Performance-Check in meinem quirion Echtgeld-Depot: Wie schlägt sich meine Geldanlage beim Robo Advisor 2019 und beim Corona-Börsen-Crash 2020?


Geldanlage digital: ETF Portfolios

Gut, wenn man sich in turbulenten Börsenzeiten wie diesen nicht allein um die Geldanlage kümmern muss: Während die Weltbörsen gerade von Sorgen um die Ausbreitung des Corona-Virus gehörig durchgeschüttelt werden, der DAX an einem Handelstag auch mal ganze 5% nach unten rauscht und die verlustreichste Woche seit 2011 hinter sich hat, liegt ein Teil meines verfügbaren Kapitals im Wertpapierdepot meiner digitalen Vermögensverwaltung quirion – sicher verwahrt und schwankungsresistent, wie ich annehme. Während mein Robo Advisor für Ruhe im Depot zu sorgen hat, nehme ich die aktuellen Börsenturbulenzen zum Anlass, mein im Herbst 2018 eröffnetes Wertpapierdepot erneut einer genaueren Analyse zu unterziehen. Wie hat sich mein (ziemlich defensiv ausgerichtetes) Echtgeld-Depot beim Robo Advisor seit meinem letzten Review im Frühjahr 2019 geschlagen, wie sieht die Performance 2019 aus? Hier ist mein Testbericht mit meinen aktuellen quirion Erfahrungen und einer Bewertung der letzten Neuerungen zu Kosten, den neuen Leistungspaketen u.a. bei quirion.

Update UPDATE Update
29.03.2020
Corona Börsencrash 2020: Ich habe die Performance meines quirion Echtgeld-Depots weiter genau im Blick. Wie hat sich die quirion Geldanlage bisher entwickelt? Der bisher größte Wertverlust in meinem Echtgeld-Depot war aktuell ein Minus von insgesamt 6% auf meine Anlagesumme – jetzt zum 29.3. stehe ich mit einem Minus von nur noch 2% vergleichsweise gut da und bin schon wieder fast im Plus. Inzwischen habe ich meine Anlagestrategie ändern lassen (mehr Aktien!) und zeige im aktuellen Update nicht nur meine aktuelle Performance, sondern beschreibe auch meine Erfahrungen mit der Auszahlung bei quirion. – Ich werde hier im Erfahrungsbericht auch weitere Updates zur Corona-Krise posten. Wer den Ausverkauf an den Börsen zum Einstieg in die digitale Vermögensverwaltung nutzen möchte: Neukunden erhalten hier bei quirion gerade einen Bonus für ihre Depoteröffnung.

Geld bei einer digitalen Vermögensverwaltung sicher anlegen ohne ständig das Depot im Blick behalten zu müssen: Auch aus diesem Grund habe ich im Herbst 2018 mein Depot beim Robo Advisor quirion eröffnet – damals unter anderem auch motiviert durch den Testsieg von quirion im Vergleichstest der Stiftung Warentest (Paywall). Dazu ergänzend kamen mir die auch im Vergleich mit anderen Branchengrößen wie scalable capital oder LIQID günstigen und hier im Preis-Leistungsverzeichnis transparent aufgeschlüsselten Gebühren entgegen. Und von der Sicherheit und Erfahrung des auf Honorarberatung spezialisierten Bankhauses Quirin Privatbank AG – zuletzt wieder von FOCUS Money als ausgezeichnete Vermögensverwaltung prämiert, siehe unten – möchte ich auch gerne profitieren.

quirion Anlagestrategie: 80% Anleihen - 20% AktienAuch wegen meiner damals bei Depoteröffnung gewählten defensiven Anlagenstrategie (bestehend aus einer hohen Anleihenquote und wenig Aktienanteil), die meiner Ansicht nach keine permanente Überwachung durch den Anleger erfordert, ist es schon eine Weile her, dass ich mein quirion Wertpapierdepot einer genaueren Analyse unterzogen habe. Ich sehe einfach keine Notwendigkeit, hier ständig die Wertentwicklung genau zu verfolgen – darum soll sich ja gerade der Robo Advisor als digitaler Anlagehelfer mit Rundum-Service kümmern. Für meine Steuererklärung reicht mir die Steuererbescheinigung, die mir jährlich in der Postbox digital zur Verfügung gestellt wird. Und die fällige Abgeltungssteuer, z.B. für Ausschüttungen aus den für mich gekauften ETFs, wird sowieso von der depotführenden Bank, der Quirin Privatbank AG, automatisch an das Finanzamt abgeführt.

Für mich gehört das auch alles zum Komfort einer digitalen Geldanlage, den ich erwarte. Komfort verbunden idealerweise mit einer kontinuierlichen Wertsteigerung meines angelegten Kapitals bei möglichst geringen Wertschwankungen, versteht sich.

Unter diesen Voraussetzungen hatte ich auch schon 2018 mein Depot bei quirion eröffnet und die Ersteinzahlung in Höhe von 5.000 Euro vorgenommen. Inzwischen liegt die Mindesteinzahlung nur noch bei 1.000 Euro. Auch ansonsten gibt es einige Neuerungen, auf die ich weiter unten im Detail zu sprechen kommen werde.

Der letzte ausführliche Performance-Check zu meinem quirion Depot liegt jedenfalls schon eine Weile zurück, datiert auf März 2019. Damals konnte ich mit Genugtuung feststellen, dass meine Anlagestrategie das zum Jahresschluss hin für Börsianer katastrophale Börsenjahr 2018 mit einem leichten Minus von 1% gut überstanden hatte während z.B. etwa der DAX auf Jahressicht mehr als 18% an Wert verloren hatte. Mit der auf den Abverkauf folgenden Frühjahrserholung 2019 stand mein quirion Depot sogar zum März schon wieder insgesamt 2% im Plus, bezogen auf den Anfangswert.

Anlass zu Änderungen an meiner Anlagestrategie sah ich damals nicht. Warum auch? Es blieb also bei der gewählten auch bei größeren Börsenturbulenzen bewährten Strategie – 80% Anleihen und 20% Aktien, ETFs und Fonds aus dem kuratierten Anlageuniversum von quirion, die einmal jährliche Wiederherstellung der ursprünglichen Asset-Allocation – Rebalancing genannt – inklusive.

Auch jetzt, ziemlich genau ein Jahr nach meinem letzten Check zur Performance 2019, läuft in meinem quirion Depot noch unverändert diese Strategie. Never change a running system. Mittlerweise bin ich seit knapp 2 Jahren Kunde bei quirion, konnte einige Erfahrungen mit diesem Robo Advisor sammeln. Ich sehe, dass sich meine Geldanlage dort gelohnt hat und der Robo für mich eine gute Rendite erzielt hat. Ja, ich habe meine Depoteröffnung bei quirion nicht bereut – ich würde wieder dort Kunde werden und ein Depot eröffnen.

Wie hat sich nun aber mein bei quirion angelegtes Kapital seitdem entwickelt? Und: Was hat sich bei quirion seitdem Neues getan? Beide Fragen werde ich hier im neuen Review zu meinem Echtgeld-Depot mit Angaben zur Performance 2019 und Performance 2020 beantworten.

quirion Robo Advisor

quirion: Viel Neues beim Robo Advisor in letzter Zeit – und offenbar ein überaus erfolgreiches Jahr für den digitalen Anlagehelfer

Während ich meiner anfänglichen Anlagestrategie immer noch folge, hat sich bei quirion einiges getan. Das ist auch kein Wunder: Folgt man den Pressemitteilungen hat sich quirion zuletzt als Anbieter für digitale Geldanlage prächtig entwickelt und zielt sogar Marktführerschaft an. Beachtlich finde ich das vor allem in einem nicht einfachen Marktumfeld, in dem erste digitale Vermögensverwalter wie der ABN-Amro-Ableger Prospery sogar mangels Kundeninteresse schon aufgegeben haben, andere fusioniert haben bzw. aufgekauft wurden und zugleich große Player wie Solidvest neu ins Geschäft eingestiegen sind.

Das alles scheint quirion, schon im Januar 2014 gestartet und damit auch einer der am längsten aktiven Robo Advisor auf dem deutschen Markt, keine Probleme zu bereiten: Hier liest man von einer Verdopplung der Kundenzahl auf mehr als 10.000 Kunden bis August 2019. Inzwischen sind es sogar schon mehr als 17.000. Auf stattliche 420 Millionen ist die Summe aller Kundeneinlagen inzwischen bei meinem Robo Advisor angewachsen, so die offiziellen Angaben des Anbieters – im Juni 2019 waren es noch 240 Millionen Euro gewesen. quirion gehört damit heute zu den vier größten digitalen Vermögensverwaltungen in Deutschland.

Und über diese Trophäe durfte sich die Quirin Privatbank ergänzend zum Testsieg ihrer digitalen Anlagelösung bei der Stiftung Warentest (Finanztest 8/2018) und zur Auszeichnung als „Bester Robo-Advisor“ durch das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) im Juli 2019 auch freuen:

Ansturm der Neukunden – Verzögerungen bei den Kontoeröffnungen

Zuletzt war der Ansturm der Neukunden bei quirion sogar so groß, dass man die Vielzahl an Kontoeröffnungen nur noch schwer zeitnah erledigen konnte. Das sei aber nur ein vorübergehendes Problem, ließ daraufhin der im Oktober 2019 als zusätzlicher Geschäftsführer von quirion berufene Martin Daut persönlich sogar in einer Reaktion auf einen Leserkommentar hier im Dontox.de-Testbericht wissen.

Eigentlich sind das Luxusprobleme – selbst kann ich jedenfalls nicht von Problemen beim Kundensupport berichten, meine Anfragen wurden immer zeitnah beantwortet. Zuletzt wollte ich etwa in einer Email-Anfrage wissen, ob ich als Bestandskunde auch nach dem Produktrelaunch im „Premium“-Paket weiter die ersten 10.000 Euro gebührenfrei anlegen kann. Die Antwort auf die Anfrage kam innerhalb von 24 Stunden, individuell, nicht als Textbaustein. Und sie fiel übrigens auch so aus, wie ich gehofft hatte: Ja, Bestandskunden legen auch im „Premium“-Paket weiter die ersten 10.000 Euro gebührenfrei an. Die neue Gebührenstruktur gilt nur für Neukunden – dazu weiter unten mehr.

Das Kundenwachstum geht natürlich nicht spurlos an quirion vorbei: Die digitale Geldanlage wurde weiter ausgebaut und – wie ich meine – auch spürbar verbessert.

Das stellte ich jetzt auch fest, als ich mich jetzt für dieses Review wieder in mein persönliches Online-Konto bei quirion einloggte: Alles neu hier! Der Robo Advisor hat das gesamte Online-Interface überarbeitet. Tatsächlich hatte es bei meiner Kontoeröffnung im Herbst 2018 noch etwas proprietär ausgesehen – zwar auch damals schon übersichtlich, aber gestalterisch war noch Luft nach oben gewesen. Auch waren lange nicht alle Funktionen direkt aus dem Interface steuerbar: So konnte z.B. ein Wechsel der Anlagestrategie nur umständlich per Email beauftragt werden.

Jetzt im neuen Online-Interface können aber alle Funktionen direkt online angesteuert werden. Nach dem Einloggen sehe ich zentral oben meinen Kontostand und die Wertentwicklung in einem Graph dargestellt. Auch die Rendite seit Start wird mir prozentual angezeigt.

So sieht meine persönliche Übersicht nach dem LOGIN bei quirion aus:

Blick ins Online-Konto mit meiner Performance 2019 (und 2018)

quirion Erfahrungsbericht: Mit Performance 2019 - Blick ins Online-Konto
Screenshot aus meinem Echtgeld-Depot vom 25.2.2020

Alles sehr übersichtlich und aufgeräumt inzwischen – auch auf Kontodokumente kann ich oben über die Postbox zugreifen. Wünschen würde ich mir nur noch, dass ich die prozentuale Rendite auch auf einen selbst gewählten Zeitraum bezogen ausgeben kann – z.B. das Jahr 2019 oder „seit Jahresanfang“. Und ein paar Benchmarks zum Vergleich, z.B. DAX oder MSCI World, in den Chart meiner eigenen Geldanlage zum Vergleich einzeichnen zu können – das wäre auch noch gut.

Neben den Angaben zur Vermögensentwicklung kann ich in meinem Online-Konto jetzt auch direkt diese Details aufrufen:

  • Bestandsübersicht: Hier sehe ich die detaillierte Zusammensetzung meiner Strategie und erfahre im Detail, welche ETFs quirion für mich gekauft hat. Auch hier wurde viel Wert auf Übersichtlichkeit und Vollständigkeit der Daten gelegt: Ich sehe nicht nur, welche Fonds und ETFs gekauft wurden, sondern kann auch ihren Anteil am Gesamtportfolio feststellen und den aktuellen Kurs sehen. Außerdem wird der Wert der Anteile angegeben sowie der nicht realisierte Gewinn bzw. Verlust. Eine gute Nachricht ist natürlich, dass in der Spalte „nicht realisierte GuV in Euro“ bei keinem der insgesamt 15 Fonds und ETFs in meinem Depot ein Minus zu sehen ist: Alle ohne Ausnahme haben also aktuell eine positive Wertentwicklung erzielt! Den Beweis liefert mein Screenshot unten bei den Performance-Daten.
  • Sparplan: Auch das „Sparplan anlegen“ hat quirion inzwischen verbessert. Jetzt kann ich auch mehrere Sparpläne mit einer Sparrate ab 30 Euro direkt online anlegen. Die Sparrate wird entweder per Lastschrift vom Verrechnungskonto eingezogen oder per Überweisung gezahlt. Unterbrechen oder Löschen der Sparpläne ist jederzeit möglich. Man bleibt also maximal flexibel. Seit meinem letzten Review wurde auch die Höhe der Minimum-Sparrate gesenkt: Sie beträgt jetzt nur noch 30 Euro pro Intervall (wahlweise monatlich oder quartalsweise).
  • Kontoumsätze: Hier sehe ich, welche Anteile an ETFs und Fonds zuletzt für mich gekauft wurden – mit Buchungsdatum, Valuta und Umsatz. Diese Transparenz schätze ich: Alles ist sehr detailliert aufgeschlüsselt.

Neben diesen Daten zu meinem quirion Depot, die ich jederzeit abrufen kann, steuere ich in meinem Online-Interface auch alle Funktionen rund ums Depot. Die wichtigsten Funktionen werden zentral angezeigt:

  • Geld einzahlen: Ich kann meine Anlagesumme bei quirion jederzeit erhöhen. Hier veranlasse ich eine Einzahlung entweder per Überweisung oder lasse sie per Lastschrift bequem abbuchen. Zu beachten ist, dass ein Minimum von 1.000 Euro pro Aufstockung gefordert wird, wenn per Lastschrift gezahlt wird. Bei Einzahlungen per Überweisung wird der überwiesene Betrag ab einer Mindestsumme von 30 Euro aber unmittelbar durch quirion investiert. Ich kann also, wenn ich regelmäßig einzahlen möchte, einfach auch einen Dauerauftrag zugunsten meines quirion Verrechnungskontos anlegen und so regelmäßig Geld in meine gewählte Anlagestrategie einzahlen. Nach Gutschrift auf dem Verrechnungskonto wird das Kapital kurzfristig investiert. Eine Ordergebühr fällt dafür nicht gesondert an, so dass sich auch Einzahlungen kleiner Beträge lohnen.
  • Geld entnehmen: Über diesen Button kann ich eine Entnahme aus meinem Depot beantragen. Diese Entnahme ist jederzeit möglich – die ETF- und Fondsanteile werden dann verkauft und der Gegenwert auf mein Referenzkonto überwiesen. Ein paar Tage kann dieser Vorgang allerdings schon dauern. Entnehmen kann ich ein Minimum von 1.000 Euro – maximal aber so viel, dass noch 5.000 Euro Mindestanlagesumme im Depot verbleiben bzw. 1.000 Euro im Basis-Paket. Wer über mehr Geld verfügen möchte, kann die Strategie ganz auflösen und das gesamte eingezahlte Kapital auszahlen lassen.
  • Strategie wechseln: Bei Bedarf kann ich über diese Funktion in eine andere Strategie wechseln. Insgesamt 10 Strategien mit einer Aktienquote zwischen 10% und 100% bietet quirion im Segment „Globales Portfolio“ an. Neu dazu gekommen sind die Segmente „Nachhaltiges Portfolio“ und „Altersvorsorge“, in die Kunden der Pakete „Comfort“ und „Premium“ investieren können. Mehr dazu zeige ich weiter unten im Testbericht.
  • Strategie auflösen: Wenn ich mein von quirion investiertes Kapital abziehen möchte, kann ich hier die Strategie auflösen. Es werden dann alle für mich gekauften Anteile verkauft und meinem Referenzkonto gutgeschrieben.

Zusammengefasst: Der Konto-Bereich von quirion ist jetzt wirklich eine digitale Steuerungszentrale für meine Geldanlage beim Robo Advisor. Ich kann jetzt alle Funktionen direkt in einem Online-Interface ansteuern, erhalte zusätzlich auch transparent alle wichtigen Daten zu meiner Geldanlage wie z.B. eine genaue Aufstellung der für mich gekauften ETF- und Fondsanteile sowie deren Wertentwicklung. Hier hat sich seit meinem letzten Review sehr viel zum Positiven entwickelt. Auch eine Postbox gibt es im Online-Konto: Hier erhalte ich z.B. monatlich einen Kontoauszug als PDF sowie jeweils zum Jahresende einen Finanzreport mit Jahresdepotabstimmung. Zusätzlich sehe ich auch die Kontaktdaten zu meinem persönlichen quirion Ansprechpartner, den ich auch per Telefon in der Niederlassung der Quirin Privatbank erreichen kann.

Robo Advisor im Test
© Olivier Le Moal – fotolia.de

quirion: weitere Neuigkeiten – neue Kontomodelle, günstigere ETFs, zusätzliche Anlagestile und Multi-Portfolios

Zusammen mit dem Relaunch des Online-Interfaces hat quirion auch die Konditionen für Geldanlage überarbeitet. Aktuell sind diese drei Pakete für Neukunden verfügbar:

quirion: Kosten und Leistungen - die Leistungspakete 2020

Als Bestandskunde des „Comfort-Paketes“ inklusive persönlicher Beratung habe ich sogar ein Upgrade ins neue Paket „Premium“ erhalten – ohne Mehrkosten für mich. In diesem Leistungspaket, das für Neukunden erst ab einer Anlagesumme von 20.000 Euro buchbar ist, sind zusätzliche Serviceleistungen und weitere Alternativen zur Geldanlage enthalten.

Der entscheidende Unterschied zu den beiden anderen Paketen „Regular“ und „Comfort“ besteht aber darin, dass ich hier auch eine persönliche Beratung vor Ort in Anspruch nehmen kann. In diesem Beratungsansatz unterscheidet sich quirion weiter von allen mir bekannten Robo Advisors. In meinem Fall kann ich mich z.B. an einen persönlichen Ansprechpartner in der quirion-Niederlassung in München wenden, der mir auch bei Fragen zu Geldanlage beraten kann. Weitere Berater sind in insgesamt 13 Niederlassungen deutschlandweit zu finden, u.a. auch in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Stuttgart und Köln erreichbar.

Diese Zusatzleistung „persönliche Beratung“ hat allerdings auch ihren Preis: Im „Premium-Paket“ ist die Gebühr für die digitale Vermögensverwaltung mit 0,88% p.a. (zzgl. Fonds- und ETF-Kosten von ca. 0,20 bis 0,25% p.a.) deutlich höher als im Einsteiger-Paket „Regular“ (0,48% p.a. zzgl. Fonds- und ETF-Kosten und kostenfreie Geldanlage für die ersten 10.000 Euro). Dafür erhalte ich aber im „Premium-Paket“ neben der persönlichen Beratung auch weitere Zusatzleistungen: Ich kann neben dem global diversifizierten Portfolio auch ein Altersvorsorge Portfolio sowie ein „Nachhaltiges Portfolio“ anlegen. Außerdem sind Strategiewechsel unbegrenzt kostenfrei inklusive, beim Einsteiger-Paket ist nur ein Strategiewechsel pro Jahr kostenfrei.

Aktuell sehe ich keine Veranlassung von meinem Premium-Paket in ein anderes Paket zu wechseln – auch wenn mir noch nicht klar ist, ob ich die tatsächlich eine persönliche Beratung in München in Anspruch nehmen werde und wie hier genau die Konditionen sind. Wer auf die persönliche Beratung verzichten kann, ist meiner Einschätzung nach meistens mit dem „Comfort“-Paket von quirion am besten beraten: Auch hier sind Altersvorsorge-Portfolio und Nachhaltiges Portfolio sowie unbegrenzt kostenfreie Strategiewechsel inklusive – für eine Gebühr von 0,68% p.a. zzgl. Fonds- und ETF-Kosten bei einer Mindestanlage von 5.000 Euro.

Wer besonders kostengünstig in die digitale Geldanlage beim Robo Advisor einsteigen möchte oder diese Form der Geldanlage erst einmal mit weniger Kapitaleinsatz ausprobieren möchte, wählt grundsätzlich das „Regular“-Paket. Ein Upgrade ist später bei Bedarf immer möglich. Mit dem „Regular“-Paket ist quirion weiter einer der günstigsten Robo Advisor überhaupt – auch die Einstiegshürde ist mit 1.000 Euro sehr niedrig, wenn auch nicht die niedrigste im Vergleich.

Eine Besonderheit, die es so nur bei quirion gibt: Bis zu einer Anlagesumme von 10.000 Euro werden nur Fonds- und ETF-Gebühren berechnet, die eigentliche Vermögensverwaltung ist aber gebührenfrei. Erst ab einer Anlagesumme von über 10.000 Euro fällt eine Gebühr von 0,48% p.a. zusätzlich zu den Fonds- und ETF-Kosten an.

So günstig ist sonst kaum ein anderer Robo Advisor im Vergleich. Daran hat sich in den letzten zwei Jahren auch nichts geändert. Nur die Gebührenbefreiung für die ersten 10.000 Euro im „Comfort-Paket“ gibt es jetzt nicht mehr für Neukunden.

Details zu den Kosten zeigt quirion übrigens auch in diesem aufgezeichneten und bei Youtube verfügbaren (sehr ausführlichen) Webinar:

Kosten: Weiter sehr niedrig im Vergleich mit anderen Robo Advisors

Insgesamt ist aber quirion auch für mich im Premium-Paket sogar günstiger als noch vor zwei Jahren. Denn: Seit der letzten größeren Überprüfung des ETF- und Fondsuniversums, in das quirion die Kundengelder investiert, sind die TER – also die jährlichen Kosten – für ETFs und Fonds teilweise erheblich um bis zu 20% gesunken. Inzwischen liegen die durchschnittlichen Fonds- und ETF-Kosten bei 0,20 % bis 0,22 % p. a. – in meinem letzten Review war die Kostenquote noch mit durchschnittlich 0,23 % bis 0,29 % angegeben. Gerade bei größeren Portfolios schlägt dieser Kostenvorteil schnell ins Gewicht. Aber auch bei einer Anlagesumme von 50.000 Euro sinken die jährlichen Kosten dadurch schon um ca. 25 Euro.

Solche Preisvorteile nehme ich natürlich auch als Bestandskunde von quirion gerne mit. Hier zeigt sich auch einer der großen Vorteile der Robo Advisor: Um die Auswahl der ETF- und Fonds muss ich mich nicht kümmern – das übernehmen Experten und Algorithmen. Fonds und ETFs werden im Bedarfsfall ausgetauscht und durch günstigere oder bessere Produkte ersetzt. Gut bei quirion: Solche Änderungen bleiben transparent – in meiner Bestandsübersicht sehe ich immer genau, in welche ETFs und Fonds mein Geld gerade investiert ist.

Zusätzlich hat quirion auch in einem umfangreichen Blogartikel über Änderungen im Fondsuniversum transparent informiert. Hier erfährt man auch Gründe für den Tausch von Produkten. Zuletzt wurden vor allem sog. Core-ETFs neu ins Anlageuniversum aufgenommen, die sich durch eine besonders günstige Kostenstruktur auszeichnen. So ersetzt bei der Anpassung im März 2019 etwa für den Zielmarkt „Aktien Europa“ der „Lyxor Core STOXX Europe 600 ETF“ (Kostenquote: nur 0,07% p.a.!) den ETF „Vanguard FTSE Developed Europe“. Auch bei weltweiten Anleihen setzt man jetzt auf einen Core-ETF und hat sich für den „iShares Core Global Aggregate Bond“ mit einer Kostenquote von 0,10% p.a. entschieden, der weltweit sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen unterschiedlichster Laufzeiten in einem Produkt abdeckt. Dafür mussten dann auch mehrere ETFs mit Hochzinsanleihen aus den Portfolios weichen. Das sorgte auch für eine bessere Konzentration auf weniger ETFs, die ich auch im ersten Review von 2018 angemahnt hatte. Meiner Meinung nach ist das der richtige Weg.

Insgesamt bleibt quirion wie schon angemerkt auf Kostenseite einer der günstigsten Robo Advisor. Das hatte auch schon 2018 die Stiftung Warentest positiv gewürdigt, die quirion zum Testsieger im Vergleich erklärt hatte. Im letzten Jahr sind die Produktkosten sogar noch weiter gesunken.

Erstaunlich günstig – trotz Indexfonds im Anlageuniversum

Diese niedrigen Produktkosten erstaunen auch vor dem Hintergrund, dass quirion weiter nicht ausschließlich auf ETFs setzt, sondern den Portfolios auch einzelne aktiv verwaltete, aber am Index orientierte Fonds von Dimensional beimischt. Dadurch soll eine Mehrrendite erwirtschaftet werden – die allerdings auch durch höhere Fondskosten im Vergleich zu passiv verwalteten ETFs bezahlt werden muss. Beim Blick in mein eigenes Portfolio fällt auf, dass ich nur noch 1 aktiv verwalteten Fonds im Portfolio habe: Den „Dimensional Emerging Markets Value Fund“.

Offenbar hat quirion die Quote dieser aktiv verwalteten Fonds zuletzt reduziert.

Ein Blick in die Performance in meiner Bestandsübersicht zeigt auch, dass mit diesem Fonds tatsächlich keine Mehrrendite gegenüber ETFs erzielt wurde: Der nicht realisierte prozentuale Gewinn und Verlust (GuV) liegt bei nur 0,73% – zugleich ist dieser aktiv gemanagte Fonds mit einer TER von 0,57% p.a. der nach Gebühren teuerste im Anlageuniversum von quirion. Der ETF aber, mit dem zusätzlich die „Emerging Markets“ abgebildet werden, hat deutlich besser abgeschnitten: Hier liegt der nicht realisierte GuV prozentual bei fast 16%! Und das bei einer Gesamtkostenquote von nur 0,20% p.a.

Hier in einem Screenshot meiner aktuellen Bestandsübersicht sind der ETF und der (Index-)fonds, mit dem Emerging Markets bei quirion abgebildet werden, rot markiert:

quirion: Bestandsübersicht mit Performance 2020
Meine Bestandsübersicht bei quirion mit Performance 2020 (Stand: 25.02.2020)

Aus Renditegesichtspunkten spricht also zumindest aus punktueller Sicht nichts dafür, hier einen aktiv verwalteten Fonds (mit mehr als doppelt so hoher TER) einzusetzen. Langfristig erzielen tatsächlich aber manche aktiv verwalteten Fonds eine bessere Performance als ETFs.

Neu im Angebot bei quirion: Nachhaltige Portfolios, Altersvorsorge und Kinder-Portfolio

Nochmal zurück zu meinen persönlichen Online-Konto, in dem ich meine Geldanlage bei quirion verwalten kann.

Neu ist hier auch dieser Bereich mit weiteren Auswahlmöglichkeiten:

quirion nach dem Login: Online-Konto mit Navigation

Angezeigt werden hier Möglichkeiten, mein bestehendes quirion Depot zu erweitern. Beachten sollte man, dass alle hier angezeigten Optionen nur Kunden zur Verfügung stehen, die wie ich das „Premium“-Leistungspaket gewählt haben oder alternativ das „Comfort“-Paket.

Wer bei Kontoeröffnung die Variante „Regular“ gewählt hat, kann zwar weitere „Globale Portfolios“ anlegen – und damit auch gleichzeitig in mehrere Anlagestrategien bei quirion parallel einzahlen, übrigens auch jeweils mit individueller Wahl des gewünschten Leistungspaketes zur Anlagestrategie. Zusätzlich kann in jedem Leistungspaket auch ein zusätzliches Gemeinschafts- oder/und Kinderdepot angelegt werden. Die Produktlinie „Nachhaltiges Portfolio“, die auf ETFs mit sozialen-ökologischen-ethischen nach ESG setzt, und das Altersvorsorge-Portfolio mit Ablaufsteuerung bleiben aber Kunden des „Comfort“- und „Premium“-Pakets vorbehalten. Ein Wechsel des Leistungspaketes ist aber jederzeit über den Support möglich.

Das sind die drei wesentlichen Neuerungen bei den Anlagestrategien zusammen mit meiner Bewertung nochmal in der Übersicht mit Details:

1. Nachhaltiges Portfolio: Nachhaltig Geld anlegen bei quirion

Warum zumindest das „Nachhaltige Portfolio“, mit dem ich als Anleger auch ethische Kriterien in meine Geldanlage einfließen lassen kann, nicht auch schon im Einsteiger-Paket „Regular“ als Anlagestrategie wählbar ist, ist mir an dieser Stelle nicht ganz klar. Meiner Meinung nach sollte doch jeder angehalten werden, seine Geldanlage nicht nur auf Rendite hin zu optimieren, sondern auch Kriterien der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen – unabhängig von der Anlagesumme. Selbst könnte ich mit meinem „Premium“-Paket aber in dieses Portfolio wechseln oder zusätzlich durch die Einrichtung einer weiteren Anlagestrategie Geld sinnvoll anlegen. Die Kostenquote der hier im Anlageuniversum vertretenen insgesamt 12 ETFs und Fonds (nur einer!) ist hier etwas höher als bei „Globales Portfolio“, das wäre mir das gute Gewissen bei der Geldanlage aber wert. Auffallend ist, dass beim Anlageuniversum im Aktienbereich auf diese fünf ETFs gesetzt wird, die alle den weltweiten Aktienmarkt abdecken:

  • Xtrackers ESG MSCI World UCITS ETF
  • iShares MSCI World ESG Screened
  • iShares SRI World
  • Amundi Index MSCI World SRI
  • Franklin LibertyQ Global Equity SRI

Die Diversifikation ist hier in den Anlagestrategien „Globales Portfolio“ deutlich größer, da dort auch einzelne Märke wie Japan, Europa oder die USA über je einen ETF abgedeckt werden. Warum hier bei „Nachhaltiges Portfolio“ bei Aktien so stark auf ETFs gesetzt wird, die den weltweiten Aktienmarkt abdecken, erschließt sich mir beim ersten Blick nicht ganz. Es gibt doch inzwischen auch ESG-konforme ETFs auf Märke wie Japan, Europa oder Asien. Warum da gleich fünf ETFs mit nahezu demselben Zielmarkt?

Diese Kritik aber nur am Rande. An sich ist dieses auf Nachhaltigkeit fokussierende Anlageprodukt bei quirion eine sehr gute und sinnvolle Ergänzung. Wer nachhaltig Geld anlegen will, kann sich jetzt auch beim Robo Advisor quirion für ein Portfolio entscheiden, das sozialen, ökologischen und ethischen Kriterien folgt.

2. Altersvorsorge: Privat für das Alter vorsorgen mit dem Robo Advisor

Neu ist auch das Altersvorsorge-Portfolio bei quirion. Mit dieser Möglichkeit, privat für die Rente vorzusorgen und dabei Chancen des Kapitalmarkts zu nutzen, positioniert sich quirion jetzt auch mit einem vergleichsweise kostengünstigen Produkt als digitaler Anlagehelfer im Markt der privaten Altersversorgung.

Die Besonderheit liegt hier im integrierten Ablaufmanagement: Je näher man dem Eintritt in die Rente kommt, desto intensiver schichtet der Robo Advisor in schwankungsarme Anlagen um – erhöht also sukzessive die Anleihenquote. Beim Renteneintritt mit 67 Jahren liegt die Aktienquote am Gesamtportfolio dann nur noch unter 40%, während sie für ca. 30 Jährige noch bei über 70% angesetzt wird.

So ein Ablaufmanagement ist natürlich nichts wirklich Neues – auch aktive Fonds wie z.B. die aktiv gemanagten Zielfonds von Fidelity bieten es. Für einen Robo Advisor ist so ein spezielles Altersvorsorge-Portfolio aber mir zumindest neu. Auch hier liegen die Vorteile des Robo Advisors etwa gegenüber den Zielfonds von Fidelity klar in der Transparenz der Geldanlage sowie in der wesentlich niedrigeren Kostenquote. Wer mit dem Robo Advisor Geld für die Altersvorsorge aufbauen möchte, sollte aber bedenken, dass es bei quirion keine steuersubventionieren ETF-basierten Rürup- oder Riester-Sparpläne wie etwa bei fairr gibt. Einen Vorteil hat das aber auch: Empfiehlt sich zwar nicht, aber grundsätzlich kann ich bei außerplanmäßigen Anschaffungen oder Ausgaben auch jederzeit Anlagen aus meinem Altersvorsorge-Depot veräußern lassen und an mich auszahlen.

3. Gemeinschaftsdepot und Kinderdepot (Geld anlegen für Kinder bei quirion)

Noch zwei weitere Neuerungen hat quirion seit meinem letzten Review im Angebot: Das Wertpapierdepot kann jetzt auch als Gemeinschaftsdepot geführt werden, z.B. von Ehepaaren oder bei eingetragenen Partnerschaften. Außerdem kann man hier jetzt auch für Kinder Geld anlegen und ein Kinderdepot für Minderjährige eröffnen.


Performance-Check: Mein quirion Depot im Check – Performance 2019 und während des Corona-Börsen-Crashes 2020 bis März 2020

Nun aber nochmal zu meinem eigenen quirion Depot: Wie hat es sich in den letzten Jahren entwickelt?

So hat sich meine Anlage zwischenzeitlich entwickelt:

quirion Performance 2019: Wertentwicklung in meinem Echtgeld-Depot beim Robo Advisor
Screenshot vom 25.02.20 – Die einleitend erwähnte Wertminderung zum Jahresende 2018 habe ich gesondert markiert – ebenso die positive Wertsteigerung bis März 2019, die mein Depot wieder ins Plus rettete.

Die Gesamtrendite seit erster Einzahlung am 15.10.2018 unter Berücksichtigung weiterer Einzahlungen im Zeitverlauf beträgt 6,20%. Das bedeutet also für den Zeitraum 15.10.2018 bis 15.02.2020 (16 Monate) eine Rendite von ca. 0,39% pro Monat, also 4,65% p.a. Das ist eine respektable Leistung in der von mir gewählten defensiven Strategie – vor allem auch, wenn ich die niedrigen Schwankungen (Volatilität) der Anlage mit in Betracht ziehe. Die höchsten (aber nicht realisierten) Einbußen hatte ich tatsächlich im Zeitraum 15.10.2018 bis 31.12.2018 gleich zum Start meiner Geldanlage bei quirion: Der Wert meiner Ersteinzahlung in Höhe von 5.000 Euro sank in diesem Zeitraum um überschaubare etwa 100 Euro am 25.12.2018 auf 4.884,39 Euro in Folge der Marktturbulenzen Ende 2018. Davon abgesehen ging es aber seitdem ziemlich kontinuierlich nach oben.

Aktuell sehe ich keinen Handlungsbedarf, hier meine Anlagestrategie zu ändern. Ich werde mein Portfolio bei quirion sogar weiter aufstocken, weil ich insgesamt gute Erfahrungen bei diesem Robo Advisor seit meiner Ersteinlage im Oktober 2018 gemacht habe. Nur die „nachhaltige Anlagestrategie“ werde ich mir nochmal genauer ansehen und hier zusätzlich investieren.

Update 28.02.20: Die Weltbörsen haben gerade die schwärzeste Woche seit 2011 hinter sich – die Sorgen vor einer Ausbreitung des Corona-Virus haben die Börsen befallen. Ich werde die Performance in meinem quirion Depot weiter im Blick behalten und hier zusätzliche Updates ergänzen, um zu sehen, wie sich mein Depot beim Börsencrash schlägt. Zeit für eine erneute Bewährungsprobe für den Robo Advisor!

Update 2.3.2020: Mein quirion Portfolio hat den Corona-Börsencrash weiter gut überstanden und steht nur minimal im Minus. Die hohe Gewichtung von Anleihen erweist sich als gute Absicherung: Meine Anleihen ETFs im Portfolio haben sogar in der letzten Wochen an Wert gewonnen oder nur minimale Einbußen hinnehmen müssen! Lesenswert ist auch der öffentlich zugängliche aktuelle Börsenkommentar zum Corona-Börsencrash von quirion inkl. Chartanalyse: Der Robo Advisor warnt hier vor „irrationalen Schnellschüssen“, die Anleger in dieser Börsensituation zu einem überhasteten Verkauf von Aktien führen können.

Update 8.3.2020: Nochmal ein Status zu meiner Vermögensentwicklung bei quirion. Die Börsen weltweit sind weiter im Panikmodus: Am vergangenen Freitag gab es nochmal einen großen Ausverkauf in allen großen Indizes. Auch meine quirion Performance hat etwas gelitten – aber auf Gesamtsicht gesehen stehe ich immer noch im Plus. Seit Anfang des Jahres (2.1.2020 bis 8.3.20) hat mein Depot nur 50,36 Euro eingebüst, das macht eine minimale negative Performance von nur 0,66%. Im gleichen Zeitraum ist der DAX etwa um fast 15% abgerauscht. Gut gemacht, Robo Advisor! Auch die folgende Grafik zeigt, dass es nur minimale Bewegungen im Depot gab – weit entfernt von der extremen Volatilität in den Aktienindizes:

quirion Performance in der Krise

Update 13.3.20: Die Corona-Krise entwickelt sich weiter dynamisch – auch an den Börsen weltweit. Gestern, am 12.3.2020, folgte ein erneuter Crash auch im Dow Jones und DAX, nachdem Trump einen Einreisestopp in die USA für Europäer verkündet hatte. Für den DAX ging es 12,3% nach unten unter die wichtige 10000er Marke – der zweitgrößte prozentuale Tagesverlust in der 30 jährigen Geschichte des Index. Seit 24. Februar hat der deutsche Leitindex damit ein Drittel seines Wertes verloren. Bei Dow Jones, Nikkei und Co. sieht es nicht besser aus.

Auch an meinem quirion Depot geht der Crash nicht mehr spurlos vorbei. Inzwischen steht auch mein Portfolio im Minus – moderat mit 3,11% seit Start im Oktober 2018. Massiv sind die Verluste im Aktienanteil meines Depots – schlechtester Wert hier: Der Vanguard Global Value ETF mit 33% Minus. Auf mein Gesamtportfolio bezogen, spielt das aber kaum eine Rolle: Mein 80%iger Anleihenanteil ist stabil, nur mit ca. 1% im Minus. Auffällig ist, dass sich der Anleihenanteil prozentual im Zuge der Wertverluste bei den Aktien erhöht hat: Er steht jetzt bei fast 84%.

Meine quirion Performance seit Jahresanfang bis 12.3.2020: Minus 6% – also sehr moderat im Vergleich zu den Verlusten in den Aktienindizes beim Corona-Börsencrash. In Zahlen habe ich jetzt ca. 500 Euro weniger Wert im Depot als noch zum Jahresanfang. Bisher steuert quirion mein Kapital also gut durch die Krise.

So sieht es aktuell aus im Depot (Stand: 13.3.2020):

quirion Performance 2020 - Corona-Crash - Wie entwickelt sich die Geldanlage?

Update 29.3.20: Die Virus-Krise schwelt weiter – an den Weltbörsen gibt es nach massiven Interventionen der Notenbanken und milliardenschweren Rettungspaketen aber erste Anzeichen von Stabilisierung. Ob wir schon den Boden gesehen haben, können natürlich auch Experten nicht sagen. Jedenfalls hat der Dow Jones letzte Woche eine starke Performance gezeigt und zweistellig auf Wochensicht gewonnen.

Wie sieht es in meinem Depot beim Robo Advisor aus? Wie hat sich die Geldanlage im Corona-Crash entwickelt? Zuerst möchte ich noch die Performance zum 21.3.2020 nachliefern: Mein Depot stand hier mit insgesamt knapp 6% im Minus, bezogen auf den Gesamtzeitraum seit Depoteröffnung am 12.10.2018. Dieses Minus markiert aktuell den Tiefpunkt überhaupt in meiner Performance. Von einem Crash im quirion Wertpapierdepot kann also auch weiter keine Rede sein, an Wert hat meine Anlage aber auch hier eingebüßt – hier ist der Beweis (Screenshot vom 21.3.2020):

quirion Performance im Corona-Crash 2020

Der Wertverlust in meinem Depot ist also vorhanden, aber besonders im Vergleich mit reinen Aktienfonds mit insgesamt 6% überschaubar. Bisher komme ich mit meiner digitalen Vermögensverwaltung gut durch die Börsenkrise. Eine Änderung meiner Strategie war nicht notwendig, trotzdem habe ich seit 21.3.2020 zwei Maßnahmen im quirion Depot mit Echtgeld durchgeführt:

  • Geld auszahlen lassen: Für privaten Liquiditätsbedarf habe ich eine Entnahme von 1.000 Euro aus meinem Depot beauftragt. Entsprechend meines Auftrags, den ich direkt online über den Button „Entnehmen“ losgeschickt hatte, hat quirion Anteile aus meinem Portfolio gekauft und zunächst auf meinen Verrechnungskonto gutgeschrieben. Dieser Vorgang ist oben im Screenshot schon zu sehen. Am 23.3.20 ging die Gutschrift dann auf meinem privaten Girokonto ein. Insgesamt hat es ca. 7 Werktage bis zur Auszahlung gedauert.
  • Anlagestrategie geändert: Ich habe inzwischen eine Änderung meiner Anlagestrategie beauftragt und meinen Anteil an Aktien im Depot erhöht. Statt 20% Aktien setze ich jetzt auf ein Portfolio mit 30% Aktien und nur noch 70% Anleihen. Ich möchte so von einer möglichen Aufwärtsbewegung der ziemlich überverkauften Aktienmärkte profitieren. Mehr Risiko hole ich mir so natürlich auch ins Depot, falls die Aktienkurse doch nochmal abtauchen. Dieses zusätzliche Risiko nehme ich in Kauf – die Chancen scheinen mir zu überwiegen. Außerdem bin ich auch mit der neuen Anlagestrategie auch weiter in defensiven Anleihen übergewichtet. Der Wechsel der Anlagestrategie wurde von quirion problemlos innerhalb weniger Tage durchgeführt (Button „Strategie wechseln“). Mit der neuen Anlagestrategie hatte mein Portfolio zuletzt deutlich Rückenwind. Aktuell stehe ich trotz Corona-Crash nur noch mit ca. 2% im Minus. Das kann gerne so weiter gehen!

Hier ist mein quirion Portfolio nach Entnahme von 1.000 Euro und Wechsel der Anlagestrategie (Screenshot vom 29.03.20):

quirion Anlagestrategie wechseln im Corona Crash


Abschließende Bewertung mit meinen Erfahrungen: quirion macht was aus meiner Geldanlage – und besteht bisher auch die Bewährungsprobe im Börsencrash

quirion Robo AdvisorSeit knapp zwei Jahren vertraue ich nun quirion eigenes Kapital zur Geldanlage an – natürlich nicht jeden Cent, den ich übrig habe, aber doch inzwischen eine stattliche fünfstellige Summe. Seit Kontoeröffnung im Herbst 2018 habe ich immer wieder neues Kapital eingezahlt und meine Anlagesumme erhöht, manchmal über Einmalzahlungen, teilweise aber auch über Sparpläne. Technische Probleme hatte ich dabei nie: quirion funktioniert gut – und war auch bei Supportanfragen gut zu erreichen.

Für mich stellt sich quirion als die richtige Wahl heraus: Ich hatte einen Robo Advisor gesucht, bei dem ich mich bei der Geldanlage um möglichst wenig selbst kümmern muss. Das ist gelungen: Nach der bei Depoteröffnung vorgenommenen Auswahl einer Anlagestrategie wählt der Robo Advisor zu meiner Strategie passende ETFs und Indexfonds aus und setzt daraus ein individuelles Portfolio zusammen. Inzwischen wurde die Zusammensetzung des Portfolios auch mehrfach vom Robo überprüft – und bei Bedarf auch angepasst: Ich habe jetzt weniger einzelne ETFs im Portfolio als noch zum Start meiner Geldanlage, auch der Anteil an Indexfonds ist jetzt niedriger. Das schlägt sich auch in der Kostenquote nieder: Durch die Umstellung auf kostengünstigere Core-ETFs und den Vorzug von kosteneffizienten ETFs gegenüber Indexfonds ist meine Geldanlage bei quirion jetzt noch günstiger als noch im Herbst 2018, da die Fonds- und ETF-Kosten auf durchschnittlich 0,20 bis 0,25% reduziert wurden.

Sehr zufriedenstellend finde ich auch das jetzt wesentlich verbesserte Online-Konto: Hier kann ich nach dem Einloggen meine gesamte Geldanlage bei quirion einfach verwalten und sehe transparent Entwicklung und Zusammenstellung meines Portfolios. Manuelle Anfragen an den Support sind nur noch in seltenen Fällen notwendig. Auch Aufstockungen und Auszahlungen kann ich direkt im Online-Konto veranlassen. Auch der Switch in eine andere Anlagestrategie oder das Anlegen einer zusätzlichen Anlagestrategie erfolgen jetzt online, mit wenigen Klicks.

Auch die Möglichkeit zur persönlichen Beratung hat quirion zuletzt erweitert: Im „Premium“-Paket bekommt man einen Honorarberater der Quirin Privatbank zugeteilt, mit Namen, eMailadresse und persönlicher Telefondurchwahl. Auf Wunsch kann auch ein Beratungsgespräch vor Ort vereinbart werden. Wer einen Robo Advisor mit persönlicher Beratung sucht (und auch bereit ist, dafür eine etwas höhere monatliche Gebühr zu bezahlen), ist hier also ganz gut aufgehoben.

Mit der Performance meiner Geldanlage bei quirion bin ich auch nach knapp zwei Jahren zufrieden: Es steht eine positive Wertentwicklung von 6% zu Buche! Bei einer sehr defensiven Anlagestrategie wie der von mir gewählten mit nur 20% Aktienanteil finde ich das insgesamt in Ordnung, vor allem, da die Wertschwankungen wirklich gering ausgefallen sind und es keine längere Periode mit negativer Wertentwicklung in meiner Bilanz gibt. Die von mir gewählte Anlagestrategie hat sich auch in heißen Börsenphasen bewährt und wird von mir beibehalten. Eventuell eröffne ich in Ergänzung nur noch eine weitere Anlagestrategie mit „Nachhaltigem Portfolio“.

Mein Fazit: Meine Erfahrungen mit quirion sind weiter positiv. Ich sehe derzeit keinen Grund meinen Robo Advisor zu wechseln oder gar zu kündigen. quirion bietet mir eine vergleichsweise kostengünstige digital gestützte Geldanlage, die kaum meine Aufmerksamkeit erfordert – und doch eine kontinuierlich positive Wertsteigerung meines investierten Kapitals erzielt. Im Bedarfsfall könnte ich innerhalb von wenigen Tagen jederzeit auf das investierte Kapital zugreifen. Mach also gerne weiter, Robo Advisor – ich bleibe dabei und werde auch weiter hier Geld anlegen!

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