Neuen Drucker günstig kaufen oder lieber als Service mieten: Mein Vergleich zeigt, warum auch Privatkunden nachrechnen sollten


Drucker kaufen oder mieten: Mein Vergleich

Zuerst wurde die Druckqualität immer schlechter, dann ging plötzlich gar nichts mehr: Nach einem Totalausfall meines lange Jahre zuverlässigen Brother Laserdruckers benötige ich jetzt schnell eine Alternative, um im Heimbüro wieder zuverlässig drucken, scannen und kopieren zu können. Nachdem ich fast schon einen neuen Drucker über Amazon bestellt hatte, stieß ich über eine Anzeige zufällig auf eine unerwartete Alternative zum Kauf eines Druckers bei Amazon: Drucker mieten statt kaufen, egal, ob Tintenstrahl oder Laser, Toner und Tinte inklusive zum monatlichen Fixpreis – auch für Privatkunden. Lohnt sich das wirklich, ist das überhaupt seriös? Hier ist mein Vergleich mit meiner abschließenden Entscheidung.

Wenn der Drucker streikt, muss schnell ein Ersatz her – alles andere stört den Betrieb viel zu sehr. Nachdem die Garantie meines Brother-Laserdruckers (Duplex) längst abgelaufen ist, komme ich über eine Neuanschaffung nicht herum. Vor allem sollte es schnell gehen, damit die Schlange der aufgestauten Druckaufträge überschaubar bleibt.

Meine Entscheidung für einen Hersteller stand auch ziemlich schnell fest: Es sollte gerne wieder ein Brother sein, damit hatte ich gute Erfahrungen gemacht. Mein bisheriger Drucker hatte mehr als sechs Jahre durchgehalten (länger als mein Canon Pixma Tintenstrahler zuvor) und – mit Ausnahme des letzten vielleicht halben Jahres – ordentlich und schnell gedruckt. Ein weiterer Grund, wieder auf diesen Hersteller zu setzen: Ich habe noch ein paar Tonerkartuschen im Schrank, die ich gerne auch beim nächsten Gerät noch einsetzen könnte.

Also schnell immerhin noch die Testergebnisse der PC-Zeitschriften – zugegeben etwas oberflächlich – über meine Readly-Magazinflatrate durchgeblättert und auch den Druckertest der Stiftung Warentest zur Kenntnis genommen, dann noch einen Preisvergleich bei Idealo zum gewünschten Gerät durchgeführt. Amazon.de stand hier ziemlich weit vorne, also hier reingeklickt und fast schon den BESTELLEN-Button geklickt. Dann hatte ich vorab doch noch eine Rückfrage zur Tonergröße, die nur Google beantworten konnte. Oberhalb meiner Suchanfrage wurde eine Anzeige eingeblendet, der ich normalerweise keine größere Beachtung geschenkt hätte: „Drucker für 0 Euro“ stand da. Klingt erstmal unseriös, dachte ich – und klickte trotzdem mal darauf, um den Trick hinter den angeblichen 0 Euro – Druckern zu erfahren.

Printer4You: MPS
Drucker für 0 Euro? – Es lohnt sich, die Details zum Angebot genau zu lesen.

Unseriös – oder echte Alternative zum Kauf?

Aus einem kurzen Klick wurde dann doch mehr: Ich hatte eine mögliche Alternative zum Druckerkauf gefunden, mit der ich an diesem Punkt nicht gerechnet hatte. Der Dienstleister, auf dessen Anzeige ich geklickt hatte, hatte tatsächlich ein zumindest überlegenswertes Angebot – auch für mich als Privatkunde: Statt den Drucker zu kaufen und sich selbst um Toner (Laser) bzw. Tinte (Tintenstrahl) zu kümmern, werden hier Drucker zu monatlichen Fixkosten in einem sog. MPS-Vertrag (Managed Print Services) angeboten. Die Nachlieferung von Tintenpatronen und Toner ist versandkostenfrei inklusive. Nach 36 Monaten geht der Drucker außerdem in meinen Besitz über. Ein klassischer Fall von Mietkauf also – erweitert um den Service, dass Nachfüllmaterialien hier geliefert werden (Papier ausgenommen). Das Konzept klingt erstmal einleuchtend – wie gesagt hat es mich zuerst gewundert, dass das Angebot nicht nur für Gewerbekunden gilt, die gleich mehrere Drucker bestellen, sondern auch für mich als Privatkunden verfügbar ist mit Nachfrage nach nur einem Laserdrucker.

Lohnt sich das Angebot aber auch für mich? Kann ich so nicht nur einen Drucker günstig kaufen, sondern auch Druckkosten sparen – bei hoher Qualität der Ausdrucke und möglichst hohem Komfortlevel für mich, da der Nachkauf von Toner entfällt? Ich habe mir das Angebot genau durchgerechnet und zeige hier, ob es sich rechnet und worauf vor der Kaufentscheidung zu achten ist.

1. Alternative: Drucker selber kaufen – So viel kostet mich ein neuer Multifunktionsdrucker

Mit diesen drei Funktionen sollte mein neuer Drucker gut zurechtkommen: Drucken, scannen und kopieren. Scannen ist zwar nicht unbedingt nötig – das erledige ich inzwischen meistens über eine Scan-App auf meinem Smartphone. Wenn diese Funktion zukünftig aber vom Drucker – also einem Multifunktionsgerät – erledigt wird, soll es mir auch recht sein. Die wichtigste Funktion bleibt natürlich der Druck: Laser soll es sein wegen der Druckqualität, bitte auch in Farbe und auf jeden Fall mit Duplex-Möglichkeit, also beidseitig.

Bei meiner Recherche bin ich auf diesen Multifunktionsdrucker von Brother gestoßen: Brother DCP L3550CDW. Das Gerät ist seit Juli 2018 bei Amazon gelistet und kann mehr als ich wirklich aktuell benötige: So ist z.B. auch Drucken via Apple Airprint oder Google Cloud Print möglich, neben USB sind auch die Anschlüsse WLAN und LAN integriert. Die Steuerung erfolgt über ein Touchscreen-Display. Aus meiner Sicht und auch nach Sichtung der Erfahrungsberichte und Tests zum Gerät ist das ein solides 3-in-1-Multifunktionsgerät zum Scannen, Drucken und Kopieren. Faxen benötige ich sowieso nicht.

Nur die Beschreibung „kompakt“, mit denen Amazon die Maße beschreibt, lasse ich mir nicht eingehen: Das Teil wiegt fast 24 kg und misst 47,5 x 41 x 41,4 cm. In diesem Fall macht mir die fulminante Größe aber nichts – das Homeoffice ist geräumig genug.

Der Preis liegt bei Amazon um die 260 Euro, kostenloser Versand inklusive. Wenn ich mir den Drucker hier vergleichsweise günstig im Preisvergleich mit anderen Online-Shops kaufe, zahle ich also einmalig sofort 260 Euro inklusive Mehrwertsteuer und inklusive einmalig Toner Original von Brother. Lieferbar ist das Teil im Standard-Versand in vier bis fünf Tagen. Gut zu wissen: Anders als bei der meisten sonstigen Elektronik üblich, gibt es hier sogar satte drei Jahre Herstellergarantie.

Und wie sieht es jetzt mit der Alternative aus – dem Mietkauf?

2. Drucker im Mietkauf: Full-Service zu günstigen Preisen oder doch eine Kostenfalle?

Zuerst checke ich, ob der gewünschte Drucker überhaupt bei Printer4You verfügbar ist. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar hoch, da laut Internetseite bei dem im deutschen Velten ansässigen Unternehmen mehr als 1.000 Modelle von 10 Druckerherstellern online gelistet werden. „Gelistet“ heißt aber nicht automatisch „verfügbar“, wie ein kurzer Test der Verfügbarkeiten ergeben hat.

Wer selber noch nicht genau weiß, welches Gerät das richtige ist, kann sich auch von Printer4You helfen lassen und den mehrstufigen sog. Berater zur Kaufberatung verwenden. Dieses Tool (natürlich kostenlos) ermittelt passende Drucker, z.B. Tintenstrahldrucker, Laserdrucker und Multifunktionsgeräte, für die individuellen eigenen Anforderungen. Wer nur einen Drucker-Scanner-Kopierer benötigt, wird hier ebenso fündig wie jemand, der eine Drucker-Scanner-Kopierer-Faxgerät-Kombi benötigt. Die Auswahlmöglichkeiten sind wirklich umfassend und gehen teilweise sehr ins Details, z.B. bei der Auswahl der möglichen Scan-Ziele (z.B. USB, Netzwerk, etc.) oder der Anschlussmöglichkeiten (WiFi, LAN, USB, etc.). Der Berater ist trotz des Umfangs aber sehr intuitiv bedienbar, meinem Eindruck nach. Besonders beeindruckend: Am Ende des Auswahlprozesses kann man sogar das gewünschte Gewicht und die genauen Maße eingeben.

Printer4You: Kaufberatung
Printer4You: Die Kaufberatung ist sehr umfassend, sogar nach Maßen können Drucker ausgewählt werden.

Ich selber habe etwas mit dem Berater-Tool gespielt, für mein eigentliches Ziel – nämlich ein Angebot zum gewünschten Multifunktionsdrucker zu bekommen – habe ich es aber eingeklappt. Ich gebe das gewünschte Modell stattdessen direkt in die Suchleiste bei Printer4You ein und erziele damit tatsächlich einen Treffer: JA, der Drucker ist in der Datenbank vorhanden und JA der Drucker ist auch sofort lieferbar. Kostenpunkt: „ab 0,00 Euro einmaliger Gerätepreis“, steht hier. Daneben gibt es sehr umfangreich Informationen zum Drucker mit den genauen Spezifikationen und z.B. auch Angaben zum Energie-Verbrauch.

Informationen habe ich nun wirklich genug – wie sieht es mit dem Angebot aus? Printer4You bietet mir den Sofort-Kauf an und daneben – deutlich hervorgehoben – Angebote zur monatlichen Miete inkl. versandkostenfreier Lieferung von Ersatztonern. Der Preis für den Einmalkauf ist dabei nur auf den ersten Blick attraktiv: Knapp 250 Euro werden hier aufgerufen – allerdings ohne Mehrwertsteuer. Das heißt im Klartext: Printer4You ist hier mehr als 20% teurer als Amazon, dazu kommen noch Versandkosten in Höhe von 5 Euro. Dieses Angebot ist also wirklich nicht heiß genug für mich im Preisvergleich.

Interessanter wird es aber im Bereich neben dem Einmalkauf: Hier werden drei Optionen für „Drucker inkl. Toner und Service“ aufgeführt. Die drei MPS-Pakete für „Wenig Drucken“, „Mittel Drucken“ und „Viel Drucken“ kosten zwischen 31 und 197 Euro pro Monat (auch hier: netto). Extra-Kosten für den Drucker fallen nicht an – er ist inklusive und geht nach 36 Monaten in meinen Besitz über. Inklusive ist Toner Original von Brother und ein Reparatur-Service für die gesamte Laufzeit.

Die Serviceleistungen klingen gut – vor allem auch der Reparaturservice und die Tatsache, dass der Drucker nach drei Jahren mir gehört. Der Preis ist aber nach meinem ersten Eindruck zu hoch: Das sind ja mehr als 1.100 Euro für drei Jahre, Mehrwertsteuer noch oben drauf.

Ist Printer4You wirklich so teuer?

Der Grund für den auf den ersten Blick so hohen monatlichen Preis ist bald gefunden: Die monatlichen Kosten sind entscheidend abhängig von den tatsächlich getätigten Ausdrucken. In den Standard-Paketen kalkuliert Printer4You mit – zumindest für meine Zwecke – zu vielen Farbausdrucken: Beim Paket „Wenig Drucken“ sind es 100 farbige Laser-Ausdrucke pro Monat und nur 90 Laser-Ausdrucke in schwarz-weiß. Das passt nicht zu meinen tatsächlichen Anforderungen, da ich hauptsächlich schwarz-weiß drucken lasse.

Gut, dass es unterhalb der Standard-Angebote noch die Möglichkeit zu einer mit Schieberegler frei einstellbaren Wunschkalkulation gibt. Ich gebe hier also ein: 150 schwarz-weiß Ausdrucke pro Monat und 10 Ausdrucke in „Color“ (10 ist jeweils die Mindestabnahmemenge). Hier komme ich auf einen Preis für den MPS-Service von 14 Euro pro Monat – alle oben aufgeführten Leistungen inklusive. Das macht also zusammen 504 Euro über die gesamte Laufzeit von 36 Monaten, Toner und Drucker inklusive, keine Extra-Kosten für Versand.

Das klingt für mich jetzt nach einem soliden Angebot.

Folgende Details sollte man noch beachten und unbedingt berücksichtigen:

  • JA, das Angebot von Printer4You richtet sich an Privatkunden UND Gewerbekunden. Als Privatkunde kann man also auch nur einen einzigen Drucker hier bestellen. Aber Achtung: Alle Preise bei Printer4You sind NETTO. Das heißt: Mehrwertsteuer kommt noch dazu. Bitte bei der Kalkulation unbedingt beachten!
  • Printer4You hat wirklich sehr viele Drucker in seiner Datenbank gelistet und erleichtert auch den unmittelbaren Vergleich. Mit dabei sind Laserdrucker, Tintenstrahldrucker und Multifunktionsgeräte u.a. der Marken Canon (z.B. Canon Pixma), Brother, HP (z.B. HP Officejet), Epson, Kyocera, Samsung und Lexmark. Allerdings sind nicht alle Geräte auch sofort verfügbar.
  • Diese Leistungen sind im MPS-Vertrag (immer 36 Monate) inklusive: Drucker, Toner bzw. Tintenpatronen (beides Originial vom Hersteller, z.B. Canon, HP, Brother, Samsung, etc) für das kalkulierte monatliche Budget an Ausdrucken inkl. Versandkosten, Reparatur-Service über die gesamte Laufzeit von 36 Monaten. Nicht dabei ist anderes Verbrauchsmaterial, v.a. Papier.
  • Gut zu wissen bezüglich der Druckkosten: Wer mehr druckt als vereinbart, zahlt pro Seite extra – in meinem Fall mindestens 2,46 Cent S/W und 11,64 Cent Farbe. Positiv ist, dass nicht verbrauchtes Budget automatisch in den nächsten Monat übernommen wird. Das hilft auch bei der Kalkulation der Druckkosten.
  • Komfort: Printer4You bietet eine eigene Software, um automatisch die Lieferung von Nachfüll-Toner bzw. -Tinte zu steuern. Der Einsatz dieser Software macht den Service besonders komfortabel. Man kann aber auch alternativ die Zählerstände manuell übermitteln.
  • Vorteil allgemein: Die Druckerkosten für die nächsten drei Jahre bleiben überschaubar. Die Monatspreise sind außerdem fix kalkuliert – hier gibt es während der Laufzeit also keine Preisänderungen.

Drucker von HP, Canon, Epson, Brother, u.a.: Kaufen oder mieten?

Mein Fazit: Printer4You ist auch für Private eine gute Alternative – mit kleinen Einschränkungen

Ich werde meinen neuen Brother Drucker nun statt bei Amazon wohl tatsächlich bei Printer4You bestellen. Das hat aus meiner Sicht ein paar besondere Vorteile für mich: Ich spare mir die einmaligen Anschaffungskosten des Druckers, ich bekomme für 36 Monate eine Art „Full-Service“ fürs Drucken, Scannen und Kopieren und kann das Gerät auch nach drei Jahren weiter nutzen.

Die Sache mit dem „0 Euro Drucker“ ist dabei aber natürlich ein Werbetrick: Tatsächlich habe ich ja durch den MPS-Vertrag monatliche Kosten, die sich über die gesamte Laufzeit in meinem Fall auf über 500 Euro netto summieren. Die Preis-Leistung ist aber gut, die Komfort-Vorteile mit den automatischen Lieferungen und den Reparatur-Service nehme ich gerne mit.

Ein besonderer Vorteil ergibt sich auch für Kunden von Herstellern, die standardmäßig keine Drei-Jahres-Garantie wie mein eigener Favorit von Brother bieten: Wer hier statt auf einen Einzelkauf auf einen MPS bei Printer4You setzt, bekommt Reparaturen auch für drei Jahre geleistet. Das bedeutet z.B. für Canon Pixma Drucker oder HP OfficeJet eine Art kostenlose Garantieverlängerung, wenn die Garantie vom Hersteller nicht drei Jahre lang gewährt wird.

Aus meiner Sicht sollte man den Einmalkauf eines Drucker – etwa nach einem Defekt – auf jeden Fall mit dem Angebot von Printer4You vergleichen. Auch die Erfahrungsberichte, die ich zu diesem Angebot für Laserdrucker, Tintenstrahldrucker und Multifunktionsgeräte gefunden habe, sind größtenteils sehr positiv. Vor der tatsächlichen Kaufentscheidung sollte man überlegen, ob man das Druckaufkommen für die nächsten drei Jahre wirklich ungefähr abschätzen kann wie in meinem Fall. Sollte es doch wider Erwarten deutlich mehr Druckaufkommen geben, muss das aber auch nicht zur Kostenfalle werden: Printer4You bietet dann ein Upgrade auf ein höheres Paket an. Wer dieses Upgrade nicht möchte, zahlt für jeden Ausdruck einzeln extra.

Sehr gut ist, dass Budget aus dem Monatspaket in den nächsten Monat übertragen werden kann. Durch den internen Zähler bleibt man auch ständig über die aktuelle Ausschöpfung des Druckbudgets transparent informiert.

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