Autor: D. Schuster

Gebührenfreie ETF Sparpläne bieten auch 2019 einige Depotbanken. Nur die Direktbank ING (früher: ING-DiBa) ist bei ETF-Sparplänen unverhältnismäßig teuer. Gebührenfrei in ETFs investieren ist hier nur in der Einmalanlage ab 500 Euro bei 200 ausgewählten ETFs möglich. Wer trotzdem mit einem gebührenfreien ETF Sparplan Vermögen bilden will, findet bei der Konkurrenz ein besseres Angebot. Hier ist mein Vergleich mit den Favoriten bei ETF Sparplänen für 2019.

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Endlich steht für den Urlaub 2019 wieder eine Reise in die Vereinigten Staaten an – dieses Mal darf es die Ostküste der USA sein. Die Vorbereitungen für die Reise laufen schon, die Flüge sind gebucht, jetzt hatte ich auch Gelegenheit mich mit einem Handytarif für den USA Trip zu beschäftigen. Wie bleibe ich auch auf dieser Reise mobil, welche Tarife für die USA ermöglichen mir auch dort schnelles und günstiges Internet und Erreichbarkeit für unterwegs? Hier die Ergebnisse meiner Recherche und mein Anbieter-Tipp, den ich weiterempfehlen kann.

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Mittlerweile gibt es viele Robo-Advisor am Markt. Ihr Ziel ist es, Anlegern eine einfache und zugleich professionelle Geldanlage zu günstigsten Konditionen zu ermöglichen – bequem von der heimischen Couch aus. Doch wie finden Anleger die besten Robos, worauf sollten sie achten? Unabhängige Tests bieten hierbei Orientierung und helfen bei der Entscheidung für oder gegen einen Anbieter. So auch der aktuelle Test von Finanztip. Nur drei Robo-Advisor schafften es hier, als „Empfehlungen für 2019“ ausgezeichnet zu werden.

Wer aktuell noch auf der Suche nach einem passenden Angebot ist, wird bei der Recherche nach dem besten Angebot kaum am aktuellen Vergleichstest von Finanztip.de vorbeikommen.

Im März 2019 hat Deutschlands größtes gemeinnütziges Finanzportal insgesamt 32 Robo-Advisor untersucht und einem umfangreichen Vergleich unterzogen. Die Testkriterien können ganz transparent im Bericht nachvollzogen werden. Der Test ist meiner Meinung nach insgesamt sehr aussagekräftig und bietet als Ratgeber wichtige Infos zur (digitalen) Geldanlage.

Wichtigstes Ergebnis des Tests: Nur drei Anbieter erhalten eine klare Empfehlung von Finanztip als digitale Anlagehelferquirion, growney und WeltInvest. Keine Empfehlung haben Anbieter wie Ginmon, Fintego oder Pixit (Targobank) erhalten. Bei Pixit werden dabei z. B. die hohen Kosten bemängelt – bei Fintego und Ginmon passt das Anlageuniversum nicht, da hier auch in Immobilien und Rohstoffe investiert wird.

Bereits im Sommer 2018 wurde quirion, der Robo-Advisor der Quirin Privatbank, Testsieger bei der verbraucherrelevantesten Institution überhaupt – bei der Stiftung Warentest. quirion hat mit der hohen Portfolioqualität bei niedrigsten Kosten überzeugt.

Es läuft also gut für quirion – das zeigen auch die Zahlen. Um noch mehr Anleger zu begeistern, schenkt quirion ab dem 1. Mai 2019 ETF-Sparern die erste Sparrate im ETF-Sparplan – bis maximal 50 Euro.

Aber zurück zum Finanztip-Test.

Der Finanztip-Test unter der Lupe: Diese 4 Aspekte sind wichtig

Bei der genauen Analyse der Testergebnisse von Finanztip sind mir vier Aspekte aufgefallen, die wichtig sind:

  1. Aktive Robo Advisor sind ausgeschlossen

    Eines der Finanztip-Kriterien, nach denen die Testkandidaten ausgewählt wurden, ist der passive Investmentansatz. Der Vergleich zeigt also nur digitale Anlagehelfer, die mittels Rebalancing das zu Beginn vom Anleger gewählte Risiko-Rendite-Profil bzw. die Anlagestrategie stets wiederherstellen.

    Robo-Advisor wie Scalable Capital, Whitebox oder Cominvest fallen bei diesem Kriterium durch und werden deshalb im Vergleich nicht berücksichtigt. Es ist übrigens derzeit nicht zu erwarten, dass Finanztip digitale Vermögensverwalter mit aktivem Ansatz testen wird. Denn: Nur der passive Ansatz entspricht den „Finanztip-Grundsätzen für eine gute und einfache langfristige Geldanlage“.

  2. Die Empfehlungen des letzten Tests fehlen

    Finanztip hatte schon mal einen Test durchgeführt und 2016 veröffentlicht. Damals wurden vaamo und Prospery als Empfehlungen vorgestellt. Beide Anbieter sind dieses Mal nicht mehr mit von der Partie. Bei Prospery liegt der Grund auf der Hand: Diese digitale Vermögensverwaltung stellt ihren Service mangels Kundeninteresse zum 31. Mai 2019 ein.

    Warum vaamo dieses Mal beim Vergleichstest nicht teilnehmen wollte, ist mir nicht bekannt.

  3. Eine Empfehlung tanzt aus der Reihe

    WeltInvest, das seit September 2018 angebotene ETF-Portfolio vom Zinsportal WeltSparen, ist neben quirion und growney die dritte Empfehlung von Finanztip.

    Aber ist WeltInvest überhaupt ein echter Robo-Advisor? Passt dieser Anbieter von ETF-Portfolios in den Vergleich?

    Finanztip gibt zu: Nein, WeltInvest ist „kein Robo-Advisor im klassischen Sinn“. Statt eines individuell auf die Anlageziele abgestimmten Portfolios kann man sich hier für eines von vier ETF-Portfolios mit unterschiedlich stark gewichteten Aktien- und Anleihen-ETFs entscheiden. Das ist also eher etwas für „Selbstentscheider“. Dieses Konzept sorgt zwar für niedrigere Kosten als beim Robo-Advisor, lässt aber den individuellen Aspekt der auf mich genau abgestimmten Anlagestrategie vermissen.

    WeltInvest bietet zwar auch standardisierte ETF-Portfolios als Alternative zu einem (teuren) aktiv gemanagten Fonds – ein Robo-Advisor ist WeltInvest aber eben nicht. Auch eine persönliche Beratung wie z. B. im Comfort-Paket von quirion mit einem persönlichen Berater gibt es hier nicht. Zudem beinhalten die WeltInvest-Portfolios ausschließlich Fonds von Vanguard – eine unabhängige Fondsselektion, wie sie bei quirion selbstverständlich ist, findet also nicht statt. Das kann sich durchaus auch nachteilig auf die Rendite auswirken.

  4. Kosten bei niedriger Anlagesumme

    Finanztip geht bei dem Vergleich von einer Anlagesumme von 15.000 Euro aus. Wer weniger anlegen möchte, sollte die Kosten der Robo-Advisor nochmal individuell vergleichen – zum Beispiel mit dem Vergleichsrechner am Ende dieses Artikels.

    So würde das Testergebnis z. B. für jemanden, der nur 5.000 Euro anlegen möchte, ganz anders aussehen: quirion würde hier klar als Sieger im Kostenvergleich abschneiden, da bis zu einer Anlagesumme von 10.000 Euro hier nur die ETF-/Fondkosten, aber keine Verwaltungskosten berechnet werden. growney dagegen, die zweite Empfehlung im Finanztip-Test, würde mit einer Kostenquote von über 1 % p. a. sicher keine Empfehlung von Finanztip erhalten, da hier die Servicegebühr unter 10.000 Euro bei hohen 0,99 % p. a. liegt – zzgl. der Fondskosten.

Diese vier Punkte sollte man also unbedingt beachten, wenn man sich aufgrund des Testergebnisses von Finanztip für einen der drei empfohlenen Anbieter entscheidet. Jeder meiner vier Punkte geht aber eindeutig aus dem Text des Vergleichstests hervor – die Transparenz ist wirklich vorbildlich.

growney oder quirion: Welcher Robo Advisor ist besser?

Auf Basis der genannten vier Punkte würde von den drei Empfehlungen WeltInvest rausfallen – bleiben growney und quirion. Doch welcher Robo ist der beste?

Mein persönlicher Favorit ist quirion, nicht nur wegen der überaus attraktiven Kostenstruktur. Ich habe selbst ein Depot bei quirion und bin sehr zufrieden: Mein Portfolio (80 % Anleihen/20 % Aktien) entwickelt sich wie gewünscht und steht seit Jahresanfang 2019 mit knapp 5 % im Plus, bei sehr niedrigen Schwankungen.

Einen Sparplan mit 30 Euro pro Monat habe ich inzwischen testweise auch angelegt, nachdem quirion die Mindestrate im Sparplan auf nur noch 1 Euro/Tag gesenkt hat. Meine persönliche Erfahrung deckt sich also mit den Testergebnissen von Finanztip – ich habe meine Entscheidung nicht bereut, mich bei der Vielzahl an Robo-Advisorn für quirion entschieden zu haben: Der Anlagevorschlag passte gut zu meinen Anlagezielen und wurde korrekt umgesetzt, die Depoteröffnung ging sehr zügig und ich hatte auch schon erste Gelegenheiten, mit meinem persönlichen Berater bei quirion zu sprechen. Negative Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht. Details sind auch in meinem quirion Erfahrungsbericht mit Echtgeld-Check nachzulesen.

Genau sieht die Gegenüberstellung der beiden Robo-Advisor-Empfehlungen von Finanztip in unserem eigenen Vergleich digitaler Vermögensverwalter 2019 so aus:

growney: grow your money - Testbericht Quirion Robo Advisor Test
Neukunden-Aktion: nur 1.000 Euro Mindestanlage +
erste Rate im Sparplan geschenkt (30 €)
Einmalanlage ab 1 Euro 1.000 Euro (Aktion)
Anlageuniversum ETF ETF, Dimensional Fonds
Gebühren p.a. 0,99 % unter 10.000 Euro / 0,69 % unter 50.000 Euro / 0,39 % p.a. ab 50.000 Euro + ETF-Kosten (max. 0,27 %) ab 10.000 Euro Anlagesumme: 0,48% p.a. + ETF-Kosten (Ø 0,22 %)
Sparplan ab 1 Euro monatl. ab 30 Euro monatl.
Anzahl Risikoklassen 5 10
Partnerbank Sutor Bank Quirin Privatbank AG
growney besuchen > quirion besuchen >

Wer mit einer möglichst geringen Anlagesumme sein Geld bei einem Robo-Advisor anlegen möchte, sollte also auch growney in Erwägung ziehen: Hier beträgt die Ersteinlage nur 1 Euro, bei quirion sind es aktuell in einer Aktion für Neukunden bis 21.11.19 nur 1.000 Euro statt der üblichen 10.000 Euro. Dafür profitiere ich allerdings bei quirion auch davon, dass hier generell die ersten 10.000 Euro kostenfrei verwaltet werden. Bei growney dagegen ist es eher umgekehrt: Bis zu einer Anlagesumme von 10.000 Euro sind die Servicekosten besonders hoch mit 0,99 % p. a.

Robo Advisor im Performance- und Kostenvergleich


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Vor dem Urlaub steht noch eine Entscheidung an: Welche Banking-App darf mit auf die Reise? Ich habe mich auf die Suche gemacht nach einem coolen Smartphone-Konto. Es soll helfen, meine Ausgaben im Urlaub zu kontrollieren, bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone oder der Karte und auch eine gute Bargeldversorgung am Geldautomaten ermöglichen. Alle anderen Extras nehme ich natürlich gerne mit. Bei welcher Bank ich unerwartet fündig wurde, zeige ich hier im Erfahrungsbericht.

Banking mit der Smartphone-App – daran wird man sich schnell gewöhnen können. Immerhin nutzen laut einer aktuellen Umfrage der Deutsche Bank schon inzwischen in der befragten jungen Zielgruppe knapp zwei Drittel (63%) Smartphones und Tablet fürs mobile Banking. Tendenz steigend. Sicherheitsbedenken gibt es dabei offenbar weniger, der Komfort geht vor.

Und praktisch sind die Apps ja tatsächlich. Für mich sind die Urlaubsplanungen für 2019 ein guter Anlass, mich auch mit der Auswahl einer passenden Konto-App für das Smartphone zu beschäftigen. Statt einer dicken Geldbörse gefällt mir die Idee gut, gerade im Urlaub (möglichst) alle Geldgeschäfte direkt am Smartphone erledigen zu können. Denn das hat man natürlich sowieso meistens dabei.

Welche Smartphone-Konto ist das richtige? – Das sind meine Auswahlkriterien

Was ist mir nun wichtig bei der Wahl eines Smartphone-Kontos? Was erwarte ich, welche Funktionen benötige ich unbedingt? Bevor ich mich auf die Suche mache, habe ich mir die wichtigsten Punkte überlegt:

  • Echter Mehrwert: Wenn ich mir schon eine weitere App installiere, soll sie mir auch einen echten Mehrwert bieten. Bei Finanzen heißt das: Sie soll mir helfen, Sparziele zu erreichen, Ausgaben zu kontrollieren. Außerdem will ich einfacher bezahlen können und überall Geld abheben können.
  • Individuell: Ich möchte möglichst frei entscheiden, wie ich Geld anlege oder ausgebe. Auch die Oberfläche der App möchte ich möglichst frei nach meinen Wünschen gestalten. Das heißt: Das System soll sich idealerweise an mich und meine Vorstellungen anpassen, nicht umgekehrt.
  • Sicherheit: Geld hat immer auch mit Sicherheit zu tun. Ich möchte das Gefühl haben, das mein Geld auch in der App in guten Händen ist. Zwar will ich das Konto nur als Zweitkonto nutzen, das heißt: Ich werde hier sicher keine allzu hohen Summen Geld bunkern.
  • Gebühren: Mit Kontoführungsgebühren braucht man mir erst gar nicht zu kommen – so ein App-Konto wäre gleich raus aus der näheren Auswahl. Ich will ein kostenloses Smartphone-Konto. Auch Überweisungen sollten natürlich kostenfrei sein. Geldabheben am Geldautomaten sollte möglichst häufig und vor allem auch im Ausland gebührenfrei sein.
  • Geld austauschen: Nicht nur Geld überweisen, auch Geld mit Freunden austauschen sollte möglich sein. Das hilft z.B. nach einem gemeinsamen Abendessen schnell und einfach die Kosten gegenseitig zu verrechnen. Wenn das meine Konto-App auch übernehmen kann, ist das ein Bonus, den ich gerne mitnehme.

Mit diesen Wünschen und Bedingungen bin ich also losgezogen, um das beste Smartphone-Konto für meine Bedürfnisse zu finden. Ganz blank war ich dabei natürlich nicht: Auch hier bei Dontox.de haben wir schon länger einen umfangreichen Vergleich von Konto Apps. Um für mich selbst eine möglichst gute Wahl zu treffen, habe ich mich nun davon ausgehend noch genauer informiert. Dabei habe ich auch etwas weniger bekannte Konto Apps genauer in den Blick genommen. Das Ergebnis meiner Suche vorweg: JA, ich habe ein neues Smartphone-Konto gefunden, das meinen Anforderungen gut entspricht.

Positiv überrascht war ich bei meiner Suche vor allem vom Smartphone-Konto „Moneyou Go“. Dieses App-Konto hatten wir bisher nicht mal in unserem Vergleich auf Dontox.de – zu Unrecht, wie ich jetzt bei meiner erneuten Recherche herausfand. Bisher kannte ich Moneyou, die Online-Marke der niederländischen Großbank ABN AMRO, nur mit dem immer noch mit derzeit 0,20% p.a. gut verzinsten Tagesgeldkonto und Fondsanlagen. Dieses Tagesgeldkonto ist offenbar auch ziemlich beliebt: Mehr als 300.000 Kunden zählt Moneyou in Deutschland.

Doch bei einem klassischen Tagesgeldkonto fehlen einfach wichtige Funktionen eines Girokontos. Ich gehe davon aus, dass deshalb Moneyou nun auch mit einem eigenen Smartphone-Konto am Start ist. Das Girokonto ist zu 100% mobil – das heißt: Die App muss installiert werden, um auf die Kontooberfläche zugreifen zu können. Seit September 2018 ist die App im iOS-Store von Apple und bei Google Play für Android-Smartphones verfügbar. Und sie heizt den Wettbewerb unter den Konto-Apps weiter an.

Unerwartet: Es gibt sogar Zinsen bei Moneyou Go

Der Anspruch der App ist es offenbar sogar, Vorteile des Tagesgeldkontos mit einem voll digitalen Bankkonto zu verbinden. Denn: Guthaben wird auf dem „Moneyou Go Konto“ sogar verzinst – und zwar derzeit mit demselben Zinssatz wie auf dem Tagesgeldkonto, im aktuellen Marktumfeld vergleichsweise hohen 0,20% p.a. (wieviel bietet nochmal deine Sparkasse?).

Das ist meines Wissens wirklich einmalig – ein gebührenfreies Smartphone-Konto, das auch noch Zinsen abwirft. Natürlich ist die aktuelle Verzinsung auch nicht sonderlich hoch, verglichen mit den Angeboten anderer Banken im aktuellen Niedrigzinsumfeld ist der Zinssatz aber geradezu phänomenal und nicht nur ein Neukunden-Lockangebot. Für mich ist das jedenfalls ein Bonus, den ich gerne mitnehmen würde. Statt Kontoführungsgebühren gibt’s hier also Zinsen aufs Guthaben. Schon mal ein erstes Aha-Erlebnis und ein klares Plus.

Was hat die App sonst noch zu bieten – wird sie vielleicht sogar meine Geld-App für den Urlaub (und darüber hinaus)?

zum bargeldlos Bezahlen und Geld abheben: gebührenfreie Mastercard ist inklusive

Zuerst mal zum Thema „bargeldlos bezahlen“ und „Geld abheben“: Dazu gesellt sich zur App hier zu allererst eine Debit Mastercard, die ohne Kartengebühr dauerhaft kostenlos inklusive ist. Mit der Karte kann ich innerhalb der EURO-Zone gebührenfrei bezahlen, in Fremdwährungen fallen 1,7 % Gebühren vom Umsatz an. Kontaktlos bezahlen funktioniert mit dieser Karte, ein Vorteil beim Bezahlen von Kleinbeträgen bis zu 50 Euro z.B. im Supermarkt oder für ein Ticket im Nahverkehr.

Geld abheben am Geldautomaten ist auch möglich und ist zwei Mal pro Monat gebührenfrei (danach: 2 Euro pro Abhebung). Außerhalb der EURO-Zone fallen zusätzlich immer 1,7 % Gebühren vom Betrag an, auch bei Bargeldabhebungen. Andere Bezahlmethoden, vor allem Apple Pay oder Google Pay, sind aktuell noch nicht verfügbar. Im Blick behalten sollte man die generelle Verfügungsbeschränkung für Zahlungen und Geld abheben mit der Karte: Sie liegt derzeit bei 500 Euro pro Kalendertag für Online-Bestellung und Geld abheben am Automaten. Limits für die Offline-Kartenzahlung können in der App auf maximal 50.000 € pro Tag angehoben oder, wenn gewünscht, auf kleine Beträge individuell gesenkt werden.

So sieht die Karte des Smartphone Kontos übrigens aus:

Gut zu wissen ist außerdem: Die Mastercard von Moneyou Go ist eine Debitkarte, also keine klassische Kreditkarte. Das bedeutet, dass Umsätze mit der Karte sofort mit dem Konto verrechnet werden. Ohne Guthaben auf dem Konto kann also auch nicht mit der Debitkarte bezahlt werden. Geld abheben funktioniert dann auch nicht. Das erspart mir aber auch die teilweise sehr hohen Kreditkartenzinsen, die bei klassischen Kreditkarten mit Ratenzahlung anfallen. Mit der Debit Mastercard kann ich nur über exakt das Geld verfügen, das auf meinem Konto liegt. Das hilft auch beim Kontrollieren der eigenen Ausgaben.

Wallets anlegen: echte Hilfe beim Organisieren

Apropos „Kontrollieren der eigenen Ausgaben“: Da liegt nach meinem ersten Eindruck eine echte Stärke dieser Smartphone-Konto-App.

Was beim mobilen Konto N26 die sog. Spaces sind, sind hier bei Moneyou Go die „Wallets“. Das sind geeignete Hilfsmittel für eine bessere Kontrolle meiner Finanzen. Ich kann bei dieser Konto App „Wallets“ zu beliebigen Themen direkt in der App anlegen.

Einnahmen und Ausgaben werden dann auf Wunsch einfach einem Wallet zugeordnet. So habe ich z.B. immer meine Ausgaben für die Wohnung im Blick (Wallet: Miete) oder sehe, was ich gerade für Essen ausgebe.

So sehen die Wallets aus:

Wie hilft mir das für mein Urlaubsbudget? Für meinen „Italienurlaub 2019“ kann ich mir einfach ein neues Wallet anlegen, natürlich auch mit eigenem Bild und mir dann vorher z.B. ein Budget von 500 Euro zuweisen. Eine Besonderheit bei dieser Konto-App ist, dass ich auch die Debit Mastercard einem beliebigen Wallet zuweisen kann. Wenn ich im Urlaub bin, weise ich also die Karte einfach dem Wallet „Italienurlaub 2019“ zu. Es werden dann alle Ausgaben – Einnahmen wird es leider kaum geben … – direkt von diesem Wallet abgebucht.

Praktisch! Meiner Meinung nach ist das ein echter Mehrwert von Smartphone-Konten, für mich perfekt beim Zweitkonto. Und ein Vorteil ist auch, dass die Wallets nicht nur auf zwei begrenzt sind. Im Gegensatz zu N26 – da sind nur zwei „Spaces“ inklusive, ab dem dritten wird eine Gebühr fällig. Hier also ein klarer Punktvorteil für Moneyou Go.

Geld überweisen: Direkt in der App

Wer Geld überweisen will, kann dies direkt in der App veranlassen. Da unterscheidet sich die Konto-App wenig vom klassischen Girokonto. Man bekommt auch für das App-Konto eine individuelle IBAN-Nummer; es ist ja auch ein Girokonto – nur eben mobil. An diese Kontonummer kann Geld überwiesen werden, z.B. natürlich auch das monatliche Gehalt. Auch fürs Geld einzahlen auf das Moneyou Go Konto verwende ich diese IBAN-Nummer. Am besten ist es, sie als Überweisungsvorlage im Online-Banking deines Kontos zu speichern – dann ist die IBAN immer parat.

Für ausgehende Überweisungen, also Überweisungen an Dritte wird die Ziel-IBAN in der App eingegeben – dann kann Geld überwiesen werden. Auch das Einrichten von SEPA-Lastschriften funktioniert. Das heißt: Dritte können vom Konto per Lastschrift Geld einziehen, wenn ich ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt habe. Das ist für alle wiederkehrenden Zahlungen wichtig, also z.B. meine Mobilfunkrechnung, Stromrechnung, usw.

Ein wichtiges Detail zu den Überweisungen finde ich noch im Preis-Leistungsverzeichnis: Überweisungen müssen bis 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit (nachfolgend „MEZ“) an den Geschäftstagen der ABN AMRO eingereicht werden, ansonsten erfolgt die Buchung erst am Folgetag. Gut zu wissen, gerade bei eiligen Aufträgen!

Die Ausführungsfrist beträgt dabei übrigens maximal 1 Tag, das heißt: Am nächsten Bankarbeitstag ist die Überweisung garantiert auf dem Zielkonto angekommen. Toll wäre natürlich noch, wenn auch Instant-Payments bald möglich wären. Überweisungen zwischen zwei Moneyou Go Konten werden aber sofort gutgeschrieben!

Konto eröffnen: Ein Vorteil der Smartphone-Konto-Apps

Habe ich mich erstmal für eine neue Konto-App entschieden, soll es natürlich auch fix gehen mit der Kontoeröffnung. Das ist bei Moneyou Go gewährleistet – dafür sorgt Video-Ident. Das heißt: Der lästige Gang zur Postfiliale für ein Post-Ident entfällt hier. Man kann das Smartphone-Konto direkt nach dem Download der App eröffnen. Im voll digitalen Prozess wird dann über Video-Ident der Ausweis kontrolliert und dann das App-Konto sofort freigeschaltet. Nur auf die Debit Mastercard, die man optional danach aus der App heraus kostenlos bestellen kann, muss man natürlich ein paar Tage warten.

Moneyou Go Smartphone Konto im Vergleich 2019

Moneyou Go N26 Konto o2 Banking 1822mobile
Kontoführung: kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Debit / Kreditkarte inklusive: ja, Debit Mastercard ja, Debit Mastercard ja, Debit Mastercard ja, VISA Kreditkarte
kostenlos Geld abheben: ja, 2 x pro Monat ja, mind. 3 x pro Monat ja, 3 x pro Monat ja
Zins auf Guthaben: 0,2% p.a. (veränderlich) nein nein nein
Organisation mit Wallets/Spaces alle Wallets inklusive 3 inklusive nein nein
Einlagensicherung: ja nein ja ja
Video-Ident zur Kontoeröffnung: ja ja ja ja
Zur Anbieter-Webseite Zu Moneyou Go Zu N26 Zu o2 Banking Zu 1822mobile

Meine erste Bewertung: Moneyou Go bietet viel – und ist sicher eines der besten Smartphone-Kontos

Gerne fasse ich nochmal zusammen, warum Moneyou Go nun zu meinen Favoriten als Smartphone-Konto zählt: Mir gefällt, dass eine große Bank – hier die ABN AMRO – dahintersteht, das bringt Sicherheit und Expertise mit. Ein besonderer Vorteil ist bei diesem Smartphone-Konto, dass das Guthaben sogar verzinst wird.

Details zur Einlagensicherung bei Moneyou Go
Die Einlagen sind pro Sparer bis 100.000 € durch die niederländische Einlagensicherung und zwischen 100.000 bis zu 250.000 € durch die freiwillige Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken geschützt. Das bedeutet, Spareinlagen sind bei der ABN AMRO Bank N.V. bis zu 250.000 € abgesichert. Wer es ganz genau wissen will, findet weitere Details zur Sicherheit der Einlagen direkt bei Moneyou.

Noch wichtiger als der Zins, den ich als geldwerten Bonus gerne mitnehme, sind mir aber die eigentlichen Funktionen des Kontos. Eine gute Hilfe zum Organisieren der Ausgaben sind vor allem die Wallets – das hat diese Konto-App nach meinem Eindruck wirklich prima gelöst. Die Wallets sind maximal flexibel und individualisierbar, ich kann beliebig viele anlegen und auch eigene Bilder zur Gestaltung verwenden. Besonders praktisch: Ich kann die Debit Mastercard nach Wahl einem Wallet zuordnen und so für einen Zeitraum sehr genau Buchungen in einer Wallet verfolgen.

Insgesamt positiv sehe ich auch die Gebührenstruktur bei diesem Smartphone-Konto. So gibt es generell keine Kontoführungsgebühr, also auch ohne regelmäßigen Geldeingang ist dieses Smartphone-Konto gratis. Überweisungen sind natürlich auch kostenlos, ebenso Bezahlen mit der Debit Mastercard in EURO-Ländern. Zwei Abbuchungen pro Monat sind ebenfalls inklusive – darüber hinaus bezahle ich 2 Euro fix pro Abhebung. Das könnte aus meiner Sicht noch etwas großzügiger gehandhabt werden. Positiv sehe ich aber, dass es eine fixe (niedrige) Gebühr fürs Abheben gibt. Wenn ich im Ausland Geld benötige, kann ich mit Moneyou Go also z.B. die üblichen 100 Euro für 2 Euro Gebühr abheben – das entspricht voll akzeptablen 2% Gebühr.

Mein Fazit: Aus meiner Sicht ist das Smartphone Konto von Moneyou eine der besseren Konto-Apps für iOS und Android. Das bestätigen übrigens auch die insgesamt positiven Bewertungen im App-Store. Entwicklungspotenzial sehe ich besonders noch in der Integration weiterer Möglichkeiten für bargeldloses Bezahlen, v.a. über Apple Pay und Google Pay.

Als voll funktionales Zweitkonto fürs Smartphone ist Moneyou Go gut geeignet. Für den Urlaub und darüber hinaus.

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Für unerwartete Rechnungen oder kurzfristige, unplanbare Ausgaben bieten Minikredite zwischen 50 und 3.000 Euro mit kurzer Laufzeit eine Lösung zur Überbrückung kurzfristiger Geldengpässe. Auf Wunsch ist das Geld sogar innerhalb von 24 Stunden verfügbar, so das Versprechen von spezialisierten Anbietern. Ob das seriös ist, auf welche Gebührenfallen Sie achten müssen – und wer das beste Angebot im Vergleich bietet: Das zeigt mein Bericht zu den besten Minikrediten 2019.

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Wie löst man eigentlich einen Scheck bei einer Bank ein, die gar keine Filiale vor Ort hat? Gute Frage, hier die Antwort. Bei der ING (früher: ING-DiBa) wird dieses Problem gut gelöst: Man schickt den Scheck einfach per Post ein und bekommt die Gutschrift dann aufs Konto. Ein Erfahrungsbericht und weitere Tipps, um das Girokonto der ING zu verbessern.

ING Bank Logo: Depot, Girokonto, Tagesgeld

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Ab wann ist professionelle Vermögensverwaltung sinnvoll? Bei der digitalen Vermögensverwaltung LIQID ist die Antwort eindeutig: Ab 100.000 Euro, der Mindestanlagesumme bei diesem Robo Advisor. Wer als Anleger diese Hürde nimmt, soll hier eine professionelle und bankenunabhängige digitale Vermögensverwaltung wie im „Family Office“ der Familie Quandt erhalten. Wie das funktioniert und wo die Unterschiede zu anderen digitalen Lösungen fürs Vermögensmanagement liegen, zeigt meine Analyse des LIQID Konzepts mit aktuellem Performance-Vergleich.

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  • Das Konzept der digitalen Girokontos für das Smartphone: alle Bankdienstleistungen direkt vom Smartphone aus steuern. Banking überall und jederzeit über die App.
  • Unser Vergleich zeigt Vorteile und Nachteile, insbesondere bei der Bargeldverfügung am Geldautomaten. Unser Favorit ist das digitale Girokonto der mobilen Bank „N26“.
  • Wir empfehlen ein mobiles Konto als Ergänzung zum herkömmlichen Girokonto.
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