5 hohe Wechselprämien für Depotübertragung, die du 2017 kassieren kannst


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Privatanleger können in diesem Jahr vom harten Wettbewerb zwischen Depotbanken und Online-Brokern profitieren. Es gibt nicht nur Prämien für Neukunden, auch die Depotübertragung wird fast immer mit einem attraktiven Bonus und Sonderkonditionen belohnt. Je nach Depot-Volumen gibt es bis zu 2.500 Euro Barprämie. Ich habe die besten Angebote und die höchsten Prämien für Depotwechsel zusammen gestellt.

Vom einem Depotwechsel können Anleger aktuell gleich zwei Mal profitieren, indem sie sich sowohl Neukundenprämien als auch Wechselprämien sichern. Als Bonus für Neukunden und Wechsler gibt es Startguthaben, Bonuszinsen für Tagesgeldkonten oder günstigere Orderkonditionen. Direkt zu den Fragen und Antworten zum Thema Depotübertrag gelangen Sie hier.

Inhaltsverzeichnis des Berichts über Depotüberträge und Wechselprämien:
1. Die Broker mit den besten Wechselprämien
1.1 Bis zu 2.500 Euro Prämie bei maxblue
1.2 Bis zu 1.500 Euro Prämie bei der TARGOBANK
1.3 Bis zu 400 Euro Prämie bei der Consorsbank
1.4 Bis zu 150 Prämie bei der OnVista Bank
1.5 50 Euro Prämie bei comdirect
2. So funktioniert der Depotwechsel
3. Fallen bei der Depotübertragung Kosten an?
4. So vermeiden Sie eine Mehrfachbesteuerung
5. Wie lange dauert die Übertragung?
6. Gibt es Prämien für den Depotwechsel?
7. Was ist mit dem alten Depot?

1. Die Broker mit hohen Wechselprämien

1.1 Bis zu 2.500 Euro Prämie bei maxblue

Maxblue, die Investment-Plattform der Deutschen Bank, zahlt für die Übertragung von Wertpapieren eine einmalige Prämie von 0,50 % auf das übertragene Depotvolumen an Neu- und Bestandskunden. Die Prämie gibt es ab einem Depotvolumen von 5.000 Euro und endet bei einem Gegenwert von 500.000 Euro. Bezüglich der Wertpapiergattungen gibt es keine Einschränkungen, die Haltefrist beträgt 1 Jahr. Veränderungen beim Marktwert, Verkauf der übertragenen Wertpapiere oder die Umschichtung in andere Anlagen bei der Deutschen Bank haben keinen Einfluss auf den Prämienanspruch. Zur Depotwechsel-Aktion geht es hier.

1.2 Bis zu 1.500 Euro Prämie bei der TARGOBANK

Die Targobank bietet aktuell sogar zwei Depotwechselprämien. Bei der ersten Aktion bekommen Neukunden für den Depotübertrag einen garantierten Tagesgeldzinssatz von 2,00 % p.a. für 12 Monate. Bis zu 40.000 Euro dürfen zum Vorzugszinssatz angelegt werden. Die Höhe der Summe, die zu dem Garantiezins angelegt werden kann, ist allerdings durch das Depotvolumen limitiert. Will man tatsächlich 40.000 Euro zum Zinssatz von 2 % anlegen, muss man auch 40.000 Euro Depotvolumen zur Targobank übertragen.

Die Mindestsumme beträgt 7.000 Euro Depotvolumen. Einschränkungen bei den gewerteten Wertpapierarten gibt es nicht, sämtliche Depotvermögenswerte werden angerechnet. Die Haltefrist beträgt ein Jahr, innerhalb der sind Umschichtungen erlaubt. Zusätzlich bekommen Neukunden 10 Free-Trades. Zur Vorzugszins-Aktion geht es hier entlang.

Bei der Targobank gibt es noch eine Sonderaktion. Eine Barprämie von bis zu 1.500 Euro für eine Depotübertragung. Hier zählen allerdings nur Investmentfonds – keine ETFs, Aktien, Zertifikate, Anleihen oder sonstige Depotvermögenswerte. Die Bank zahlt auf das übertragene Fondsvolumen eine Prämie von 0,75 % angefangen bei Depotüberträgen ab 7.000 Euro. Auch hier beträgt die Haltefrist ein Jahr, Umschichtungen und Teilverkäufe sind erlaubt. Hier gelangen Sie zur Depotübertragungsprämie in bar.

1.3 Bis zu 400 Euro Prämie bei der Consorsbank

Bei der Consorsbank können nur Neukunden von der Wechselprämie profitieren. Die erhalten einen einen bevorzugten Tagesgeldzinssatz von 1,00 % p.a für den Depotübertrag. Dafür muss ein Gegenwert von mindestens 6.000 Euro übertragen werden, Einschränkungen bezüglich der Wertpapiergattungen gibt es nicht. Für die Schließung des alten Depots gibt es außerdem noch mal 1,00 % obendrauf, also 2,00 % p.a. Garantiert wird der Zinssatz für ein Jahr. Leider wird das maximale Tagesgeldvolumen auf 20.000 Euro beschränkt, was einen Gegenwert von bis zu 400 Euro bedeutet. Auch hier gilt wieder: Haltefrist ein Jahr, Umschichtungen sind erlaubt. Zum Online-Broker geht es hier.

1.4 Bis zu 150 Prämie bei der OnVista Bank

Für wechselwillige Neukunden mit Fonds zahlt die vor wenigen Monaten durch die comdirect übernommene OnVista Bank eine Barprämie von bis zu 150 Euro, ein Fondsvolumen von 8.000 Euro ist das Minimum. ETFs zählen dabei nicht. Für die Schließung des alten Depots gibt es zusätzlich 50 Euro. Die Haltefrist beträgt 1 Jahr. Die Umschichtung des Fondsvolumens oder ein Verkauf als Bargeldbestand auf dem Verrechnungskonto berühren die Prämienvergabe nicht. Auf diese Angabe der OnVista-Seite sollten Sie allerdings achten:

Die Vorteile dieser Aktion können nicht mit anderen Neukundenaktionen (wie bspw. der iPad Aktion oder dem 5 EUR Festpreis Depot) kombiniert werden. Zudem sind Depotüberträge von der Commerzbank AG, ebase GmbH und comdirect bank AG ausgeschlossen.

Zur kostenlosen Depoteröffnung mit Prämie gelangen Sie hier.

1.6 50 Euro Prämie bei comdirect

Bei der Commerzbank-Tochter comdirect gibt es für Neukunden aktuell 50 Euro bei einer Übertragung von Fonds oder einem Fondskauf von mindendsten 5.000 Euro Gegenwert innerhalb von drei Monaten nach Depoteröffnung. Für Depotneukunden gilt außerdem eine auf 50 % reduzierte Ordergebühr, damit sinkt die Mindestordergebühr auf 4,95 pro Trade. Zum Online-Broker der comdirect gelangen Sie hier.

Und noch ein Tipp: Bei S Broker, dem Online-Broker der deutschen Sparkassen (siehe meinen Erfahrungsbericht), gibt es zwar keine Prämie für eine Übertragung, aber aktuell immerhin 300 Euro Orderguthaben als Prämie für Neukunden.

Fragen und Antworten zum Thema Depotübertrag

2. So funktioniert der Depotwechsel

Bei der Depotübertragung innerhalb desselben Brokers hat man kaum Aufwand. Meistens stehen dafür vorgefertigte Formulare bereit. Wenn man Kontakt zum Kundendienst aufnimmt, hilft einem der Broker auch dabei. Daneben gibt es auch die Möglichkeit des Gläubigerwechsels, z.B. bei Schenkungen oder Vererbungen. Hier wechselt nur der Besitzer, das Depot bleibt bestehen.

Beim Wechsel des Online-Brokers hat man etwas mehr zu tun. Die Übertragung des Depots wird von einem Zentralverwahrer gesteuert, in Deutschland ist das Clearstream. Der Zentralverwahrer Clearstream dient als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Online-Brokern. Das bedeutet, die Wertpapiere liegen eigentlich beim Zentralverwahrer und werden von einem Broker zum anderen elektronisch gebucht. Wird vom Kunden die Depotübertragung beantragt, dann bucht der Zentralverwahrer den Inhalt des Depots zum neuen Broker.

Ein Werbevideo der Consorsbank zum Thema Depotwechsel

Ein entsprechendes Formular zur Übertagung des Depots wird dem Depotinhaber normalerweise vom neuen Broker bereitgestellt. Wenn das neue Depot schon eröffnet ist, muss das Formular an den alten Broker im Original per Post zugeschickt werden.

3. Fallen bei der Depotübertragung Kosten an?

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2004 (Aktenzeichen: XI ZR 200/03) dürfen für den Depotübertrag keine Kosten verlangt werden. Die einzige Ausnahme bleiben Fremdgebühren von Verwahrstellen. Am einfachsten fragt man beim Online-Broker nach und lässt sich genaue Auskunft über die Kosten bei der Übertragung geben.

4. So vermeiden Sie eine Mehrfachbesteuerung

Eines darf man beim Depotwechsel keinesfalls außer Acht lassen: Die Anschaffungsdaten (Kaufdatum und Kaufkurs) müssen vom alten an den neuen Broker übermittelt werden. Erfolgt die Übermittlung nicht, gelten die übertragenen Papiere als Neufälle und werden pauschal versteuert. Anfallende Steuern werden dann direkt ans Finanzamt abgeführt. Zwar können die in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden, aber diese Mühe kann man sich eigentlich sparen. Am einfachsten und besten ist es, wenn man sich vom alten Broker bestätigen lässt, dass die Anschaffungsdaten und der Depotwert bei der Übertragung vollständig an den neuen Broker übermittelt werden.

5. Wie lange dauert die Übertragung?

Am besten sollte man einen Zeitplan für den Wechsel erstellen.
Während der Übertragung des Depots hat man keinen Zugriff auf den Depotbestand. Um so wichtiger, den Zeitpunkt des Wechsels genau zu planen. Idealerweise eröffnet man das neue Depot bereits vor dem Wechsel.

Wie lange der Depotübertrag dauert, ist von Broker zu Broker verschieden. Erfahrungsgemäß muss man mit 7 bis 10 Bankarbeitstagen für die Depoteröffnung rechnen, für die Übertragung sind dann nochmal 5 bis 10 weitere Tage nötig. Wenn das neue Depot bereits eröffnet ist, kann man also 5 bis 10 Tage einplanen, ansonsten 12 bis 20 Tage. Der Depotwechsel innerhalb des gleichen Brokers geht in der Regel schneller. Überträge von Bestandskunden beim gleichen Broker gehen meist schneller.

6. Gibt es Prämien für den Depotwechsel?

Der Konkurrenzdruck zwischen den Brokern ist sehr stark, und davon profitiert der Kunde. Neben dem Preiskampf um die günstigsten Depotgebühren und Orderkosten gibt es daher auch für Neukunden und Wechselwillige Prämien. Der Konkurrenzdruck zwischen den Anbietern ist groß wie nie. Neben dem reinen Preiskampf, was Depotgrundgebühren und Orderkosten angeht, zahlen einige Anbieter ihren Neukunden Prämien zum Depotwechsel. Folgende Prämien-Varianten gibt es bei den verschiedenen Brokern:

  • Startguthaben (z.B. bei comdirect)
  • Freetrades (aktuell z.B. bei Flatex)
  • Rabatt auf den Orderpreis (z.B. bei der ING-DiBa)
  • Sachprämien
  • Tagesgeld- oder Festgeldzinsen (z.B. bei der Consorsbank)

Bei der Depotübertragung sollte man sich die Prämien und die mit ihnen verknüpfte Bedingungen genau anschauen. Um die Prämie zu erhalten, wird oft ein Mindestdepotvolumen, eine Mindestanzahl von Trades oder eine Mindestvertragslaufzeit vorausgesetzt. Daher sollte man nicht bloß wegen einer guten Prämie wechseln, sondern zunächst auf die weiteren Preise und Leistungen des Online-Brokers der Wahl schauen.

7. Was ist mit dem alten Depot?

Braucht man das alte Depot nicht mehr, ist eine Löschung empfehlenswert, um ggf. anfallende Grundgebühren zu sparen. Wenn auf dem Formular zum Depotübertrag nicht schon die Möglichkeit zur Löschung angeboten wird, muss man ein eigenes Kündigungsschreiben aufsetzen.

Es gibt aber noch einen Grund für die Schließung des alten Depots: die ist nämlich oft notwendig, um eine Wechselprämie zu bekommen.

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