Alternativen zu Tagesgeld Geldanlage

Die Zinsen auf Tagesgeld und Festgeld sind seit Jahren im freien Fall. Inzwischen gibt es nur noch wenige Banken, die bei ordentlicher Bonität mehr als 0,5% Zinsen aufs täglich verfügbare Tagesgeld bieten – und das meistens auch nur mit Fußnoten. Aber muss es unbedingt Tagesgeld sein? Alternativen zum Tagesgeld im Test.

1. Sicherer Hafen: Anleihen
Wenn die Aktienkurse schlingern und man gute Alternativen zu Tagesgeld sucht, gibt es immer noch den (recht) sicheren Hafen Anleihen. Doch auch Staatsanleihen von Ländern mit guter Bonität sind inzwischen sehr hoch bewertet – der Zins sinkt damit. Eine gute Alternative zu Staatsanleihen des Bundes lautet: Anleihen deutscher Bundesländer. Von der Sicherheit stehen diese Anleihen den Bundesanleihen nicht hinterher. Die Ratingagentur Fitch hat allen auf dem Markt stehenden Länderanleihen das beste Rating, nämlich AAA, gegeben.


Wie kauft man Anleihen? Am besten einen günstigen Broker wie Flatex.de aussuchen und dann zum günstigen Discountpreis ordern. Wer sich Anleihen nicht selber aussuchen möchte, findet auch Fonds mit Anleihen – besonders günstig sind dabei ETF-Fonds auf Anleihen, die es inzwischen in großer Fülle gibt (bei der Auswahl helfen Onvista.de und Co.).

2. Pfandbriefe
Pfandbriefe galten lange Zeit als langweilig und seit der Finanzkrise gelten sie nun auch noch als gefährlich. Ersteres mag in soweit stimmen, als dass mit Pfandbriefen bisher keine zweistelligen Rendite erwirtschaften kann und sich auch Kursgewinne in Grenzen halten. Aber das Pfandbriefe gefährlich seien stimmt zumindest nicht grundsätzlich, denn Pfandbriefe sind wohl das sicherste was es an Wertpapieren gibt. Dieser Meinung ist sowohl unsere Bundesregierung, als auch der Leiter des Fixed Income Research der BayernLB Sönke Siemßen. Pfandbriefen liegen Immobiliensicherheiten zu Grunde, welche bei einer möglichen Insolvenz der Emittentin nicht mit in die Insolvenzmasse fällt, sondern ein Sondervermögen darstellt. Es ist in äußersten Ausnahmefällen möglich, dass ein Pfandbrief bei der Insolvenz der Emittentin gefährdet würde, hierzu müsste aber der Immobilienpreis um ca. 50% sinken, was in den letzten 150 Jahren noch nie der Fall war.

Auch Pfandbriefe können besonders günstig z.B. über den Online-Broker Flatex.de gehandelt werden. Auch Pfandbrief-Fonds gibt es.


3. Alternative: Goldanlage
In den letzten Monaten empfehlen immer wieder Finanzexperten in Gold zu investieren und auch ich sehe dies als gute Alternative zu Tages- oder Festgeldern an. Es ist natürlich von Anfang an zu sagen, das Gold keinen Zins erwirtschaftet, aber ein guter Sicherheitshafen gegen Inflation oder sogar Währungsreformen zu sein scheint (wovon freilich der eine Experte mehr überzeugt ist als der andere). Der Goldpreis ist zwar seit Ausbruch der Finanzkrise stetig gestiegen und hat erst kürzlich ein neues Rekordhoch erreicht, aber viele Experten setzen immer noch auf weiter steigende Preise.

Als sehr gute Alternative zum physischen Kauf von Gold, kann man sog. Gold-ETFs ansehen. ETF’s bilden einen Index nach und entwickeln sich fast 1 zu 1 wie dieser Index. Weiterer Vorteil ist auch, dass man bereits mit verhältnismäßig kleineren Geldbeträgen in Gold investieren kann. Als besonders empfehlenswert sehe ich hör das Gold-ETF der Deutschen-Börse-Tochter Commodities GmbH (DE000A0S9GB0) an. Die Laufzeit ist unbegrenzt und der ETF hat im letzten Jahr eine tolle Rendite von 21,52% abgeworfen. Großer Vorteil im Hinblick auf die Sicherheit ist, dass das Gold physisch bei der Emittentin hinterlegt ist. Dadurch kann man sichergehen, dass man bei einem Verkauf auch den aktuellen Goldkurs bekommt.

Bei allen Wertpapieren ist zu beachten, dass bei Kauf und Verkauf Gebühren von Seiten der Depotbank anfallen. Diese schmälern noch etwas die Rendite. Um die Kosten hierfür möglichst gering zu halten, empfehle ich die sehr günstigen Depots von Flatex.de oder der ING-DiBa.

4. Alternative: Aktives handeln
Nur verbunden mit einem nicht zu unterschätzenden Risiko für das eingesetzte Kapital kann auch aktives Handeln mit Aktien, für besonders Risikofreude auch mit Derivaten eine Möglichkeit zur Mehrung des Kapitals sein. Aber Vorsicht: Wer aktiv handelt, gerade auch mit Derivaten, geht ein viel größeres Risiko ein als bei der Geldanlage mit den oben dargestellten Produkten des Kapitalmarktes! Gerade Anfänger sollten sich vorher aber genau informieren, an kostenlosen Webinaren teilnehmen und zuerst nur mit einem Demo-Account mit Aktien, Futures und Co. handeln. Ein solches kostenloses Demokonto bietet etwa der in Irland ansässige Broker AvaTrade an, auf dessen deutscher Internetseite auch umfangreiche Informationen zum Handel mit Devisen, Futures und CFDs bereit gestellt werden. Grundsätzlich bieten diese und ähnliche Handelsplattformen zahlreiche Wertpapier- und Handelsarten an – gehandelt werden kann mit Währungen, Aktien, ETFs, Rohstoffen. Man sollte sich bei derartigen Anlagegeschäften aber immer über das hohe Risiko für Kapitalverlust im Klaren sein – dafür sind natürlich auch die Gewinnchancen entsprechend höher!

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