefonischen Kundenservice bin ich zufrieden. O2 war da bestimmt nicht besser (und ab Mai bezahlt man hier ja sogar für den telefonischen Kundenservice Geld – bei Simyo bleibts kostenlos).

Besser als bei O2 gefällt mir der persönliche Benutzerbereich auf der Simyo Internetseite: Hier bekommt man eine sehr gute Übersicht über die angefallenen Kosten inkl. nur wenige Tage verzögertem Einzelverbindungsnachweis und kann auch bequem die Zusatzoptionen wie SMS-Flatrate oder Datenpakete dazu bestellen bzw. kündigen. Sehr schön gelungen und sehr übersichtlich.

Simyo Nachteil: Das mobile Internet
Trotz meiner positiven Simyo Erfahrungen gibt es auch Schattenseiten und Simyo Nachteile, die ich feststellen musste und die mich auch teilweise sehr verärgerten. Besonders die in Großstädten deutlich schlechtere UMTS/HSDPA Verfügbarkeit macht mir oft zu schaffen: Im Netz von O2 konnte ich hier in München und in anderen Großstädten deutlich schneller auf das mobile Internet zugreifen. Zwar rühmt sich e-Plus, deren Netz Simyo ja nutzt, inzwischen auch einer guten UMTS- bzw. HSDPA Verfügbarkeit – aber anscheinend sind die Kapazitäten immer noch sehr eingeschränkt, wie man auch in zahlreichen anderen e-Plus Erfahrungsberichten lesen kann. So habe ich es jedenfalls erfahren. Jedenfalls war mein Zugriff aufs mobile Internet in der Großstadt deutlich schlechter als bei O2 – teilweise konnte ich auch gar nicht auf das mobile Internet zugreifen – und in ländlichen Gegenden gab es nur selten UMTS-Verfügbarkeit. Besonders krass war der Unterschied zu meiner Vodafone Datenflatrate, mit der ich an den meisten Orten Zugriff aufs schnelle Internet hatte.

Besser als erwartet war dagegen die Verfügbarkeit des “normalen” Handynetzes von e-Plus in meinem Simyo Handytarif. Entgegen anderslautender e-Plus Netz Erfahrungsberichte hatte ich auch in ländlichen Gegenden immer ganz guten Empfang, wenn auch meist ohne UMTS. Schlechter als O2 schneidet Simyo hier auf jeden Fall nicht ab.

Und noch ein Simyo Nachteil, der mir aufgefallen ist: Gleich mehrmals kamen SMS, die ich gesendet hatte, nicht oder nur mit sehr langer Verzögerung beim Gegenüber an. Bei O2 hatte ich damit nie Probleme. Freilich kann es sich um Einzelfälle handeln – aber das Problem kam doch ein paar Mal zu oft vor. Auch über eingegangene Anrufe wurde ich manchmal nicht auf meinem Handydisplay informiert. Auch das: Ärgerlich – und Probleme, die ich von O2 nicht kannte.

Meine Simyo Beurteilung:
Nach einiger Überlegung habe ich mich entschieden, doch bei Simyo zu bleiben. Zwar bin ich nicht in allen Punkten mit der Qualität einverstanden, aber der Tarif und die günstigen Tarifoptionen überwiegen doch die Simyo Nachteile. Simyo ist aus meiner Sicht ein besonders günstiger und attraktiver Handytarif sowohl für Wenig- als auch für Vielnutzer, die zahlreiche Telefonate führen und SMS versenden. Der Kostenstopp ist eine sehr gute Ergänzung, die tatsächlich hilft die Handykosten besser unter Kontrolle zu halten. Wer besonders intensiv das mobile Internet nutzen möchte, sollte aus meiner Sicht aber derzeit eher noch einen anderen Anbieter mit D-Netz (T-Mobile / Vodafone) wählen: E-Plus kann da einfach noch nicht mithalten.

Alternativen zu Simyo finden Sie z.B. hier bei Kostenschutz-Tarife.de im Kostenschutz Handytarife Tarifvergleich. Preis-Leistungs-Sieger ist hier derzeit der im O2-Netz funkende Drillisch-Ableger DeutschlandSIM mit einem Kostenstopp bei 35 Euro für Telefonie, SMS und Daten. Details im DeutschlandSIM Testbericht.

5 Kommentare to “Meine Simyo Erfahrungen: Drei Monate Höhen und Tiefen im Kostenstopp Handytarif”

  1. Birgit

    07.07.2011

    Hallo, bin seit paar Monaten Simyo Kunde und muss sagen, dass mit dem Kostenstopp stimmt so leider nicht.

    Der Kostenstopp-Monat stimmt nicht mit dem kalendarischen Monat überein. Heißt die 39 EUR gelten nur den Kostenstopp-Monat, der bei mir immer bis zum 23.ten jeden Monats läuft. Ich zahle also z.b. vom 1. bis 23. Juni maximal 39 EUR. Die restlichen Juni-Tage werden aber normal berechnet, kommen also auf die 39 EUR oben drauf.

    Habe beim Service angerufen und mich beschwert, dort wurde mir meine 50 EUR-Rechnung so erklärt. Auf die Frage, ob ich also auch eine 100 EUR Rechnung bekommen kann, wurde dies bestätigt. Wenn man also Simyo die Tage nach dem Ende des Kostenstopp-Monats intensiv nutzt, kommen noch die Kosten dazu.

    Ich bin ziemlich enttäuscht und finde auch, dass es nicht ok ist, dass Simyo so klar damit wirbt, dass man maximal 39 EUR im Monat zahlt, unabhängig vom Verbrauch. In der Werbung ist auch nirgends die Unterscheidung zwischen Kalendermonat und Kostenstoppmonat. Ist schon bisschen Betrug meiner Meinung nach. Werde meine Konsequenzen ziehen und zu einem anderen Anbieter wechseln.

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    • D. Schuster (Dontox.de)

      07.07.2011

      @Birgit

      Der Kostenstopp-Monat ist tatsächlich nicht gleich dem Kalendermonat, das ist richtig. ABER: Der Kostenstopp-Monat gilt trotzdem für 30 Tage, ich habe gerade extra nochmal in meinen Simyo Verbindungsstatistiken nachgeschaut. Bei mir z.B. geht der Kostenstopp-Monat jetzt vom 21.06. bis 20.07.11. In diesem Zeitraum sind die Gebühren für innerdeutsche Telefonate, SMS und Daten mit 39 Euro gedeckelt. Bitte nochmal in den Simyo Statistiken nachschauen – und dann den Wechsel nochmal überdenken … DS

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  2. ChristianHJW

    01.08.2011

    Der Tarif ist in der Tat sehr verwirrend, SIMYO ist gut beraten die beiden Zeiträume, also den der Abrechung für den Kostenstopp und das Kalendermonat, sehr schnell zu synchronisieren, auf die eine oder andere Weise.

    Es ist aber schon echt erstaunlich, dass die Leute so große Schwierigkeiten damit haben zu verstehen warum es trotz SIMYO Kostenairbag sein kann dass man in einem Monat mal mehr als 39,- Euro bezahlen muss …. MMS, Sonderrufnummern und Auslandsgespräche mal ausgenommen.

    Natürlich muss es dann so sein, dass man im nächsten Monat weniger bezahlt, geht ja gar nicht anders. Übers Jahr gemittelt kommt man so auf die versprochenen 39,- Euro je Monat, einmal liegt es darüber, einmal darunter. Ist das so schwer nachvollziehbar ?

    Christian

    P.S. Habe für meine Frau und meinen Sohne den Kostenstopp exakt zum ersten des Monats aktiviert, durch Wechsel aus einem alten Tarif, das ist natürlich die beste Lösung ;-) ….

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  3. Fritz

    22.09.2011

    @christian, du wirst noch dein blaues wunder erleben :D der kostenstoppmonat geht genau 30 tage, ein abrechnungsmonat geht zwischen 28-31 tage… irgendwann wird sich kostenstopp und abrechnungsmonat verschieben. du hast einfach keine kontrolle. lass es doch einfach. es gibt bessere anbieter.

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  4. Marija

    21.05.2012

    Da sich leider niemand wirklich verantwortlich fühlt, würde ich diesen Fall hier gerne publik machen:
    Ich wollte von O2 zu simyo wechseln. Bei o2 habe ich eine Prepaid Karte gehabt, bei simyo einen Vertrag abgeschlossen.
    Am 16.05.2012 wurde daher meine Simkarte bei o2 deaktiviert.
    Bei “Mein simyo” steht: “Zwischen simyo und Ihrem alten Anbieter wurde als Portierungstermin der 16.05.2012 festgelegt.” und weiter “In der Nacht vom 15.05.2012. auf den 16.05.2012 wird die Portierung durchgeführt und die SIM-Karte Ihres alten Anbieters wird deaktiviert. Kurz danach wird Ihre simyo SIM-Karte aktiviert und Sie können diese mit Ihrem Handy verwenden.” Und auch mitgeteilt :”Portierungzeit kann sich um max.6 !!!! Stunden verlängern !!!! ” Wie bitte? 6 Stunden ? Es sind schon 6 Tage !!!!
    Fakt ist das ich nun erstmal von 16.05.2012 bis heute 21.05.2012 über keine funktionierende SIM-Karte verfüge und Anrufer die Meldung bekommen, meine Rufnummer würde nicht mehr existieren.
    Fazit:
    Der Rufnummernportierungsprozess von simyo weißt gravierende Fehler auf. simyo’s Kundenservice scheint sich dafür nicht zu interessieren.

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