Tages- und Festgeldanlage bei ausländischen Banken – höhere Zinsen über Zinsportale

Die Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten hat unter anderem dazu geführt, dass es auf Tages- und Festgeldanlagen nur noch eine geringe Verzinsung gibt. Bei inländischen Kreditinstituten, unabhängig davon, ob es sich um Filial- oder Direktbanken handelt, beträgt die Verzinsung beispielsweise beim Tagesgeld selten mehr als 0,5 Prozent. Auch beim Festgeld überschreiten die Zinssätze in der Regel nicht die 1-Prozent-Marke, falls der Anleger sein Kapital nicht gerade fünf oder mehr Jahre bindet. Trotzdem wollen viele Kunden prinzipiell an einer sicheren Tages- und Festgeldanlage festhalten. Eine gute Lösung können unter diesen Voraussetzungen die Zinsportale Weltsparen oder Zinspilot sein. Hier ist unser Vergleich.

Worum handelt es sich bei Zinsportalen?

Als Zinsportale werden spezielle Plattformen bezeichnet, auf denen Tages- und Festgeldangebote ausländischer Banken veröffentlicht werden. Im Zeitalter der globalisierten Finanzmärkte können interessierte Anleger nämlich schon Jahre nicht mehr ausschließlich bei deutschen Banken ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto eröffnen. Gleichermaßen ist es problemlos möglich, solche Anlagekonten auch bei ausländischen Banken zu nutzen. Bei Zinsportalen werden diese Angebote auf der Plattform veröffentlicht, sodass der interessierte Anleger nicht in mühseliger Kleinarbeit selbst nach ausländischen Tages- oder Festgeldangeboten im Internet suchen muss.

Die wesentliche Aufgabe der Zinsportale besteht zum einen darin, einen Überblick über aktuelle Anlageangebote der ausländischen Banken zu geben. Zum anderen übernehmen die Portale in der Regel die gesamte Abwicklung, die im Zusammenhang mit der Geldanlage anfällt. Dies beinhaltet vor allem, dass ein Tages- oder Festgeldkonto bei der entsprechenden ausländischen Bank eröffnet wird.

Höhere Zinsen bei ausländischen Banken: Die größten Zinsportale Weltsparen und Zinspilot im Vergleich

weltsparen by raisin - Logo weltsparen Zinspilot
Bank MHB-Bank biw Bank + Sutor Bank
Online seit Dezember 2013 Juni 2014
Anlagesumme ab 500 Euro ab 1 Euro
vermittelte Einlagen, Kunden 14 Mrd. €, 180.000+ Kunden ca. 30.000 Kunden
Portfolio 80 Banken 10+ Banken
Produkte Festgeld
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Flexgeld
Einlagensicherung bis 100.000€ nach EU-Richtlinie bis 100.000€ nach EU-Richtlinie
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Zinspilot
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Wie funktionieren Zinsportale im Detail?

Zinsportale funktionieren auf einer leicht verständlichen und transparenten Grundlage. Zunächst müssen Sie sich im ersten Schritt auf dem entsprechenden Portal registrieren, also eine Anmeldung durchführen. Dies geschieht unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift, Ihres Geburtsdatums und einiger weiterer üblicher Daten. Nach der Anmeldung haben Sie einen Einblick in sämtliche aktuelle Zinsangebote, die von ausländischen Banken offeriert werden.

Zum jeweiligen Angebot erhalten Sie in der Regel mindestens die folgenden Details:

  • Name und Sitz der Bank
  • Einlagensicherung
  • Art des Kontos (Tages- oder Festgeldkonto)
  • Mindestanlagesumme
  • Zinssatz
  • Festlegedauer (beim Festgeldkonto)

Auf Basis dieser grundlegende Informationen können Sie sich anschließend für ein Tages-oder Festgeldangebot entscheiden. Anschließend wird die Kontoeröffnung bei der ausländischen Bank vorgenommen, im Rahmen derer Sie sich nur noch legitimieren müssen. Im letzten Schritt erhalten Sie einen Zugang, damit Sie Ihr Tages- oder Festgeldkonto jederzeit online mit dem entsprechenden Saldo und vorgenommenen Umsätzen abrufen können.

Welche Zinsportale gibt es und aus welchen Ländern stammen die Banken?

Es gibt mittlerweile einige Zinsportale am Markt, die in der überwiegenden Mehrheit Tages- und Festgeldangebote ausländischer Banken präsentieren. Zu den bekanntesten Zinsportalen, die auch für deutsche Anleger erreichbar sind, zählen aktuell:

Die Tages- und Festgeldangebote stammen in der überwiegenden Mehrheit nicht von Banken aus Westeuropa. Sie werden demnach selten Angebote deutscher, französischer, belgischer oder niederländischer Kreditinstitute finden. Stattdessen ist der Großteil der Banken in ost- oder südeuropäischen Ländern, wie zum Beispiel Spanien, Portugal, Rumänien oder auch Estland, angesiedelt. Der Grund besteht vor allem darin, dass die Zinssituation in diesen Staaten für Anleger etwas positiver als beispielsweise in Deutschland ist.

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Wie sieht es mit der Einlagensicherung aus?

Da Anleger, die sich für Tages- oder Festgelder entscheiden, normalerweise sehr sicher investieren möchten, ist die Frage nach der Einlagensicherung von großer Bedeutung. Die meisten Zinsportale haben sich dazu entschlossen, ausschließlich solche Tages- und Festgeldangebote ausländischer Banken aufzunehmen, bei denen die gesetzliche Einlagensicherung greift. Das bedeutet, dass sich der Großteil der Kreditinstitute innerhalb der Europäischen Union befindet. Dann sind sämtliche Anlagen auf dem entsprechenden Tages- oder Festgeldkonto zu einem Betrag von mindestens 100.000 Euro je Kunde geschützt. Manchmal sind die Kreditinstitute sogar zusätzlich einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen, sodass die Absicherung mitunter bis in den Millionenbereich reicht.

Auf manchen Zinsportalen gibt es allerdings auch Tages- oder Festgeldangebote, welche von Banken außerhalb der Eurozone stammen. Dann sollten Sie im Einzelfall – falls es auf dem Zinsportal nicht ohnehin angegeben wird – herausfinden, ob es eine Einlagensicherung gibt. Ist dies nicht der Fall, ist das Investment mit einem deutlich höheren Risiko ausgestattet, als wenn Sie sich für ein Tages- oder Festgeldkonto bei einer deutschen Bank entscheiden würden.

Welche Rendite lässt sich über Zinsportale erzielen?

Zinsportale können zwar eine gute Alternative für die Angebote deutscher Banken sein, wenn Sie nach wie vor ein sicheres Tages- oder Festgeldkonto nutzen möchten, allerdings eine etwas höhere Rendite als bei deutschen Kreditinstituten nutzen wollen. Trotzdem dürfen Sie sich auch bei den Angeboten der Zinsportale keine überdurchschnittlich hohen Renditen erwarten. Aktuell bewegen sich die Zinssätze im Durchschnitt zwischen 0,7 und 1,5 Prozent.

Dies ist zwar höher als üblicherweise bei einer deutschen Bank, aber die Marke von zwei Prozent wird auch auf Zinsportalen im Bereich der Tages- und Festgeldanlage sehr selten überschritten. Falls dies doch der Fall sein sollte, dürfte es sich um ein Angebot einer Bank außerhalb der Eurozone handeln. In diesem Fall kommt übrigens mitunter noch ein Währungsrisiko zum Emittentenrisiko hinzu. Dies geschieht dann, wenn die Anlage auf einem Tages- oder Festgeldkonto erfolgt, welches in einer fremden Währung geführt wird.

Wie sind die Erträge zu versteuern?

Falls Sie hierzulande steuerpflichtig sind, müssen Sie selbstverständlich auch die Zinseinnahmen, die Sie über Zinsportale bei ausländischen Festgeld- und Tagesgeldangeboten erhalten, versteuern. Die Zinsen fallen unter die Abgeltungssteuer. In der Regel führt die ausländische Bank die Steuer jedoch nicht automatisch ab, wie es bei inländischen Banken der Fall ist. Sie müssen Ihre Einnahmen aus Kapitalvermögen also in der Einkommensteuererklärung angeben, dürfen jedoch selbstverständlich Ihren Sparer-Pauschbetrag in Anspruch nehmen.

Fazit: Für wen sind Zinsportale geeignet?

Zinsportale mit ausländischen Tages- oder Festgeldangeboten sind insbesondere für Anleger geeignet, die einerseits weiterhin ihr Geld sicher auf einem Anlagekonto deponieren möchten. Zum anderen wünschen sich die Anleger jedoch eine etwas höhere Rendite, als sie sich bei deutschen Banken erzielen lässt. Zudem sollte der Anleger darauf vertrauen, dass das System der gesetzlichen Einlagensicherung auch im europäischen Ausland stabil ist. Unter diesen Voraussetzungen können Zinsportale wie Weltsparen oder Zinspilot eine gute Alternative zur Tages- oder Festgeldanlage bei inländischen Banken sein.

Attraktiv ist der Neukunden-Bonus, den die Zinsportale derzeit anbieten: Bis zu 100 Euro können Sie jetzt als Willkommensprämie verdienen, wenn Sie sich bei Weltsparen anmelden.

Aktueller Vergleich: Die besten Zinsen für Tagesgeld und Festgeldanlage bei ausländischen Banken