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In Deutschland traut man dem Robo Advisor als digitalem Helfer in der Geldanlage noch nicht richtig. So war Anfang September in der WirtschaftsWoche zu lesen, dass die digitalen Anlagehelfer bisher hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das lässt aufhorchen: Selbst bin ich bisher mit meiner eigenen Geldanlage bei einem Robo Advisor ganz zufrieden, auch beim Komfort und der bisher erzielten Performance meiner Anlage. Als kostengünstige, aussichtsreiche und weniger komplizierte Alternative zum Robo Advisor für Skeptiker kommen aber auch gemanagte ETF-Portfolios in Frage – auch als Einstieg in die digitale Vermögensverwaltung. Wo die Unterschiede liegen, welche möglichen Stärken diese Geldanlage zu bieten hat und wie sie im Performance-Vergleich abschneidet, zeige ich hier im Testbericht zu den WeltInvest ETF-Portfolios.

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Robo Advisor sind digitale Vermögensverwalter, deren Beliebtheit weltweit ständig zunimmt. Die Angebote versprechen eine einfache Art des Vermögensaufbaus mit optimierter Risikosteuerung und attraktiven Renditeaussichten. Hier im Robo Advisor Vergleich zeige ich, warum sich diese Geldanlage lohnen kann, wie die Robos im Performance-Vergleich abschneiden und wie Neueinsteiger den passenden Anbieter finden.

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Mittlerweile gibt es viele Robo-Advisor am Markt. Ihr Ziel ist es, Anlegern eine einfache und zugleich professionelle Geldanlage zu günstigsten Konditionen zu ermöglichen – bequem von der heimischen Couch aus. Doch wie finden Anleger die besten Robos, worauf sollten sie achten? Unabhängige Tests bieten hierbei Orientierung und helfen bei der Entscheidung für oder gegen einen Anbieter. So auch der aktuelle Test von Finanztip. Nur drei Robo-Advisor schafften es hier, als „Empfehlungen für 2019“ ausgezeichnet zu werden.

Wer aktuell noch auf der Suche nach einem passenden Angebot ist, wird bei der Recherche nach dem besten Angebot kaum am aktuellen Vergleichstest von Finanztip.de vorbeikommen.

Im März 2019 hat Deutschlands größtes gemeinnütziges Finanzportal insgesamt 32 Robo-Advisor untersucht und einem umfangreichen Vergleich unterzogen. Die Testkriterien können ganz transparent im Bericht nachvollzogen werden. Der Test ist meiner Meinung nach insgesamt sehr aussagekräftig und bietet als Ratgeber wichtige Infos zur (digitalen) Geldanlage.

Wichtigstes Ergebnis des Tests: Nur drei Anbieter erhalten eine klare Empfehlung von Finanztip als digitale Anlagehelferquirion, growney und WeltInvest. Keine Empfehlung haben Anbieter wie Ginmon, Fintego oder Pixit (Targobank) erhalten. Bei Pixit werden dabei z. B. die hohen Kosten bemängelt – bei Fintego und Ginmon passt das Anlageuniversum nicht, da hier auch in Immobilien und Rohstoffe investiert wird.

Bereits im Sommer 2018 wurde quirion, der Robo-Advisor der Quirin Privatbank, Testsieger bei der verbraucherrelevantesten Institution überhaupt – bei der Stiftung Warentest. quirion hat mit der hohen Portfolioqualität bei niedrigsten Kosten überzeugt.

Es läuft also gut für quirion – das zeigen auch die Zahlen. Um noch mehr Anleger zu begeistern, schenkt quirion ab dem 1. Mai 2019 ETF-Sparern die erste Sparrate im ETF-Sparplan – bis maximal 50 Euro.

Aber zurück zum Finanztip-Test.

Der Finanztip-Test unter der Lupe: Diese 4 Aspekte sind wichtig

Bei der genauen Analyse der Testergebnisse von Finanztip sind mir vier Aspekte aufgefallen, die wichtig sind:

  1. Aktive Robo Advisor sind ausgeschlossen

    Eines der Finanztip-Kriterien, nach denen die Testkandidaten ausgewählt wurden, ist der passive Investmentansatz. Der Vergleich zeigt also nur digitale Anlagehelfer, die mittels Rebalancing das zu Beginn vom Anleger gewählte Risiko-Rendite-Profil bzw. die Anlagestrategie stets wiederherstellen.

    Robo-Advisor wie Scalable Capital, Whitebox oder Cominvest fallen bei diesem Kriterium durch und werden deshalb im Vergleich nicht berücksichtigt. Es ist übrigens derzeit nicht zu erwarten, dass Finanztip digitale Vermögensverwalter mit aktivem Ansatz testen wird. Denn: Nur der passive Ansatz entspricht den „Finanztip-Grundsätzen für eine gute und einfache langfristige Geldanlage“.

  2. Die Empfehlungen des letzten Tests fehlen

    Finanztip hatte schon mal einen Test durchgeführt und 2016 veröffentlicht. Damals wurden vaamo und Prospery als Empfehlungen vorgestellt. Beide Anbieter sind dieses Mal nicht mehr mit von der Partie. Bei Prospery liegt der Grund auf der Hand: Diese digitale Vermögensverwaltung stellt ihren Service mangels Kundeninteresse zum 31. Mai 2019 ein.

    Warum vaamo dieses Mal beim Vergleichstest nicht teilnehmen wollte, ist mir nicht bekannt.

  3. Eine Empfehlung tanzt aus der Reihe

    WeltInvest, das seit September 2018 angebotene ETF-Portfolio vom Zinsportal WeltSparen, ist neben quirion und growney die dritte Empfehlung von Finanztip.

    Aber ist WeltInvest überhaupt ein echter Robo-Advisor? Passt dieser Anbieter von ETF-Portfolios in den Vergleich?

    Finanztip gibt zu: Nein, WeltInvest ist „kein Robo-Advisor im klassischen Sinn“. Statt eines individuell auf die Anlageziele abgestimmten Portfolios kann man sich hier für eines von vier ETF-Portfolios mit unterschiedlich stark gewichteten Aktien- und Anleihen-ETFs entscheiden. Das ist also eher etwas für „Selbstentscheider“. Dieses Konzept sorgt zwar für niedrigere Kosten als beim Robo-Advisor, lässt aber den individuellen Aspekt der auf mich genau abgestimmten Anlagestrategie vermissen.

    WeltInvest bietet zwar auch standardisierte ETF-Portfolios als Alternative zu einem (teuren) aktiv gemanagten Fonds – ein Robo-Advisor ist WeltInvest aber eben nicht. Auch eine persönliche Beratung wie z. B. im Comfort-Paket von quirion mit einem persönlichen Berater gibt es hier nicht. Zudem beinhalten die WeltInvest-Portfolios ausschließlich Fonds von Vanguard – eine unabhängige Fondsselektion, wie sie bei quirion selbstverständlich ist, findet also nicht statt. Das kann sich durchaus auch nachteilig auf die Rendite auswirken.

  4. Kosten bei niedriger Anlagesumme

    Finanztip geht bei dem Vergleich von einer Anlagesumme von 15.000 Euro aus. Wer weniger anlegen möchte, sollte die Kosten der Robo-Advisor nochmal individuell vergleichen – zum Beispiel mit dem Vergleichsrechner am Ende dieses Artikels.

    So würde das Testergebnis z. B. für jemanden, der nur 5.000 Euro anlegen möchte, ganz anders aussehen: quirion würde hier klar als Sieger im Kostenvergleich abschneiden, da bis zu einer Anlagesumme von 10.000 Euro hier nur die ETF-/Fondkosten, aber keine Verwaltungskosten berechnet werden. growney dagegen, die zweite Empfehlung im Finanztip-Test, würde mit einer Kostenquote von über 1 % p. a. sicher keine Empfehlung von Finanztip erhalten, da hier die Servicegebühr unter 10.000 Euro bei hohen 0,99 % p. a. liegt – zzgl. der Fondskosten.

Diese vier Punkte sollte man also unbedingt beachten, wenn man sich aufgrund des Testergebnisses von Finanztip für einen der drei empfohlenen Anbieter entscheidet. Jeder meiner vier Punkte geht aber eindeutig aus dem Text des Vergleichstests hervor – die Transparenz ist wirklich vorbildlich.

growney oder quirion: Welcher Robo Advisor ist besser?

Auf Basis der genannten vier Punkte würde von den drei Empfehlungen WeltInvest rausfallen – bleiben growney und quirion. Doch welcher Robo ist der beste?

Mein persönlicher Favorit ist quirion, nicht nur wegen der überaus attraktiven Kostenstruktur. Ich habe selbst ein Depot bei quirion und bin sehr zufrieden: Mein Portfolio (80 % Anleihen/20 % Aktien) entwickelt sich wie gewünscht und steht seit Jahresanfang 2019 mit knapp 5 % im Plus, bei sehr niedrigen Schwankungen.

Einen Sparplan mit 30 Euro pro Monat habe ich inzwischen testweise auch angelegt, nachdem quirion die Mindestrate im Sparplan auf nur noch 1 Euro/Tag gesenkt hat. Meine persönliche Erfahrung deckt sich also mit den Testergebnissen von Finanztip – ich habe meine Entscheidung nicht bereut, mich bei der Vielzahl an Robo-Advisorn für quirion entschieden zu haben: Der Anlagevorschlag passte gut zu meinen Anlagezielen und wurde korrekt umgesetzt, die Depoteröffnung ging sehr zügig und ich hatte auch schon erste Gelegenheiten, mit meinem persönlichen Berater bei quirion zu sprechen. Negative Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht. Details sind auch in meinem quirion Erfahrungsbericht mit Echtgeld-Check nachzulesen.

Genau sieht die Gegenüberstellung der beiden Robo-Advisor-Empfehlungen von Finanztip in unserem eigenen Vergleich digitaler Vermögensverwalter 2019 so aus:

growney: grow your money - Testbericht Quirion Robo Advisor Test
Neukunden-Aktion: nur 1.000 Euro Mindestanlage +
erste Rate im Sparplan geschenkt (30 €)
Einmalanlage ab 1 Euro 1.000 Euro (Aktion)
Anlageuniversum ETF ETF, Dimensional Fonds
Gebühren p.a. 0,99 % unter 10.000 Euro / 0,69 % unter 50.000 Euro / 0,39 % p.a. ab 50.000 Euro + ETF-Kosten (max. 0,27 %) ab 10.000 Euro Anlagesumme: 0,48% p.a. + ETF-Kosten (Ø 0,22 %)
Sparplan ab 1 Euro monatl. ab 30 Euro monatl.
Anzahl Risikoklassen 5 10
Partnerbank Sutor Bank Quirin Privatbank AG
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Wer mit einer möglichst geringen Anlagesumme sein Geld bei einem Robo-Advisor anlegen möchte, sollte also auch growney in Erwägung ziehen: Hier beträgt die Ersteinlage nur 1 Euro, bei quirion sind es aktuell in einer Aktion für Neukunden bis 21.11.19 nur 1.000 Euro statt der üblichen 10.000 Euro. Dafür profitiere ich allerdings bei quirion auch davon, dass hier generell die ersten 10.000 Euro kostenfrei verwaltet werden. Bei growney dagegen ist es eher umgekehrt: Bis zu einer Anlagesumme von 10.000 Euro sind die Servicekosten besonders hoch mit 0,99 % p. a.

Robo Advisor im Performance- und Kostenvergleich


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Ab wann ist professionelle Vermögensverwaltung sinnvoll? Bei der digitalen Vermögensverwaltung LIQID ist die Antwort eindeutig: Ab 100.000 Euro, der Mindestanlagesumme bei diesem Robo Advisor. Wer als Anleger diese Hürde nimmt, soll hier eine professionelle und bankenunabhängige digitale Vermögensverwaltung wie im „Family Office“ der Familie Quandt erhalten. Wie das funktioniert und wo die Unterschiede zu anderen digitalen Lösungen fürs Vermögensmanagement liegen, zeigt meine Analyse des LIQID Konzepts mit aktuellem Performance-Vergleich.

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An den Börsen ging es gerade zum Jahresabschluss 2018 wieder heiß her – Tendenz: die Kurse fielen stark, Tendenz stark Richtung Süden. Ich habe die Flaute genutzt, um quirion eine Chance zu geben: ein Depot bei diesem Robo Advisor eröffnet und das erste Investment in Höhe von 5.000 Euro eingezahlt. Ich bin gespannt, ob mich der gerne mit seinem Testsieg bei Stiftung Warentest werbende digitale Vermögensverwalter jetzt auch im eigenen Test mit Echtgeld überzeugen kann. Hier sind meine erste Erfahrungen mit dem Robo Advisor und der laufend aktualisierte Performance-Check meines neuen Depots.

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Sehr gute Noten und Testsieg für den Robo Advisor quirion – nur Mittelfeld und befriedigende Bewertung für den Branchenführer bei der digitalen Vermögensverwaltung scalable capital: Das war das erstaunliche Ergebnis eines umfangreichen Vergleichstests der „Finanztest“ im August 2018. Für uns ist es Anlass genug, die Top-Platzierung für scalable im eigenen Vergleichstest zu überdenken. Ist der Robo Advisor der Quirin Privatbank wirklich die bessere Wahl? Hier unsere Analyse des Testergebnisses und die eigene Bewertung.

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