Immobilien Crowdinvesting Map 2017: Hier lohnt es sich gerade in Immobilien zu investieren


Mit wenig Geld vom Immobilienboom profitieren: Genau das versprechen Immobilien Crowdinvesting Plattformen. Für die eigene Immobilie hat nämlich längt nicht jeder das nötige Kleingeld. Beim Crowdfunding für Immobilien investieren daher mehrere Kleinanleger relativ geringe Beträge in ein Projekt und teilen sich die Rendite. Neue Plattformen für Schwarmfinanzierungen schießen jetzt wie Pilze aus dem Boden – ein Vergleich lohnt sich, bevor man Geld investiert. Wir zeigen die besten Crowdinvesting Plattformen und stellen die Projekte und Renditechancen vor.

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11.07.2017
Neu und exklusiv bei Dontox: Eine Landkarte mit den aktuellen Immobilie-Projekten der Crowdfunder in Deutschland, Österreich und dem europäischen Ausland. Die Karte wird laufend ergänzt und umfasst die wichtigsten Informationen wie Rendite, Laufzeit und Mindestinvestition.
Neu aufgenommen in unseren Vergleich der Immobilien-Crowdfunding-Plattformen haben wir außerdem Engel & Völkers Capital.

Inhaltsverzeichnis des Berichtes über Immobilien-Crowdfunding
I. Kickstarter für Immobilien
II. Landkarte mit aktuellen Immobilien-Projekten
III. Crowdfunding-Immobilienplattformen im Vergleich
IV. Die Vorteile des Immobilien Crowdinvesting
V. Die Risiken und Nachteile bei crowdfinanzierten Immobilien

I. Kickstarter für Immobilien

Seit einigen Jahren ist die schwarmbasierte Projektfinanzierung nicht mehr aus dem Internet wegzudenken. Musik, Filme, Videospiele oder wohltätige Zwecke werden durch die Crowd finanziert. Das heißt, jemand stellt seine Idee auf einer Online-Plattform vor und nennt den benötigten Betrag für die Umsetzung. Unterstützer können dann das Wunschprojekt mit einem bestimmten Betrag fördern und erhalten eine Gegenleistung. Vorreiter in der Branche ist Kickstarter, eine Plattform, die auch in Deutschland sehr erfolgreich ist. Und es werden nicht nur Freizeitprojekte finanziert, inzwischen haben auch schon einige Startups auf diesem Weg ins Geschäft gefunden.

Crowdfunding-Studie

Update 03.06.2017:
Das Berliner Crowdfunding-Startup iFunded hat beim Institut für Demoskopie Allensbach eine Studie über Bekanntheit und Akzeptanz von Crowdfunding in Deutschland in Auftrag gegeben. Ergebnis der Studie ist, dass 45% schon mal von Crowdfunding gehört haben, 17% sich mit dem Crowdinvesting für Immobilien auskennen und 30% der über tausend Befragten sich sogar vorstellen können, selbst zu investieren. In der Branche steckt also noch viel Potential!

Herunterladen kann man die Crowdfunding-Studie hier auf der Seite der Immobilien-Plattform, indem man sich für den kostenlosen Newsletter anmeldet.

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iFunded Immobilien Crowdfunding

II. Landkarte mit aktuellen Immobilien-Projekten

Bei den immer zahlreicher werdenden Plattformen für die Investition in Immobilien-Projekte kann man schnell den Überblick darüber verlieren, wer gerade was und wo anbietet. Deswegen hat unsere Redaktion eine eigene Landkarte erstellt, in der alle laufenden Projekte der verschiedenen Anbieter in der Finanzierungs-Phase verzeichnet werden. Die wichtigsten Informationen wie die Verzinsung, Mindestinvestition und Laufzeit finden Sie dort per Klick auf das Projekt.

Zur einfacheren Orientierung haben wir die erwartete jährliche Rendite durch Marker in verschiedenen Farben dargestellt. 7% p.a. und mehr sind grün dargestellt, 6-6,9% p.a. gelb, 5-5,9% p.a. orange, weniger als 5% p.a. rot.

Besonders interessant ist die Landkarte auch für diejenigen, die regional investieren wollen. Bei Bauprojekten und Sanierungen bietet sich an, dass man sich einfacher selbst ein Bild über den Fortschritt des Projekts machen kann. Gerade dieser Punkt spricht dafür, Geld vor Ort anzulegen.

Neben Projekten in Deutschland haben wir außerdem Projekte in Österreich in die Karte integriert

III. Crowdfunding-Immobilienplattformen im Vergleich

Inzwischen gibt es einige Plattformen zur Crowdfinanzierung von Immobilien, deren Vergleich vor der Investition auf jeden Fall lohnt. Meiner Einschätz nach ist die Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Projekte ein besonders guter Bewertungsmaßstab – je mehr, desto sicherer die Plattform. Unser Testsieger ist Bergfürst.

Name: Minimaleinlage Zins: Online seit: Besonderheiten:
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Bergfuerst
10 Euro 5 bis 7% p.a. 2012 (Immobilien seit 2014) – Halbjährliche Zinsen
– Transparente Kommunikation
– Oft mehrmalige Zinsgutschriften im Jahr
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Engel & Völkers Capital
100 Euro 6,5% p.a. 2017 – Weltweites Netzwerk der Engel & Völkers AG
– Finanzierungsgarantie
– quartalsweise Zinszahlung
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Exporo
500 Euro 5 bis 6% p.a. 2014 – Bereits viele erfolgreich abgeschlossene Projekte
– Garantierte Projektfinanzierung
– Verwaltung durch SECUPAY AG
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iFunded
500 Euro 5% p.a. 2016 – Kurze Laufzeiten von 12 bis 48 Monaten
– Zinsauszahlung häufig mehrmals im Jahr
– Zusätzliche Sicherheiten bei manchen Projekten
reacapital
ReaCapital
250 Euro 5,5 bis 6,5% p.a. 2016 – Besicherung durch eine erstrangige Grundschuld
– Gute Verzinsung

Zinsbaustein
500 Euro 5,25% p.a. 2016 – Mehrere erfolgreich abgeschlossene Projekte
– Sontowski & Partner Group als Partner mit langjähriger Erfahrung
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Zinsland
500 Euro 6 bis 7% p.a. 2015 – Projektbegleitung auch in fortgeschrittenen Phasen
– Verwaltung durch die SECUPAY AG

Stand vom 26.01.2017. Verzinsung und Minimaleinlage können je nach aktuellen Projekten variieren.

  • Schon länger unterwegs in der Schwarmfinanzierung ist Bergfürst. Das Unternehmen ist bereits seit 2012 online. Vor kurzem erfolgte der Einstieg in die Immobilienbranche. Die Besonderheit hier: man kann schon ab 10 Euro investieren. Aktuell verschenkt Bergfürst sogar die 10 Euro Mindestinvestion mit dem Gutscheincode 10EURO. Bergfürst bietet außerdem immer mehrere Objekte an – so lässt sich das Portfolio leicht diversifizieren.
  • Das Hamburger Unternehmen Zinsland wurde im Sommer 2015 gegründet und ermöglicht Investoren, Wohnanlagen und Gewerbeflächen zu investieren. Die Mindestinvestition beträgt 500 Euro, die einmalige Verzinsung nach ca. 18-20 Monaten liegt zwischen 5 und 7%.
  • Auch beim Marktführer Exporo, der wie Zinsland in Hamburg ansässig ist, müssen mindestens 500 Euro investiert werden. Inzwischen wurden hier schon einige Immobilien per Crowd finanziert, die Firma hat also einen guten Trackrecord, wie der Unternehmensgründer in einem Interview nicht ohne Stolz verkündet. Je nach Projekt liegen hier die Zinsen zwischen 5 und 6%, die Gutschrift erfolgt gewöhnlich einmal im Jahr.
  • In Berlin wurde 2016 das Startup Zinsbaustein gegründet, das inzwischen ebenfalls auf einige erfolgreich abgeschlossene Projekte zurückblicken kann. Auch hier ist müssen mindestens 500 Eure angelegt werden. Das Besondere bei Zinsbaustein stellt die Expertise des Projektentwicklers Sontowski & Partner Group aus Erlangen dar, der seit über 30 Jahren im Immobilienfeld tätig ist. Die Kombination aus Startup und Traditionsunternehmen macht vielleicht genau die richtige Mischung.
  • Ganz neu dazugestoßen ist jetzt noch ein weiteres Fintec aus Hamburg: ReaCapital. Als Alleinstellungsmerkmal unter den Schwarmfinanziern bietet dieses Unternehmen seinen Anlegern als Besicherung eine erstrangige Grundschuld auf eine Bestandsimmobilie. Im letzten Herbst ging dieser Anbieter laut Cash.de mit seinem ersten Projekt, einer KiTa, an den Start.
  • Aus Berlin meldete sich Anfang 2016 die Crowdfunding-Plattform iFunded. Die junge Firma bietet Finanzierungen ab 500 Euro von 5-7% über einen Zeitraum von 1-2 Jahren. Bis jetzt kann iFunded zwar nur wenige Projekte vorweisen, die verliefen dafür aber erfolgreich.
  • Zum April 2017 kündigte sich ein großer Name in der Immobilien-Branche nun auch mit einem eigenen Portal fürs Crowdfunding an: Die Engel & Völkers AG mit rund 3.500 Mitarbeitern in 30 Ländern. Gemeinsam mit der Crowdinvesting-Plattform für Startups und Wachstumsunternehmen Kapilendo aus Berlin gründeten die Hamburger das Joint Venture Engel & Völkers Capital. Laut Private Banking Magazin will E&V als erster Immobilien-Crowdfunder für jedes Projekt die Vollfinanzierung garantieren.

Immobilien: Die besseren Aktien

III. Die Vorteile des Immobilien Crowdinvesting

Was für FinTechs und Co. klappte, soll nun auch mit Immobilien funktionieren. Es wird von einer regelrechten „Demokratisierung der Immobilienbranche“ gesprochen. Hier kann man, je nach Anbieter, schon für ein Taschengeld in eine Immobilie investieren. Und die versprochene Rendite von 3-8% p. a. erscheint im Zeitalter des Niedrigzinses geradezu traumhaft – zumindest im Vergleich zum alten Sparbuch.

Während viele Anleger vom boomenden Immobilienmarkt nicht profitieren können, da der Kauf von Wohnungen viel Kapital und Know-how im Immobiliensektor erfordert, kann man mit vergleichsweise kleinen Beträgen durch Immobilienplattformen einsteigen. Anders als bei klassischen Immobilienfonds mit langen Laufzeiten bieten sie zudem wesentlich höhere Renditen.

Ein weiterer Vorteil des Crowdfunding im Gegensatz zum klassischen Immobilienfond ist die Transparenz. Hier wissen Sie genau, wo und in was Sie investieren – und können ein Bauprojekt ggf. live mitverfolgen.

Da sie nur verhältnismäßig wenig Geld anlegen müssen, können Sie mit Ihren Investitionen außerdem ein breites Portfolio aufbauen und die Risiken entsprechend streuen. Die Laufzeiten, meistens zwischen 1 und 3 Jahren, sind im Vergleich zu anderen Investmentformen kurz.

Das Immobilien-Crowdfunding-Geschäft wächst und wächstDurch Crowdfunding-Immobilienplattformen eingesammeltes Kapital

IV. Die Risiken und Nachteile bei crowdfinanzierten Immobilien

Das mit Abstand größtes Risiko der Schwarmmethode ist wohl die Möglichkeit des Totalverlusts. Crowdinvestment-Beteiligungen sind nämlich gewöhnlich nachrangig, d.h. die Forderungen der Banken werden zuerst bedient. Nun kann es aber passieren, dass bei einem Bauprojekt die Kosten höher ausfallen oder eine Immobilie für weniger Geld verkauft wird, als geplant. Für den Crowdinvestor bleibt dann im schlechtesten Fall nichts mehr übrig.

Info: Nachrangdarlehen

Das Nachrangdarlehen (auch nachrangiges Darlehen/nachrangiges Fremdkapital) gehört zum sogenannten Mezzanine-Kapital, eine Mischung aus Eigenkapital- und Fremdkapital. Das Entscheidende am Nachrangdarlehen ist, dass im Falle einer Insolvenz bzw. Liquidation des Kreditnehmers das Darlehen in der Rangfolge hinter anderen Forderungen des entsprechenden Unternehmens zurücktritt. Gegenüber dem Eigenkapital ist das Nachrangdarlehen aber nicht nachrangig, sprich bevor der Eigentümer des insolventen Unternehmens Geld zurück erhält, muss er erst alle nachrangigen Darlehen in voller Höhe bedienen.

Da man hinter einer Reihe von Gläubigern steht, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, am Ende leer auszugehen. Gewöhnlich hat der Investor auch keinen Anteil am Erfolg seiner Investition, er trägt bloß das höhere Risiko. Dafür ist der Zinssatz für den Kreditgeber mit einem Nachrangsdarlehen höher.

Ein Mitspracherecht oder eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit gibt es in der Regel auch nicht.

Es gilt also, Vorteile und Nachteile gegeneinander abzuwägen, die Projekte zu durchleuchten und clever zu investieren. Und das am besten nie bloß an einer Stelle, sondern diversifiziert.
Die Immobilien-Plattformen heben hervor, dass die Crowd gewöhnlich nur einen kleinen Teil des Gesamtprojekts finanziert und erst in einem späten Stadium einsteigt, wo das Risiko des Scheiterns weniger groß ist. Ohne Risiko ist die Schwarminvestition aber nie – auf der Startup-Plattform Seedmatch ist etwa fast jedes achte Projekt gescheitert. Ein großes Gefahrenpotential, wie die ZEIT berichtet, besteht vor allem auch in einer schlechten Risikostreuung durch die Kleinanleger.

Fazit: Besonders empfehlenswert sind meiner Meinung nach die Anbieter Bergfürst und Exporo. Bergfürst ist mit seiner niedrigen Minimaleinlage ideal für diejenigen, die einmal mit wenig Geld erste Erfahrungen im Crowdinvensting machen wollen. Exporo kann vor allem durch seine Expertise im Immobilien-Crowdfunding punkten. Es ist das renommierteste Internetportal in der Branche. In beiden Fällen winkt der große Vorteil der Immobilien-Geldanlage, den sich aktuell noch viele entgehen lassen: hohe und stabile Renditen.

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