Autor: D. Schuster

Vor dem Urlaub steht noch eine Entscheidung an: Welche Banking-App darf mit auf die Reise? Ich habe mich auf die Suche gemacht nach einem guten Smartphone-Konto. Es soll helfen, meine Ausgaben im Urlaub zu kontrollieren, bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone oder der Karte und auch eine gute Bargeldversorgung am Geldautomaten ermöglichen. Alle anderen Extras nehme ich natürlich gerne mit. Bei welcher Bank ich unerwartet fündig wurde, zeige ich hier im Erfahrungsbericht.

Update UPDATE Update
19.08.2020
moneyou wird eingestellt ABN Amro hat angekündigt, die Marke moneyou ab Oktober 2020 einzustellen. Auch das Smartphone-Konto Moneyou Go ist davon betroffen und wird voraussichtlich im Lauf des nächsten Jahres abgeschaltet. Bestandskunden, die jetzt ein neues Smartphone-Konto suchen, finden eine attraktive Alternative mit dem kostenlosen App-Konto der Openbank, einer Marke der spanischen Großbank Santander. Wer ein kostenloses Girokonto ohne SCHUFA-Abfrage bei Kontoeröffnung sucht, ist mit dem ohne Mindestgeldeingang kostenlosen Norisbank Girokonto mit 100 Euro Eröffnungsprämie, ausgezeichnet als bestes Girokonto im Bankentest Euro 5/2020, gut beraten.

Banking und Bezahlen mit der Smartphone-App – das wird auch nach dem Start von Google Pay und Apple Pay in Deutschland immer mehr zur Normalität. Inzwischen nutzen laut einer aktuellen Umfrage der Deutsche Bank in der befragten jungen Zielgruppe jetzt knapp zwei Drittel (70%) Smartphones und Tablet fürs mobile Banking (2018: 63%). Finanzangelegenheiten im Internet erledigen zu können ist sogar schon für 80% der Befragten wichtig.

Und eine echte Erleichterung bei Verwaltung und Steuerung der eigenen Finanzangelegenheiten sind die Apps fürs Banking ja tatsächlich. Für mich waren die Urlaubsplanungen für 2020 ein guter Anlass, mich auch mit der Auswahl einer passenden Konto-App für das Smartphone zu beschäftigen. Statt einer dicken Geldbörse gefällt mir die Idee gut, gerade im Urlaub (möglichst) alle Geldgeschäfte direkt am Smartphone erledigen zu können. Denn das hat man natürlich sowieso meistens dabei.

Smartphone Konto für den Urlaub
© serezniy / 123rf

Welche Smartphone-Konto ist das richtige? – Das sind meine Auswahlkriterien

Was ist mir nun wichtig bei der Wahl eines Smartphone-Kontos? Was erwarte ich, welche Funktionen benötige ich unbedingt? Bevor ich mich auf die Suche mache, habe ich mir die wichtigsten Punkte überlegt:

  • Echter Mehrwert: Wenn ich mir schon eine weitere App installiere, soll sie mir auch einen echten Mehrwert bieten. Bei Finanzen heißt das: Sie soll mir helfen, Sparziele zu erreichen, Ausgaben zu kontrollieren. Außerdem will ich einfacher bezahlen können und überall Geld abheben können, idealerweise auch mit Google Pay und Apple Pay.
  • Individuell: Ich möchte möglichst frei entscheiden, wie ich Geld anlege oder ausgebe. Auch die Oberfläche der App möchte ich möglichst frei nach meinen Wünschen gestalten. Das heißt: Das System soll sich idealerweise an mich und meine Vorstellungen anpassen, nicht umgekehrt.
  • Sicherheit: Geld hat immer auch mit Sicherheit zu tun. Ich möchte das Gefühl haben, das mein Geld auch in der App in guten Händen ist. Zwar will ich das Konto nur als Zweitkonto nutzen, das heißt: Ich werde hier sicher keine allzu hohen Summen Geld bunkern.
  • Gebühren: Mit Kontoführungsgebühren braucht man mir erst gar nicht zu kommen – so ein App-Konto wäre gleich raus aus der näheren Auswahl. Ich will ein kostenloses Smartphone-Konto. Auch Überweisungen sollten natürlich kostenfrei sein. Geldabheben am Geldautomaten sollte möglichst häufig und vor allem auch im Ausland gebührenfrei sein.
  • Geld austauschen: Nicht nur Geld überweisen, auch Geld mit Freunden austauschen sollte möglich sein. Das hilft z.B. nach einem gemeinsamen Abendessen schnell und einfach die Kosten gegenseitig zu verrechnen. Wenn das meine Konto-App auch übernehmen kann, ist das ein Bonus, den ich gerne mitnehme.

Mit diesen Wünschen und Bedingungen bin ich also losgezogen, um das beste Smartphone-Konto für meine Bedürfnisse zu finden. Ganz unbedarft war ich dabei natürlich nicht: Auch hier bei Dontox.de haben wir schon länger einen umfangreichen Vergleich von Konto Apps. Um für mich selbst eine möglichst gute Wahl zu treffen, habe ich mich nun davon ausgehend noch genauer informiert. Dabei habe ich auch etwas weniger bekannte Konto Apps genauer in den Blick genommen. Das Ergebnis meiner Suche vorweg: JA, ich habe ein neues Smartphone-Konto gefunden, das meinen Anforderungen gut entspricht.

Positiv überrascht war ich bei meiner Suche vor allem vom Smartphone-Konto „Moneyou Go“. Dieses App-Konto hatten wir lange nicht mal in unserem Vergleich auf Dontox.de – zu Unrecht, wie ich jetzt bei meiner erneuten Recherche herausfand. Bisher kannte ich Moneyou, die Online-Marke der niederländischen Großbank ABN AMRO, nur als Anbieter von Tagesgeld-, Festgeld- und Fondsanlagen. Dieses Tagesgeldkonto war lange Zeit auch ziemlich nachgefragt, da es sich durch vergleichsweise hohe Verzinsung von der Konkurrenz abhob. Inzwischen sind die Zinsen aber auch beim Moneyou Tagesgeld im Keller, nachdem sie gerade in diesem Jahr immer weiter auf jetzt nur noch 0,05% p.a. gesenkt wurden und zum 03.07.2020 ganz entfallen. Auch für Festgeld gibt es jetzt keine Zinsen mehr. Da kann man sich schon mal überlegen, das Moneyou Tagesgeldkonto zu kündigen und das Geld über ein Zinsportal bei einer Bank anzulegen, die immer noch Zinsen auf Einlagen gewährt.

Auch wegen des anhaltenden Zinstiefs ist deshalb wohl auch bei Moneyou das Smartphone-Konto mehr in den Fokus gerückt worden. Auch auf der Homepage von Moneyou ist es jetzt das zentral präsentierte Produkt. Das Girokonto als App ist zu 100% mobil – das heißt: Die App muss installiert werden, um auf die Kontooberfläche zugreifen zu können. Seit mittlerweise mehr als einem Jahr (September 2018) ist die App im iOS-Store von Apple und bei Google Play für Android-Smartphones verfügbar. Und sie heizt den Wettbewerb unter den Konto-Apps weiter an.

Unerwartet: Es gibt gab sogar Zinsen bei Moneyou Go

Der Anspruch der App ist es offenbar sogar, Vorteile des Tagesgeldkontos mit einem voll digitalen Bankkonto zu verbinden. Denn: Guthaben wurde auf dem „Moneyou Go Konto“ sogar verzinst – und zwar bis 02.07.20 mit demselben Zinssatz wie auf dem Tagesgeldkonto, also zuletzt nur noch 0,05% p.a. Zum 03.07.2020 gibt es nun aber keine Verzinsung mehr: Der Zinssatz wurde auf 0% gesenkt.

Eine Verzinsung auf Guthaben auf dem Smartphone-Konto war meines Wissens ein Alleinstellungsmerkmal – ein gebührenfreies Smartphone-Konto, das auch noch Zinsen abwirft. Für mich war das jedenfalls ein kleiner Bonus, den ich gerne mitgenommen habe. Statt Kontoführungsgebühren oder gar Negativzinsen gibt’s hier also regelmäßig eine Zinsgutschrift, wenn Guthaben auf dem Konto liegt.

Was hat die App sonst noch zu bieten?

zum bargeldlos Bezahlen und Geld abheben: gebührenfreie Mastercard ist inklusive

Zuerst mal zum Thema „bargeldlos bezahlen“ und „Geld abheben“: Dazu gesellt sich zur App hier zu allererst eine Debit Mastercard, die ohne Kartengebühr dauerhaft kostenlos inklusive ist. Mit der Karte kann ich innerhalb der EURO-Zone gebührenfrei bezahlen, in Fremdwährungen fallen 1,7 % Gebühren vom Umsatz an. Kontaktlos bezahlen funktioniert mit dieser Karte, ein Vorteil beim Bezahlen von Kleinbeträgen bis zu 50 Euro z.B. im Supermarkt oder für ein Ticket im Nahverkehr. Beträge von bis zu 25 Euro können sogar ohne PIN-Eingabe bezahlt werden. Im November 2019 wurde auch das 3D Secure Verfahren eingeführt, das Zahlungen über die Karte sicherer machen soll. Zusätzlich wurden nun Verfügungsbeschränkungen ersatzlos gestrichen.

Geld abheben am Geldautomaten ist auch möglich und ist zwei Mal pro Monat gebührenfrei (danach: 2 Euro pro Abhebung). Ein Vorteil ist, dass es keinen Mindestbetrag gibt – man kann also auch 5 Euro oder 10 Euro problemlos am Geldautomaten abheben. Außerhalb der EURO-Zone fallen zusätzlich immer 1,7 % Gebühren vom Betrag an, auch bei Bargeldabhebungen. Diese Gebühr könnte gerne gestrichen werden: Andere Smartphone-Konten bieten weltweit gebührenfreies Geld abheben an, auch z.B. bei der Hanseatic Bank GenialCard wurde diese Gebühr kürzlich gestrichen. Andere Bezahlmethoden, vor allem Apple Pay oder Google Pay, sind aktuell leider noch nicht verfügbar und auch bisher nicht angekündigt. Dafür ist kontaktloses Bezahlen für Beträge bis 50 Euro aber verfügbar – NFC also freigeschaltet. Verfügungsbeschränkungen fürs Bezahlen oder Geld abheben wurden im November 2019 nach der Einführung eines neuen Sicherheitsstandards bei der Mastercard gestrichen. Jetzt kann man also auch mehr als 500 Euro pro Tag am Geldautomaten abheben. Für die eigene Sicherheit können über die App aber auch individuelle Limits definiert werden.

So sieht die Karte des Smartphone Kontos übrigens aus:

Gut zu wissen ist außerdem: Die Mastercard von Moneyou Go ist eine Debitkarte, also keine klassische Kreditkarte. Das bedeutet, dass Umsätze mit der Karte sofort mit dem Konto verrechnet werden. Ohne Guthaben auf dem Konto kann also auch nicht mit der Debitkarte bezahlt werden. Geld abheben funktioniert dann auch nicht. Das erspart mir aber auch die teilweise sehr hohen Kreditkartenzinsen, die bei klassischen Kreditkarten mit Ratenzahlung anfallen. Mit der Debit Mastercard kann ich nur über exakt das Geld verfügen, das auf meinem Konto liegt. Das hilft auch beim Kontrollieren der eigenen Ausgaben.

Wallets anlegen: echte Hilfe beim Organisieren

Apropos „Kontrollieren der eigenen Ausgaben“: Da liegt nach meinem ersten Eindruck eine echte Stärke dieser Smartphone-Konto-App.

Was beim mobilen Konto N26 die sog. Spaces sind, sind hier bei Moneyou Go die „Wallets“. Das sind geeignete Hilfsmittel für eine bessere Kontrolle meiner Finanzen. Ich kann bei dieser Konto App „Wallets“ zu beliebigen Themen direkt in der App anlegen.

Einnahmen und Ausgaben werden dann auf Wunsch einfach einem Wallet zugeordnet. So habe ich z.B. immer meine Ausgaben für die Wohnung im Blick (Wallet: Miete) oder sehe, was ich gerade für Essen ausgebe. Gut ist, dass inzwischen die Wallets in der App auch einfach per Drag & Drop verschoben werden können.

So sehen die Wallets aus:

Wie hilft mir das für mein Urlaubsbudget? Für meinen „Urlaub 2020“ kann ich mir einfach ein neues Wallet anlegen, natürlich auch mit eigenem Bild und mir dann vorher z.B. ein Budget von 500 Euro zuweisen. Eine Besonderheit bei dieser Konto-App ist, dass ich auch die Debit Mastercard einem beliebigen Wallet zuweisen kann. Wenn ich im Urlaub bin, weise ich also die Karte einfach dem Wallet „Urlaub 2020“ zu. Es werden dann alle Ausgaben – Einnahmen wird es leider kaum geben … – direkt von diesem Wallet abgebucht.

Praktisch! Meiner Meinung nach ist das ein echter Mehrwert von Smartphone-Konten, für mich perfekt beim Zweitkonto. Und ein Vorteil ist auch, dass die Wallets nicht nur auf zwei begrenzt sind. Im Gegensatz zu N26 – da sind nur zwei „Spaces“ inklusive, ab dem dritten wird eine Gebühr fällig. Hier also ein klarer Punktvorteil für Moneyou Go.

Geld überweisen: Direkt in der App

Wer Geld überweisen will, kann dies direkt in der App veranlassen. Da unterscheidet sich die Konto-App wenig vom klassischen Girokonto. Man bekommt auch für das App-Konto eine individuelle IBAN-Nummer; es ist ja auch ein Girokonto – nur eben mobil. An diese Kontonummer kann Geld überwiesen werden, z.B. natürlich auch das monatliche Gehalt. Auch fürs Geld einzahlen auf das Moneyou Go Konto verwende ich diese IBAN-Nummer. Am besten ist es, sie als Überweisungsvorlage im Online-Banking deines Kontos zu speichern – dann ist die IBAN immer parat.

Für ausgehende Überweisungen, also Überweisungen an Dritte wird die Ziel-IBAN in der App eingegeben – dann kann Geld überwiesen werden. Auch das Einrichten von SEPA-Lastschriften funktioniert. Das heißt: Dritte können vom Konto per Lastschrift Geld einziehen, wenn ich ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt habe. Das ist für alle wiederkehrenden Zahlungen wichtig, also z.B. meine Mobilfunkrechnung, Stromrechnung, usw.

Seit November 2019 ist auch endlich die Funktion „Daueraufträge einrichen“ verfügbar. Auch auf meiner Recherche im Netz habe ich diese Kritik am Moneyou Go Konto immer wieder gelesen: Daueraufträge konnten nicht eingerichtet werden, diese Standard-Funktion für jedes Konto war nicht verfügbar. Dieses Manko wurde jetzt behoben. Mit den Daueraufträgen können sogar nicht nur regelmäßige Zahlungen auf andere Konten gesteuert werden. Auch zwischen Wallets kann jetzt ein regelmäßiger Geldtransfer eingerichtet werden.

Ein wichtiges Detail zu den Überweisungen finde ich noch im Preis-Leistungsverzeichnis: Überweisungen müssen bis 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit (nachfolgend „MEZ“) an den Geschäftstagen der ABN AMRO eingereicht werden, ansonsten erfolgt die Buchung erst am Folgetag. Gut zu wissen, gerade bei eiligen Aufträgen!

Die Ausführungsfrist beträgt dabei übrigens maximal 1 Tag, das heißt: Am nächsten Bankarbeitstag ist die Überweisung garantiert auf dem Zielkonto angekommen. Toll wäre natürlich noch, wenn auch Instant-Payments, also Echtzeitüberweisungen, bald möglich wären. Überweisungen zwischen zwei Moneyou Go Konten werden aber sofort gutgeschrieben!

Konto eröffnen: Ein Vorteil der Smartphone-Konto-Apps

Habe ich mich erstmal für eine neue Konto-App entschieden, soll es natürlich auch fix gehen mit der Kontoeröffnung. Das ist bei Moneyou Go gewährleistet – dafür sorgt Video-Ident. Die Kontoeröffnung geht vollständig über die App und papierlos. Das heißt: Der lästige Gang zur Postfiliale für ein Post-Ident entfällt hier. Man kann das Smartphone-Konto direkt nach dem Download der App eröffnen. Im voll digitalen Prozess wird dann über Video-Ident der Ausweis kontrolliert und dann das App-Konto sofort freigeschaltet. Nur auf die Debit Mastercard, die man optional danach aus der App heraus kostenlos bestellen kann, muss man natürlich ein paar Tage warten.

Moneyou Go Smartphone Konto im Vergleich 2020

Moneyou Go N26 Konto Openbank Santander
Kontoführung: kostenlos kostenlos kostenlos
Debit / Kreditkarte inklusive: ja, Debit Mastercard ja, Debit Mastercard ja, Debitkarte + Travel Card in einem
kostenlos Geld abheben: ja, 2 x pro Monat (danach: 2 € pro Abhebung) ja, mind. 3 x pro Monat ja, 5 x pro Monat in der Euro-Zone + an Santander-Geldautomaten
Organisation mit Wallets/Spaces alle Wallets inklusive 3 inklusive nein
Einlagensicherung: ja nein ja
Video-Ident zur Kontoeröffnung: ja ja ja
Zur Anbieter-Webseite Zu Moneyou Go Zu N26 Zur Openbank

Meine erste Bewertung: Moneyou Go bietet viel – und ist sicher eines der besten Smartphone-Kontos

Gerne fasse ich nochmal zusammen, warum Moneyou Go nun zu meinen Favoriten als Smartphone-Konto zählt: Mir gefällt, dass eine große Bank – hier die ABN AMRO – dahintersteht, das bringt Sicherheit und Expertise mit.

Details zur Einlagensicherung bei Moneyou Go
Die Einlagen sind pro Sparer bis 100.000 € durch die niederländische Einlagensicherung und zwischen 100.000 bis zu 250.000 € durch die freiwillige Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken geschützt. Das bedeutet, Spareinlagen sind bei der ABN AMRO Bank N.V. bis zu 250.000 € abgesichert. Wer es ganz genau wissen will, findet weitere Details zur Sicherheit der Einlagen direkt bei Moneyou.

Hilfreich für das Konto- und Ausgabenmanagement sind die Funktionen des Kontos. Eine gute Hilfe zum Organisieren der Ausgaben sind vor allem die Wallets – das hat diese Konto-App nach meinem Eindruck wirklich prima gelöst und gerade nochmal optimiert, da die Anordnung per Drag & Drop jetzt noch einfacher ist. Die Wallets sind maximal flexibel und individualisierbar, ich kann beliebig viele anlegen und auch eigene Bilder zur Gestaltung verwenden. Besonders praktisch: Ich kann die Debit Mastercard nach Wahl einem Wallet zuordnen und so für einen Zeitraum sehr genau Buchungen in einer Wallet verfolgen.

Insgesamt positiv sehe ich auch die Gebührenstruktur bei diesem Smartphone-Konto. So gibt es generell keine Kontoführungsgebühr, also auch ohne regelmäßigen Geldeingang ist dieses Smartphone-Konto gratis. Überweisungen und Daueraufträge sind natürlich auch kostenlos, ebenso Bezahlen mit der Debit Mastercard in EURO-Ländern. Zwei Abbuchungen pro Monat sind ebenfalls inklusive – darüber hinaus bezahle ich 2 Euro fix pro Abhebung. Das könnte aus meiner Sicht noch etwas großzügiger gehandhabt werden. Positiv sehe ich aber, dass es eine fixe (niedrige) Gebühr fürs Abheben gibt, wenn ich häufiger als zweimal pro Monat Geld am Automaten ziehen will. Wenn ich im Ausland Geld benötige, kann ich mit Moneyou Go also z.B. die üblichen 100 Euro für 2 Euro Gebühr abheben – das entspricht voll akzeptablen 2% Gebühr.

Positiv bewerte ich auch, dass das Moneyou Go Konto immer weiter optimiert und verbessert wird. Dieses Jahr sind gleich mehrere Verbesserungen dazu gekommen: Es gibt keine Verfügungsbeschränkungen beim Geldabheben oder Bezahlen mehr, auch die Einrichtung von Daueraufträgen ist jetzt möglich.

Mein Fazit: Aus meiner Sicht ist das Smartphone Konto von Moneyou eine der besseren Konto-Apps für iOS und Android. Das bestätigen übrigens auch die insgesamt positiven Bewertungen im App-Store. Entwicklungspotenzial sehe ich besonders noch in der Integration weiterer Möglichkeiten für bargeldloses Bezahlen, v.a. über Apple Pay und Google Pay. Auch ein monatlicher Kontoauszug sollte bald verfügbar sein: Bisher gibt es nur Quartalsauszüge. Die Einrichtung der monatlichen Kontoauszüge wurde aber sogar schon angekündigt.

Als voll funktionales Zweitkonto fürs Smartphone ist Moneyou Go gut geeignet. Für den Urlaub und darüber hinaus.

Update August 2020 Die Marke Moneyou wird bis 2021 eingestellt! Eine attraktive Alternative als Smartphone-Konto bietet jetzt das kostenlose Smartphone-Konto der Openbank oder das kostenlose Girokonto (mit App) der Norisbank mit 100 Euro Eröffnungsprämie.

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Jetzt investiere ich wieder in Kredite von Privatpersonen: Ich habe mich testweise bei der führenden Plattform für Peer-to-Peer-Kredite Mintos angemeldet, um hier Geld gewinnbringend in Kredite anzulegen. Die durchschnittliche Nettorendite für den Investor liegt hier bei aktuell knapp 12% p.a.. Ob ich als neuer Anleger diese Rendite tatsächlich erzielen kann und wie es mit dem Risiko der Geldanlage aussieht, finde ich gerade heraus. Wie der Kreditmarktplatz grundlegend funktioniert, warum meine eigene erzielte Rendite bisher niedriger als die Netto-Durchschnittrendite ist und welche Erfahrungen ich darüberhinaus mit der führenden P2P-Plattform mache, schildere ich hier in meinem ständig aktualisierten Erfahrungsbericht mit Echtgeld-Investments.

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Gut, wenn man sich in turbulenten Börsenzeiten wie diesen nicht allein um die Geldanlage kümmern muss: Während die Weltbörsen gerade von Sorgen um die Ausbreitung des Corona-Virus gehörig durchgeschüttelt werden, der DAX an einem Handelstag auch mal ganze 5% nach unten rauscht und die verlustreichste Woche seit 2011 hinter sich hat, liegt ein Teil meines verfügbaren Kapitals im Wertpapierdepot meiner digitalen Vermögensverwaltung quirion – sicher verwahrt und schwankungsresistent, wie ich annehme. Während mein Robo Advisor für Ruhe im Depot zu sorgen hat, nehme ich die aktuellen Börsenturbulenzen zum Anlass, mein im Herbst 2018 eröffnetes Wertpapierdepot erneut einer genaueren Analyse zu unterziehen. Wie hat sich mein (ziemlich defensiv ausgerichtetes) Echtgeld-Depot beim Robo Advisor seit meinem letzten Review im Frühjahr 2019 geschlagen, wie sieht die Performance 2019 aus? Hier ist mein Testbericht mit meinen aktuellen quirion Erfahrungen und einer Bewertung der letzten Neuerungen zu Kosten, den neuen Leistungspaketen u.a. bei quirion.

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Endlich steht für den Urlaub 2020 wieder eine Reise in die Vereinigten Staaten an – dieses Mal darf es die Ostküste der USA sein. Die Vorbereitungen für die Reise laufen schon, die Flüge sind gebucht, jetzt hatte ich auch Gelegenheit mich mit einem Handytarif für den USA Trip zu beschäftigen. Wie bleibe ich auch auf dieser Reise mobil, welche Tarife für die USA ermöglichen mir auch dort schnelles und günstiges Internet und Erreichbarkeit für unterwegs? Hier die Ergebnisse meiner Recherche und mein Anbieter-Tipp, den ich weiterempfehlen kann.

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Nach der Geburt eines Kindes gibt es in Deutschland zügig Post vom Finanzamt: Kaum geboren wird den stolzen Eltern der Neuankömmlinge eine Steuernummer mitgeteilt – mit lebenslanger Gültigkeit. In den ersten Lebensjahrzehnten bietet diese Nummer aber mehr Vorteile als Nachteile – clevere Eltern beginnen früh fürs Kind Geld anzusparen und nutzen die Steuernummer für einen großzügigen Steuerfreibetrag, den der Staat jungen Sparern einräumt. Wie es funktioniert und welche Sparprodukte sich wirklich lohnen, klärt unser Testbericht zu Sparprodukten für Kinder – auch mit einer Warnung. Besonders im Fokus: Der CosmosDirekt Kindersparplan, Wüstenrot Bausparen für Kinder, Targobank JuniorKonto, das Junior Wertpapierdepot von comdirect sowie ETF-Sparpläne von VisualVest, OSKAR und quirion. Lesen Sie hier unsere Tipps und Empfehlungen.

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  • Nach EU-Verordnung dürfen seit Sommer 2017 keine Roaming-Gebühren mehr erhoben werden, d.h. keine Extra-Gebühren, wenn man im EU-Ausland mobil telefonieren oder surfen möchte. Trotzdem gibt es weiter Kostenfallen und Probleme.
  • Im Ausland günstiger unterwegs: Das sind die Optionen für SIM-Karten von Aldi Talk, Telekom, Vodafone, BLAU, winSIM und Co.
  • Für Reisen, Urlaub und Auslandsaufenthalte in die USA und weitere Länder außerhalb der EU empfehle ich passende SIM-Karten zum weltweiten Einsatz.

Danke EU: Seit 2017 sind wenigstens die teuren Roaming-Gebühren für Telefonieren und Internet surfen mit meinem deutschen Handytarif Geschichte. Trotzdem gibt es auch weiter Kostenfallen, wenn man auf Reisen oder im Urlaub außerhalb Deutschlands das Smartphone (oder Tablet) wie zu Hause nutzen möchte. Hier zeige ich konkret, was es z.B. bei Handytarifen der Telekom, Vodafone, Aldi Talk, WinSIM uvm. zu beachten gilt und gebe Tipps zum günstig surfen und telefonieren im Ausland.

Manchmal hat die EU eben doch auch ihr Gutes – z.B. mit der Neuregelung der Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union. Damit ist es Mobilfunkunternehmen seit Juni 2017 nicht mehr erlaubt, Extra-Gebühren für Telefonieren und Surfen im EU-Ausland abzukassieren. Das Europäische Parlament hat den Weg frei gemacht und die Roaming-Gebühren komplett abgeschafft. Das heißt konkret: Mit einem deutschen Handytarif im Netz der Telekom, von Vodafone oder o2/Telefonica können wir zu den vereinbarten Konditionen auch grundsätzlich in allen EU-Ländern ohne Zusatzgebühren mobil telefonieren, im Internet surfen und SMS schreiben. Zusätzlich gilt das auch für die Nicht-EU-Länder Luxemburg, Island und Norwegen.

Die im Tablet oder Smartphone verwendete SIM-Karte muss für Reisen ins Ausland nicht gewechselt werden (das wäre auch ganz schön umständlich), die Einwahl ins richtige Netz im Ausland erfolgt in der Regel automatisch. Auch das Inklusivvolumen bei Internettarifen gilt wie im Heimatland, ebenso die vereinbarte Maximalgeschwindigkeit (z.B. LTE), soweit verfügbar. Natürlich gilt all das auch für all die anderen deutschen Handymarken wie winSIM, Smartmobil, Yourfone, Klarmobil, Aldi Talk, Lidl Mobile, Edeka Smart, congstar usw.

Genau hingeschaut: Probleme und Kostenfallen bleiben!

Die Regelung hört sich einfach und verbraucherfreundlich an. Allerdings gibt es ein paar Fallstricke und Kostenfalle auch hier. Bei meiner Recherche sind mir vor allem diese möglichen Probleme aufgefallen:

  • Vorsicht bei Schiffsreisen, auf Fähren und bei Nutzung des mobilen Internets im Flugzeug: Wer sich z.B. auf einem Kreuzfahrtschiff ins mobile Internet einwählt oder im Flugzeug mit dem Smartphone surfen möchte, sollte sich auf hohe Zusatzkosten einstellen. Die EU-Regulierung greift hier nicht. Da das Internet oft über Satellitenverbindungen bezogen wird, geben die Veranstalter von Schiffsreisen oder die Airlines gerne die Kosten an die Nutzer weiter. Da ist es unerlässlich, sich vorab genau über die Kosten zu informieren! Ansonsten kann auch schon der Abruf nur eines YouTube-Videos oder Streaming über Netflix und Co. sehr teuer werden, in diesem extremen Fall geht es sogar um eine Handyrechnung von 11.000 Euro. Alternativ ist es oft eine gute Wahl, lieber öffentlich zugängliche WLAN-Hotspots z.B. an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu verwenden.
  • Nationaltarife meiden: Sehr vereinzelt sind in einzelnen Handytarifen generell Auslandsverbindungen gesperrt. Solche sog. Nationaltarife sind oft etwas günstiger als SIM-Karten, die auch im Ausland funktionieren. Mein Tipp ist generell, solche Angebote zu meiden oder im Zweifelsfall zu einem anderen Handytarif zu wechseln – meinen Erfahrungen nach rechnet sich die Preisersparnis häufig sowieso nicht in Zeiten, in denen man eine Allnet-Flatrate mit mind. 3 GB LTE-Datenvolumen bereits ab 7,99 Euro z.B. bei winSIM.de erhält.
  • Vorsicht in Grenzregionen: Hier kann die automatische Netzwahl zum Problem werden. Wer z.B. an der Grenze zur Schweiz mobil surfen möchte, sollte die Netzauswahl manuell überprüfen. Erfolgt die Einwahl wirklich über das Netz eines Schweizer Netzbetreibers, greift die EU-Regelung nicht und es können Roaming-Kosten anfallen. Dieses Problem tritt bei allen Reisen in Staaten auf, an die Nicht-EU-Länder wie Russland, die Türkei, Ukraine, u.a. angrenzen.
  • Fair-Use-Regelung beachten: Vorsicht ist auch bei langen Auslandsaufenthalten oder Geschäftsreisen mit langer Dauer geboten, denn es gilt eine Fair-Use-Regelung. Wer über einen Zeitraum von vier Monaten mehr als 50% der Leistungen einer mobilen Internet Flatrate über ein ausländisches Netz nutzt, kann vom Provider mit Zusatzkosten bedacht werden. Der Aufpreis pro Gigabyte beträgt dieses Jahr satte 5,35 Euro und sinkt erst bis 2022 schrittweise auf 2,98 Euro. Wer einen längeren Auslandsaufenthalt plant, sollte also eher auf die SIM-Karte eines lokalen Mobilfunkers als Ergänzung setzen und diese direkt vor Ort kaufen.

Wer diese Einschränkungen beachtet, kann mit seinem Prepaidtarif oder Handyvertrag auch im Urlaub oder auf Reisen im EU-Ausland nicht mehr viel falsch machen und auch mögliche Kostenfallen vermeiden. Besser vorbereiten sollten sich aber alle, die eine Reise in Länder außerhalb der Europäischen Union planen. Hier lohnt es sich oft, vor Abreise eine zusätzliche SIM-Karte für das Zielland zu kaufen.

Klar im Vorteil ist dabei jeder, dessen Smartphone Dual-SIM unterstützt: Dann kann die zusätzliche SIM-Karte einfach im freien SIM-Slot untergebracht werden, über die SIM-Karte des schon bestehenden Tarifs ist man aber im Notfall auch weiterhin über die gewohnte deutsche Handynummer verfügbar. Für mich ist das die beste Lösung – ich setze darauf etwa auch bei meinem Trip in die USA, für den ich mir im Internet eine USA SIM-Karte von Tourisim nutze.

Kostenfalle Roaming: Auf Kreuzfahrten und im Flugzeug
Kann teuer werden: Handynutzung im Flugzeug oder auf dem Schiff

Tipps für den Auslandsaufenthalt außerhalb der EU

Für Aufenthalte außerhalb der EU mit Zugang zum mobilen Internet (idealerweise: Internet Flat), Telefonaten am Smartphone und SMS/MMS sollte man sich vorab gut vorbereiten. Nicht immer ist dabei der Kauf einer eigenen SIM-Karte für das Zielland notwendig, da viele Tarife Zusatzoptionen für das Ausland anbieten. Hier habe ich die wichtigsten zusammengestellt:

Aldi Talk im Ausland verwenden
Mit Aldi Talk im Ausland - Logo
Der beliebte Handytarif des Discounters Aldi bietet gleich mehrere flexibel zubuchbare Tarifoptionen für Reisen an. Im Programm ist das EU Internet-Paket 500 mit einer Auslandsflatrate, die auch in der Schweiz gilt und für 4,99 Euro ein Datenvolumen von 500 MB für 7 Tage bereitstellt. Außerdem gibt es das EU Sprach-Paket 150 für Telefonate aus dem EU-Ausland in die Schweiz und ins EU-Ausland. Mein Favorit ist aber das Welt Internet-Paket 50: Dieses Internetpaket gilt in über 100 Ländern weltweit und bietet 50 MB Übertragungsvolumen für 4,99 Euro. Für Videos oder Netflix reicht das natürlich nicht, für einen kurzen Blick ins Internet oder ins Emailpostfach ist es aber ausreichend. Das Internet-Paket gilt z.B. auch in Ägypten, Australien, Großbritannien, Neuseeland, Türkei, Thailand und den USA. Wer mit einem Aldi Talk Tarif im Ausland für längere Zeit unterwegs ist – z.B. auf Geschäftsreisen -, sollte aber meiner Meinung nach zusätzlich eine zum Zielland passende SIM-Karte von simlystore vorab bestellen.

BLAU (gilt auch für ehemalige simyo Karten)
BLAU: Internet Tarif für unterwegs
Wer einen Vertragstarif bei der Telefonica-Handymarke BLAU abgeschlossen hat und im Ausland günstig mit dem Handy surfen und Telefonate führen will, kann in Weltzone 3 und 4 (z.B. Türkei, USA, Kanada, Albanien) ein Datenpaket mit 50 MB / 4,99 € (24 Stunden) zubuchen. Die Tarifoption wird nach Einreise ins Land angeboten und steht Prepaid-Kunden nicht zur Verfügung. In Weltzone 2 (vor allem dabei: Schweiz!) kosten ausgehende Anrufe nach Deutschland oder in die Schweiz 0,09 Euro / Minute. Datennutzung wird mit 0,23 € / MB abgerechnet. Innerhalb der EU fällt keine Roaming-Gebühr an – telefonieren und surfen ist also zum Inlandspreis möglich. Auch eingehende Anrufe kosten natürlich nichts. Alle weitere Infos zu den Preisen außerhalb Deutschlands bietet BLAU hier.

Klarmobil im Ausland
Mit Klarmobil SIM-Karte im Ausland: Logo
Mit einem Tarif von Klarmobil kann es auf Reisen außerhalb der EU teuer werden – aber nur, wenn man nicht im Netz der Deutschen Telekom unterwegs ist. Wer einen Tarif im D1 Netz der Telekom bei Klarmobil.de gebucht hat, kann die Travel & Surf Pakete der Telekom zubuchen. Dazu wird auf dem Smartphone diese Adresse aufgerufen: http://pass.telekom.de . Die Buchung findet dann direkt dort statt. So kann man auch vergleichsweise günstig mit Klarmobil bei der Telekom Auslandstarife buchen. Die Klarmobil Ausland Preise für Prepaid-Kunden und Nutzer des Vodafone-Netzes findet ihr auf dieser Extra-Seite in der Übersicht. Dringender Tipp hier für Reisen weiter weg: Passende simlystore Ausland Prepaid Karte holen, um Kosten zu sparen!

Telekom Auslandstarife
Mit „Travel & Surf“ bietet die Telekom eigene Auslandflatrates fürs Internet an. Achtung: „Travel & Surf“ ist ein reiner Datentarif! „Travel & Surf“ gibt es als Tages- oder Wochenpass ab 2,95 Euro. Auch einen Datentarif z.B. für die USA hat die Telekom im Angebot. Besonderheit bei allen Tarifen: EU-Roaming schließt bei der Telekom auch die Datennutzung in der Schweiz mit ein! Alle Details zu den Auslandstarifen der Telekom finden Sie hier.

WinSIM / PremiumSIM / Smartmobil im Ausland
Bei den Handytarifen von winSIM, PremiumSIM, Smartmobil ist EU-Roaming inklusive, für Verbindungen außerhalb der EU gelten eigene Preise.

Vodafone Auslandstarife
Vertragskunden von Vodafone haben einige Optionen für weltweite Reisen. Mit einem praktischen Konfigurator kann man schnell herausfinden, welche Optionen es im gewünschen Zielland gibt: Einfach das Land auswählen und Vodafone zeigt passende Tarifoptionen an. Neben den Reisepaketen gibt es auch die EasyTravel-Option: Hier kann man in einem gewünschten Land gegen einen monatlichen Aufpreis den Tarif wie zu Hause nutzen – z.B. in der Türkei. Die Vertragslaufzeit der Option beträgt 12 Monate, die Option ist dafür mit nur 4,99 Euro / Monat sehr günstig. Wer eine echte Internetflatrate für die Türkei sucht, ist hier also richtig.

„Sorgenfrei“ ist man als Vodafone Kunde auch mit dem ReisePaket Woche für Reisen außerhalb der EU, Türkei, Schweiz, USA und Kanada unterwegs: Für 29,99 Euro / Woche kann man täglich 50 Minuten telefonieren, 50 SMS schreiben und 100 MB mobiles Internet nutzen. Diese Tarifoption gilt z.B. in Ländern über 90 Ländern wie Afghanistan, Australien, Brasilien, Iran, Nigeria, Russland. Für das Reiseziel USA, Türkei, Schweiz und Kanada gibt es zusätzlich das ReisePaket Plus.

Meine Meinung: Vodafone bietet wirklich viele Auslandsoptionen, auch für Reisen in sehr abgelegene Länder. Man muss sich nur etwas durch den Tarifdschungel wühlen, um die passende Option zu finden. Manche Auslandspakete gelten auch für Callya Kunden, die Prepaid-Option von Vodafone. Eine Übersicht über die Auslandstarife für Prepaid-Kunden von Vodafone gibt es hier.

Reisen in die USA: Nur mit eigener SIM-Karte – Mein Tariftipp: Tourisim

TouriSIM - USA Prepaid SIM-Karte In einigen Fällen lohnt es sich, nicht auf die Tarifoptionen des eigenen Handytarifs zu setzen, sondern zusätzlich eine SIM-Karte zu kaufen. Wer sich ideal auf einen Trip vorbereiten will, kann das schon vor Abreise bequem erledigen. Für eine Reise in die Vereinigten Staaten habe ich mich selber ausführlich zu meinen Möglichkeiten informiert und mir vor Abflug eine Prepaid-SIM-Karte über den Online-Shop Tourisim.de zugelegt.

Diese zusätzliche SIM-Karte packe ich in mein Dual-SIM-fähiges Smartphone und kann so bequem in den USA ohne Roaming-Kosten surfen und telefonieren. Gleichzeitig bin ich (für den Notfall) auch über die deutsche SIM-Karte weiter erreichbar.

Bei meiner Suche nach einer guten USA SIM-Karte haben mich diese Leistungen von Tourisim.de überzeugt:

  • Qualitäts-Netz von AT&T: Tourisim setzt bei seinen SIM-Karten ausschließlich auf AT&T, die das meines Wissens beste Mobilfunknetz in den USA betreiben. Wenn ich schon einen eigenen Handytarif für die USA habe, soll er auch bei der Netzqualität super sein. Natürlich ist auch die Nutzung von LTE, also Highspeed-Internet beim mobilen Surfen, freigeschaltet.
  • Tarife mit vielen Auswahlmöglichkeiten: Tourisim lässt mir die Wahl, wieviel LTE-Datenvolumen, SMS und Telefonie-Minuten ich benötige. Im sog. Best-Price-Paket sind auch unbegrenzte Telefonate in die USA (mobil und Festnetz) sowie SMS inklusive, sogar nach Deutschland kann ich unbegrenzt ins Festnetz telefonieren. Für Verbindungen ins deutsche Mobilfunknetz gibt es 35 bis 70 Freiminuten. Beim Datenvolumen kann ich zwischen einer Flatrate mit 1 GB bis 10 GB für die mobile Datennutzung wählen.
  • einfache Bestellung und deutsche Anleitung: Innerhalb von 2-3 Tagen wird meine SIM-Karte für die USA ausgeliefert. Das klappt wirklich gut, schnell und zuverlässig. Gleich bei der Bestellung gebe ich außerdem bei Einreisedatum und Abreisedatum an, so dass die SIM-Karte pünktlich aktiviert wird.
  • Aufladung jederzeit: Über die Internetseite von tourisim.de kann ich jederzeit wieder Guthaben aufladen. Innerhalb von 24 Stunden wird das zusätzliche Datenvolumen aktiviert. Zugleich wird auch die Gültigkeit der Rufnummer verlängert.
  • Preis-Leistung ist OK: Günstig wie ein deutscher Handytarif bei einem Mobilfunkdiscounter ist Tourisim.de natürlich nicht, aber ich bin mit der Preis-Leistung auch im Vergleich mit Alternativen zufrieden. Konkret heißt das bei meiner Tarifwahl, dass ich für knapp 70 Euro einen USA-Tarif mit diesen Optionen im AT&T Netz erhalte: 8 GB LTE Daten + 70 Minuten DE Mobilfunknetz + unbegrenzt Telefonate und SMS in den USA + unbegrenzt Telefonate ins DE / AT / CH Festnetz und unbegrenzt SMS nach DE / AT / CH / NL / BE. Eingehende Anrufe sind übrigens generell kostenlos, man zahlt also nichts, wenn man in den USA Anrufe entgegennimmt. Neukunden können sich gerade doppelt freuen: Bei Aktivierung bis Ende des Monats gibt es in vielen Tarifen Extra-LTE-Datenvolumen.

WhatsApp, Skype, Facebook Messenger und andere Apps können übrigens mit dem Tarif auch normal verwendet werden – sogar mit den bestehenden Accounts. Die SIM-Karte wird im Triple-Format (Standard, Micro, Nano) ausgeliefert, passt also in alle gängigen Smartphones und Tablets.

Beachten sollte man noch, dass es auch einen Hotspot-Tarif gibt: Wer Tethering nutzen will, also mehrere Geräte gleichzeitig mit mobilem Internet versorgen will, sollte diesen Premium-Tarif wählen, der auch in Kanada & Mexiko nutzbar ist und sogar bis zu 22 GB LTE-Datenvolumen mitbringt.

Tourisim USA-SIM-Karte ansehen »

Reisen nach Afrika, Asien, Australien und Südamerika (und weltweit): SIM-Karten für viele Länder bei simlystore

simlystore

simlystore SIM-Karten für Reisen weltweit

Für Reisen nach Asien, Australien, Afrika, auch Südamerika ist mein Tipp eine Reise SIM-Karte des in Hamburg ansässigen Unternehmens simlystore, eines der größten Unternehmen in Deutschland zu Prepaid Ausland SIM-Karten, seit 11 Jahren im Geschäft mit inzwischen mehr als 80.000 Kunden. Der Anbieter bietet ordentliche Preise und eine nahezu weltweite Abdeckung. Bonus: Neben dem gewählten Zielland sind viele SIM-Karten auch zusätzlich in 50 weiteren Ländern ohne Zusatzkosten verfügbar. Ob es auch die jeweils günstigste SIM-Karte fürs Ausland ist, kann ich nicht immer genau sagen. Per Stichprobe habe ich z.B. ermittelt, dass simlystore z.B. für Reisen nach Südafrika, China oder in die Schweiz preislich auch im Vergleich mit anderen Online-Shops attraktiv sind. Auf jeden Fall ist es auch ein Anbieter mit jahrelanger Erfahrung. Außerdem – so meine Erfahrungen – werden die SIM-Karten nach Bestellung innerhalb von 1 bis 2 Werktagen zügig zugestellt. Wenn etwas doch nicht passen sollte, gilt eine Geld-zurück-Garantie von 100 Tagen.

Auslandinternet: Auch außerhalb der EU roamingfrei

Das mobile Internet im Ausland ist bei simlystore nicht nur vergleichsweise günstig, da auch außerhalb der EU roamingfrei, es gibt dazu auch ein ausreichendes Datenvolumen von wahlweise 1 GB, 3 GB oder 12 GB – die Reisepakte der großen Mobilfunkunternehmen bieten für meinen Geschmack nämlich immer viel zu wenige MB. Und nichts ist ärgerlicher, als beim Surfen im Ausland plötzlich keinen Zugriff mehr zu haben, weil das Datenpaket abgelaufen ist. Das 12 GB-Datenpaket dürfte dabei auch besonders für Austauschschüler oder Geschäftskunden interessant sein.

Brasilien Prepaid SIM-Karte - Ausland
Ein Beispiel aus dem simlystore: Die Brasilien Ausland Prepaid SIM-Karte

Bei simlystore erhält man günstige SIM-Karten mit Prepaid Datentarifen für über 50 Länder weltweit. Das gewünschte Datenvolumen wird direkt beim Kauf der Karte ausgewählt – das Aktivierungsdatum ist dabei frei wählbar. Von unterwegs kann das Datenvolumen auch wieder jederzeit aufgeladen werden, das ist aber oft recht teuer. Weitere Besonderheiten bei simlystore sind: Tethering, d.h. die Nutzung am mobilen Hotspot ist in den meisten Fällen möglich (Achtung: beim USA Tarif nur in der Premium-Variante!); einkommende Anrufe und SMS kosten in den meisten Ländern nichts.

Eine Besonderheit ist außerdem: Die Prepaid Karte fürs Ausland gibt es nicht nur für einzelne Länder. Wer eine Prepaid Ausland SIM-Karte eines der folgenden Länder bei simlystore bestellt, kann sie ohne Zusatzkosten auch in allen weiteren in dieser Liste genannten Ländern nutzen:

Albania, Australia, Austria, Belarus, Belgium, Bulgaria, Canada, China, Croatia, Czech Republic, Cyprus (Northern), Denmark, Estonia, Finland, France, Germany, Ghana, Greece, Hong Kong, Hungary, Iceland, Indonesia, Ireland, Israel, Italy, Kazakhstan, Latvia, Lithuania, Malta, Netherlands, New Zealand, Norway, Poland, Portugal, Romania, Russia, Slovakia, Slovenia, South Africa, South Korea, Spain, Sri Lanka, Sweden, Switzerland, Taiwan, Thailand, Turkey, UK Guernsey, United Kingdom (UK), United States (USA)

Mein Fazit: Das Angebot ist hier wirklich umfassend, die Preise sind auch im Vergleich meistens gut. Auch der Internetshop von simlystore ist übersichtlich aufgebaut, hier sieht man auch die langjährige Erfahrung des Anbieters. Gut gefällt mir, dass es auch eine Art „globale Karte“ gibt, die in insgesamt 50 Ländern weltweit ohne Zusatzkosten einsatzbereit ist. Die Informationen zu den einzelnen Ländern sind sehr umfangreich auf der Internetseite. So erfährt man auch, in welchem Netz die Karten funken und ob kostenfreie eigehende Anrufe und Datennutzung möglich sind. Viele SIM-Karten gibt es auch mit Telefonie-Minuten oder Allnet-Flatrate, wenn man das denn benötigt. Wer wissen will, wieviele Daten ungefähr benötigt werden, findet hier eine Tabelle zur voraussichtlichen Datennutzung:

simlystore Prepaid Ausland SIM-Karte auswählen »

Alternative zu simlystore: SIM-Karten fürs Ausland von travsim

travSIM Karten weltweitWer bei simlystore nicht fündig wird, etwa weil die gewünschte SIM-Karte gerade nicht vorrätig oder ausverkauft ist, findet eine gute Alternative hier im Online-Shop von travsim. Auch hier werden SIM-Karten fürs Ausland am nächsten Tag geliefert, wenn bis 15 Uhr bestellt wird.

 


 

Prepaid Ausland SIM auf Reisen: Manchmal lohnt sich ein zusätzlicher Tarif

Wenn man nicht gerade auf einen „Nationaltarif“ hereingefallen ist, der die Nutzung im Ausland generell begrenzt oder ausschließt, ist man mit einem deutschen Handytarif auch bei Reisen ins EU-Ausland auf der sicheren Seite. Roaming-Kosten gibt es nicht mehr, das ist die gute Nachricht. Nur an die Fair-Use-Regelung sollte man sich halten und bei Schiffsreisen und im Flugzeug sowie in Grenzländern vorsichtig sein. Zusätzlich Geld sparen lässt sich gelegentlich durch zubuchbare Tarifoptionen direkt beim Provider.

Ganz anders sieht es da schon bei Reisen und Aufenthalten außerhalb der EU aus: Hier führt kein Weg daran vorbei, sich vorab ausführlich zu informieren. Oft lohnt sich hier der Kauf einer zusätzlichen SIM-Karte mit Auslandstarif. Wer es besonders bequem haben will, bestellt diese Karte vor Reiseantritt bequem im Internet z.B. bei Tourisim (für die USA), simlystore oder travSIM (für über 100 weitere Länder).

Meistens ist so ein zusätzlicher Tarif sogar die bessere Wahl im Vergleich mit Auslandsoptionen, die Vodafone, Telekom und Co. anbieten. Denn: Hier wird richtig mit dem Inklusiv-Datenvolumen geknausert! Wer in der Ferne auch mal YouTube Videos anschauen will oder die neueste Netflix-Serie nicht verpassen will, kommt mit diesen Tarifen nicht weit. Aber auch die Nutzung von Messenger-Apps wie WhatsApp, Telegram, Facebook Messenger macht damit nur selten Spaß. Oder wird unverhältnismäßig teuer.

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Wie löst man eigentlich einen Scheck bei einer Bank ein, die gar keine Filiale vor Ort hat? Gute Frage, hier die Antwort. Bei der ING (früher: ING-DiBa) wird dieses Problem gut gelöst: Man schickt den Scheck einfach per Post ein und bekommt die Gutschrift dann aufs Konto. Ein Erfahrungsbericht und weitere Tipps, um das Girokonto der ING zu verbessern.

ING Bank Logo: Depot, Girokonto, Tagesgeld

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Zum 50. Gründungsjubiläum gönnt die Hanseatic Bank aus Hamburg ihrer von der Jahresgebühr befreiten GenialCard Kreditkarte ein Upgrade. Profitieren von den verbesserten Konditionen können Neukunden, die eine kostenlose echte VISA Kreditkarte – schwarz und hochgeprägt – suchen. Wie aber schneidet die Kreditkarte im Vergleich überhaupt ab? Ich habe die Karte genau unter die Lupe genommen und zeige hier im Testbericht auch, worauf bei den Leistungen zu achten ist.

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Ab wann ist professionelle Vermögensverwaltung sinnvoll? Bei der digitalen Vermögensverwaltung LIQID ist die Antwort eindeutig: Ab 100.000 Euro, der Mindestanlagesumme bei diesem Robo Advisor. Wer als Anleger diese Hürde nimmt, soll hier eine professionelle und bankenunabhängige digitale Vermögensverwaltung wie im „Family Office“ der Familie Quandt erhalten. Wie das funktioniert und wo die Unterschiede zu anderen digitalen Lösungen fürs Vermögensmanagement liegen, zeigt meine Analyse des LIQID Konzepts mit aktuellem Performance-Vergleich.

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